Rotes Meer – Ägypten Position: North 27.08 20.8 / East 33 57 06.4 – Sharkproject setzt einen Weißen Hai vor Ägypten aus!
Das weltweit erste Unterwasserdenkmal, gegen die Zerstörung der Meere steht in Ägypten. Nach nur 9 Monaten Vorbereitung wurde am Freitag den 19.10.2007, 14.30 Uhr das weltweit erste Unterwasserdenkmal gegen die Zerstörung der Meere vor Hurghada in 11,5 Metern Tiefe gesetzt.
Der Tauchplatz Gota Abu Ramada West ist eines der von Safari- und Tagesbooten am häufigsten für Checkdives benutzen Riffe südlich der Giftun Inseln. Für Tausende von Tauchern und Schnorchlern, die hier pro Jahr das erste Mal die Nase unter Wasser stecken, wird es wahrscheinlich die Überraschung ihres Lebens, wenn einige Meter unter Wasser plötzlich ein lebensgroßer Weißer Hai vor Ihnen auftaucht. Erst bei näherem Hinsehen wird deutlich, dass dieser majestätische Räuber auf einem riesigen Messer aufgespießt ist. Auf einer Plexiglaspyramide, die neben dem Sharkmonument installiert wurde, können die Taucher den folgenden Text auf Deutsch und Englisch lesen:
Lieber Taucher,
Du siehst hier eines der majestätischsten Tiere der Welt einen Großen Weißen Hai. Unter Experten gilt er bereits als biologisch ausgestorben! Dies ist ein Beispiel für unzählige Tierarten der Meere, die durch die Menschen ausgelöscht werden. Das Ökosystem der Meere steht vor dem Kollaps.
Denk nach!
Brauchen wir die Meere zum Überleben unserer Art? Verharre hier einen Moment und kehre an die Oberfläche zurück als Botschafter und Verteidiger der Meere!
Die neue Öko-Attraktion für Ägyptens Taucher steht umweltgerecht mit einem Mooring verankert mitten im Gota Abu Ramada West (GPS: North 27.08 20.8 / East 33 57 06.4) Höhe ist rund 4,5 Meter über Grund und reicht bis auf etwa 7 Meter Tiefe hinauf.
Die langfristige Unterhaltung und Pflege des Denkmals wird von der HEPCA und der Marine Park Verwaltung übernommen.
Diese SHARKPROJECT-Aktion wurde ermöglicht durch die Unterstützung von HEPCA, Marine Parks Egypt und gefördert von Aqualung, Citizen Eco-Drive, Lufthansa, Mares, Scubapro, Sea&Sea, Seemann und SSI – SCUBA SCHOOLS INTERNATIONAL.
Argonne, Illinois (pte/04.04.2008/06:20) – Wasserstoff – als alternatives Antriebsmittel zu Benzin und Diesel – aus Algen zu gewinnen ist das Ziel eines Forschungsteams im Argonne National Laboratory des US-Umweltministeriums http://www.anl.gov unter Leitung des Chemikers David Tiede. Einige Algenarten tragen das Enzym Hydrogenase in sich, das aus positiv geladenen Wasserstoffionen kleine Mengen molekularen Wasserstoffs produzieren kann. “Wir glauben, dass es ein fundamentaler Vorteil ist, Wasserstoff als regenerativen Brennstoff photosynthetisch herzustellen”, so Tiede. Dieser Vorgang sei im Vergleich zur Herstellung von Ethanol aus Getreide thermodynamisch wesentlich günstiger einzuschätzen, da zur Wasserstoffgewinnung aus Algen keine weitere künstliche Energiezufuhr benötigt werde.
Tiede und sein Team suchen derzeit eine Möglichkeit, jenen Teil des Hydrogenase-Enzyms zu isolieren, der Wasserstoff produziert, und den Photosyntheseprozess in Gang zu bringen, um so größere Mengen an Wasserstoff zu erhalten. “Die Biologie macht es möglich, aber sie macht es so, dass es nur eine Ausbeute von fünf bis zehn Prozent gibt. Das ist das Problem”, erklärt der Chemiker. Man versuche daher in Zusammenarbeit mit Experten der University of Illinois in Champaign-Urbana http://www.uiuc.edu technologische Wege zu finden, den Katalysator aus der Hydrogenase zu extrahieren und diesen in das photosynthetische Proteingerüst einzubauen.
Gegenüber der Gewinnung von Ethanol durch Fermentation von Mais und Zuckerrohr sehen die Forscher bei der Wasserstoffgewinnung mittels Algenzucht auch ökologische Vorteile. So sei der Anbau von Algen in einem mobilen geschlossenen System, sogenannten Wasserstoffbioreaktoren, nahezu überall möglich, auch in trockenen Gebieten oder auf Dächern. Überdies gehe die Nutzung von Algen als Kraftstofflieferant nicht zulasten der Lebensmittelindustrie und des Bodenangebotes, wie es beim Ethanol der Fall sei. Die Forschung befindet sich laut Tiede aber noch in der Anfangsphase.
Klimaphänomen La Nina kühlt die Erde vorübergehend
Genf (pte/05.04.2008/10:00) – Die globalen Temperaturen werden in diesem Jahr leicht zurückgehen, so der Generalsekretär der World Meteorological Organization (WMO) http://www.wmo.ch Michel Jarraud zur BBC. Grund dafür sei die starke diesjährige Ausprägung des Wetterphänomens La Nina, das sich gewöhnlich an El Nino anschließt und im Gegensatz zu diesem einen kühlenden Effekt mit sich bringt. Die starke Ausprägung von La Nina hatte zu sintflutartigen Regenfällen in Australien wie einer ungewöhnlich langen und schneereichen Kälteperiode in China geführt. Jarraud erklärte, dass La Nina sich möglicherweise bis in die Sommermonate auswirken und die Temperaturen global um Bruchteile eines Grades fallen lassen könnte.
Das würde bedeuten, dass die Temperaturen auf der Erde seit 1998 – dem bisher heißesten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1861 – nicht weiter gestiegen sind. Jarraud warnte aber davor, den Klimawandel deshalb in Frage zu stellen, da dennoch ein langanhaltender Erwärmungstrend zu verzeichnen sei. Die Vorhersagen der Experten würden sogar neue Rekordtemperaturen binnen der nächsten fünf Jahren erwarten lassen.
“La Nina ist Teil dessen, was wir Variabilität nennen. Es gab immer und wird immer kältere und wärmere Jahre geben”, sagt Jarraud. Beim Thema Klimawandel sei es aber wichtig zu erkennen, dass es einen eindeutigen – negativen – Trend gebe. “Das Klima erwärmt sich auch dann, wenn es durch La Nina Abkühlung gibt.”. Klimaforscher Adam Scaife vom Hadley Centre in Exeter http://www.metoffice.gov.uk/research/hadleycentre unterstützt diese Aussagen: “Die Veränderungen durch La Nina sind sehr gering im Vergleich zu den langfristigen Signalen des Klimawandels. Wir sind sicher, dass in einigen Jahren, wenn La Nina nachgelassen hat, die Rekordtemperaturen von 1998 noch übertroffen werden.”
Bereits im vergangenen Jahr waren Klimarekorde gemeldet worden: Nach Angaben der WMO seien die durchschnittlichen Oberflächentemperaturen in den Monaten Januar und April so hoch gewesen wie nie zuvor. Der Januar-Schnitt lag um 1,89 Grad Celsius höher als das Mittel, die Apriltemperaturen waren um 1,37 Grad Celsius höher. Die WMO unterstrich, dass die Dekade von 1998 bis 2007 die wärmste seit Aufzeichnungsbeginn sei.
Stralsund, 4. 4. 2008 – Ein 26 Meter langer Blauwal, ein 16 Meter langes Buckelwalweibchen und ein 15 Meter langer Pottwal im Kampf mit einem Riesenkalmar sind einige der zukünftigen Stars der Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“, die Greenpeace gemeinsam mit dem Deutschen Meeresmuseum ab Juli 2008 im OZEANEUM in Stralsund präsentiert. Sechs Meeresriesen in Originalgröße und das Modell einer riesigen Meeresalge entstehen derzeit in Desden und Stralsund. In der 18 Meter hohen Ausstellungshalle werden die Besucher des OZEANEUMs die Möglichkeit haben, auf Liegen unterhalb der Exponate die Dimensionen der „Riesen der Meere“ mit allen Sinnen zu erfahren. Greenpeace erweitert mit der Ausstellung seine weltweiten Aktivitäten zum Schutz der Meere.
„In keinem anderen Museum der Welt sind die Giganten der Ozeane so umfassend und leibhaftig zu erfahren wie hier im OZEANEUM“, sagt Thomas Henningsen, Projektleiter bei Greenpeace. „Diese wunderbaren Tiere sind durch den Klimawandel, die Fischerei und die Verschmutzung ihres Lebensraumes bedroht. Wir wollen mit unserer Ausstellung die Faszination der Meeresriesen und ihre Bedrohung erlebbar machen.“
Der Bau eines jeden Exponates dauert zwischen einem und drei Monaten. Ein Stahlgerüst im Bauch sorgt für die nötige Stabilität. Anschließend schnitzen und raspeln Bildhauer den Modell-Körper aus Styroporblöcken in Form. Spezialspachtel, Brandschutzfarbe und glasfaserverstärktes Polyesterharz sorgen für eine glatte, dehnbare und feuerresistente Oberfläche. Zum Schluss werden die Exponate naturgetreu bemalt.
Mit der Realisierung von „1:1 Riesen der Meere“ hat Greenpeace die Berliner Ausstellungsarchitekten der Molitor GmbH beauftragt. Die künstlerische Gestaltung verantwortet Peter Ardelt, Figurenbauer aus Dresden. Bereits fertig gestellt haben Ardelt und seine Mitarbeiter das Modell eines acht Meter langen Orcas und eines fünf Meter langen Buckelwalkalbes. In Arbeit befinden sich derzeit die Buckelwalmutter und der Blauwal. Pottwal, Riesenkalmar und Kelp entstehen bis zum Juni in zwei verschiedenen Ateliers. Anschließend werden alle Modelle am Dach der Halle aufgehängt. Im nächsten Schritt fertigen die Präparatoren des Deutschen Meeresmuseums noch weitere Großexponate, u.a. vom Mondfisch, vom Riesenhai und vom Manta.
Bei der Auswahl und Haltung der rund 7.000 lebenden Meerestiere im Aquarium des OZEANEUMs haben sich Greenpeace und das Deutsche Meeresmuseum auf strenge ökologische Kriterien geeinigt. Exoten und vom Aussterben bedrohte Arten dürfen nicht gezeigt werden. Alle Tiere werden in einer Umgebung leben, die ihrem natürlichen Lebensraum nachgestaltetet ist. Die Haltungsbedingungen entsprechen aktuellen wissenschaftlichen Standards. Auch bei der Aquariumtechnik, Energieversorgung und der Auswahl von Baumaterialien werden umweltfreundliche Konzepte eingesetzt.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Greenpeace-Projektleiter Thomas Henningsen mobil unter 0171 – 8780 833 oder Pressesprecherin Cornelia Deppe-Burghardt mobil unter 0151 – 145 330 87. Fotos erhalten Sie unter Tel. 040 – 0618 376. Infos auch unter www.greenpeace.de/riesen-der-meere
“Tropische Parasiteninfektion Leishmaniose im Vormarsch – Sandfliegen bevölkern auch Mittelmeer-Länder
Heidelberg (pte/02.04.2008/15:51) – Die Tropenkrankheit Leishmaniose verbreitet sich immer weiter in Europa. Zu den Risikogebieten der Parasiteninfektion, die durch die Sandmücke übertragen wird, gehören auch Regionen rund um das Mittelmeer. Die meisten deutschen Patienten bringen die Infektion, die unbehandelt tödlich verläuft, aus dem Urlaub in Spanien, vor allem aus Mallorca mit. Beim “Interdisziplinären Forum zur Leishmaniasis” Hier klicken, die derzeit am Universitätsklinikum Heidelberg stattfindet, stellen Forscher aus Europa, Indien und Australien den aktuellen Wissensstand der internationalen Leishmaniose-Forschung vor. “Schwerpunktmäßig ist das Problem der Leishmaniose sicherlich eines der ärmeren Länder”, meint der Leiter des Forums, Stefan Zimmermann von der Abteilung für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene im pressetext-Interview. “Jährlich infizieren sich rund zwölf Mio. Menschen mit dem Parasiten Leishmania, den die Sandmücke bei einem Stich mit ihrem Speichel überträgt. Die Folgen sind Hautgeschwüre oder eine Zerstörung von Knochenmark, Leber und Milz, die unbehandelt tödlich ist.” Hauptverbreitungsgebiete der Sandmücke sind Indien, Bangladesh sowie die Küstenregionen der Mittelmeerländer. In Deutschland erkranken zwischen 50 bis 100 Patienten pro Jahr an Leishmaniose. Die Dunkelziffer dürfte allerdings höher liegen, meint Zimmermann.
Ein Grund, warum man das Forum in Heidelberg organisiere, liege daran, dass die Bedeutung der Leishmaniose auch in Europa zunehme. “Ein Grund dafür ist die zunehmende Reisetätigkeit, Auslandseinsätze der Bundeswehr sowie eine steigende Anzahl von Patienten, deren Immunsystem durch eine Erkrankung oder durch Medikamente unterdrückt ist, wie etwa bei HIV-Patienten oder Menschen mit chronischen Darmerkrankungen”, erklärt der Mediziner. Zudem werde unter Experten auch darüber diskutiert, dass sich die Sandmücke durch den Klimawandel weiter in Europa ausbreitet. In Norditalien habe man das schlecht fliegende Insekt bereits entdeckt, erklärt der Forscher.
Was die Erkrankung allerdings sehr problematisch mache, ist die eindeutige Diagnose. “Da die Symptome stark variieren, kann es unter Umständen lange dauern, bis man die Erkrankung eindeutig diagnostiziert. Eine nachfolgende Behandlung mit den richtigen Medikamenten verläuft gewöhnlich sehr gut.” Zimmermann rät, da es noch keine Impfung gegen die Parasiteninfektion gibt, die Verwendung von Insekten-Repellentien. “Unbedingt sollte man auch darauf verzichten, Hunde in die Risikogebiete mitzunehmen. Sie werden nämlich besonders häufig gestochen”, erklärt der Wissenschaftler, der zudem anmerkt, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass streunende Hunde das Hauptreservoir für die Infektion sind.
Aussender: pressetext.austria”