Sex im Meer – Erstaunliche Fortpflanzungsstrategien mariner Organismen (Was Sie schon immer über Igelwürmer wissen wollten…) Präsentation mit Videos ca. 90 Minuten.
Ohne regelmäßige Fortpflanzung läuft auch im Meer nichts. Aber Liebeskämpfe, Transen, Zwittertum und Massenorgien sind unter Wasser an der Tagesordnung! Geeignet ist die Präsentation für alle Taucher, Tauchlehrer und Schnorchler ab 18 Jahren! Jüngere werden gnadenlos aufgeklärt.
Inhalte:
- Warum Sex?
- Weshalb es mühevoll ist Hoden oder Eierstöcke, oder beides zu besitzen
- Fischsex extrem: Harems, Banggangs, Transen
- Die wilden Spiele der Wirbellosen: über Peniskämpfe, Paarungsketten und andere Kuriositäten
Für TL des VIT, der DLRG und anderer Vertragspartner der CMAS Germany werden Fortbildungsstunden anerkannt!
Termin: Freitag, 11. Juli in Regensburg. Weitere Info´s www.bionaut-online.de
Gute Nachrichten für alle Taucher, die mehr über moderne Dekompressionsmedizin und die Hintergründe von schweren Tauchunfällen wissen wollen!Unter dem Titel”Tauchunfälle – verstehen, erkennen, verhindern!”findet am Samstag, den 21. Juni, ganztagseine 1a-Medizin-Fortbildung in Regensburg statt.Der renommierte Taucherarzt Dr. med. Tim Piepho (Mitautor des Standardwerks “Moderne Tauchmedizin“, DLRG, Medizin-Experte bei scubanova) informiert kompetent, unterhaltsam und umfassendzum Thema ‘Der schwere Tauchunfall und seine Behandlung‘,sowie zu Ohrproblemen bei Tauchern. Am Nachmittag berichtet Uli Erfurth(Diplombiologe, VIT) von gefährlichen Meerestieren und diskutiert Erste-Hilfe-Maßnahmen. Der BLTV (VDST), die DLRG, der VIT und andere Mitglieder der CMAS Germany erkennen das Seminar mit 7 Fortbildungsstunden an. Taucher anderer Verbände und Normalsterbliche(= Amateur-Taucher) sind ausdrücklich willkommen, denn Tim und Uli reden sicher kein Fach-Chinesisch!
Kosten für einen ganzen Tag wichtige, kompetente sowie garantiert kurzweilige Fortbildung inkl. Mittagessen mit 1a-Büffet,
non-limit Softgetränke und Kaffee/Tee, umfangreicher Skript-CD und Fortbildungsbestätigung (Pass/Logbuch-Einkleber): 84 € / 75 € / 69 €
Scuba Valdaliso bietet seinen Gästen an der Bais kostenlos einen Zugang ins Internet an. Jedes Notbook oder Telefon mit WLAN kann sich in das Scuba-net einloggen.
Nun ist es vorbei mit der internetfreien Ferienwoche!!
Die Tauchbasis „Scuba Valdaliso” liegt auf dem Gelände der Hotel- und Campinganlage Valdaliso, direkt am Bootsanleger und bietet ideale Voraussetzungen für Anfänger und Fortgeschrittenentaucher. Unser Diving Center hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einer der besten Adressen für Taucher, oder diejenigen die es werden wollen, entwickelt. Geleitet wird die Basis von Stojan Babi?. Durch unser reichhaltiges und qualitätsbetontes Angebot sind wir in der Lage jedem Kunden je nach Tauchniveau das Richtige zu bieten.
Unter anderem bieten die Tauchbasis in Rovinj:
Über 10 Wracks der Spitzenklasse
Tauchausfahrten mit eigenen, großen, modernen und schnellen Booten
Ganztägige Schnorchel- und Tauchausfahrten mit Grillen, Sonne, Meer und viel Spaß für die ganze Familie.
Schul- und Leihausrüstung in großer Auswahl von namhaften Herstellern
Nitroxfüllanlage, Nitroxequipment und Ausrüstungsservice für Nitrox
Rebreatherausbildung nach ANDI auf dem Dräger Dolphin und Ray
Die Bucht direkt vor der Basis bietet ein ideales Übungsgelände. Mit dem Boot werden einige der besten Tauchreviere Istriens erreicht und damit Steilwände, Canyons und viele Wracks, die vor Rovinj in den beiden Weltkriegen gesunken sind.
Das Wrack der Baron Gautsch ist wohl das schönste Wrack der Adria. Es liegt von der Tauchbasis ca. 45 Min. entfernt. Das Wrack ist von der kroatischen Regierung für Taucher gesperrt. „Scuba Valdaliso” zählt zu einen der wenigen Tauchbasen, die eine Genehmigung zum Betauchen dieses Kulturdenkmals besitzen.
„Scuba Valdaliso” bietet die komplette Bandbreite der Tauchausbildung – vom Schnuppertauchgang bis zum Tauchlehrerseminar, je nach Wunsch in verschiedenen Sprachen und Ausbildungsstandards. Wer als Sporttaucher an Nitrox, und Dräger – Rebreathern schnuppern möchte oder einen fundierten Kurs in Meeresbiologie braucht, ist bei uns in den besten Händen.
Scubapro hat sich etwas für die tauchenden Damen einfallen lassen: Das “Scubapro Bella” ist ein ADV-Jacket, das mit einer ganz neu entwickelten, sogenannten Wrap-Around-LuftblaseBella – ein Begriff aus Italien, der auf wunderschöne Art unser deutsches Wort Schönheit umschmeichelt. Schönheit ist abstrakt, doch mit dem neuen Schmuckstück von SCUBAPRO greifbar nah. Das Jacket Bella wurde explizit für Frauen entwickelt, Technologie und Eigenschaften lässt aber auch die Männerwelt vor Neid erstarren. Das Jacket ist nicht nur in den Farben und im Schnitt auf Frauen abgestimmt – es bietet viel mehr:
Wrap-Around Technologie
Das Scubapro Bella ist ein ADV Jacket mit einer neu entwickelten, exklusiven SCUBAPRO Wrap-Around Luftblase. Anders als bei herkömmlichen Luftblasen behält das BELLA seine 360° umschließende Form, auch wenn es voll aufgeblasen ist. Das Resultat ist ein Jacket, das die Taucherin während der ganzen Zeit umhüllt, unabhängig vom Befüllzustand. Es gewährt dadurch optimalen Komfort und totale Kontrolle in allen Tauchsituationen.
Neue Komfort Schulter-Pads
Die Schultergurte sind mit Monprene®-Kissen gepolstert und erleichtern dadurch die Tragelast des Equipments – gerade für den weiblichen Körper eine große Erleichterung. daherkommt. Es soll damit seine um 360 Grad umschließende Form beibehalten, auch wenn es voll aufgeblasen ist.
Quelle: www.tauchshop-online.de
Mikroben erhalten Energie aus eisenhaltigem Felsgestein
In Tiefen von rund 2.500 Metern hat ein Team von US-Meeresforschern der Woods Hole Oceanographic Institution http://www.whoi.edu und der University of Southern California http://www.usc.edu im äquatorialen Ostpazifik und bei Hawaii einen bislang unbekannten aber äußerst artenreichen Lebensraum entdeckt. Bei Tauchfahrten und genetischen Analysen stießen die Forscher auf ungewöhnlich hohe Bakterien-Konzentrationen im Basaltgestein. Auf dem Gestein vulkanischen Ursprungs siedeln 1.000 bis 10.000 Mal so viele Mikroorganismen wie im Meerwasser. Zudem überraschte das Biotop mit einer großen Artenvielfalt. Insgesamt 21 Bakteriengruppen konnten die Forscher identifizieren, weit mehr als in anderen pazifischen oder atlantischen Gebieten. Über ihren Fund berichtet das Team im Wissenschaftsmagazin Nature.
Das Untersuchungsgebiet der Wissenschaftler ist Teil des Mittelozeanischen Rückens, an dem basaltische Lava ausfließt und ständig neuer Meeresboden gebildet wird. Das kühle Meerwasser schreckt die austretende Lava ab und sie erstarrt zu stark eisenhaltigem Gestein, das sehr witterungsanfällig ist und im Laufe der Zeit durch Reaktion des enthaltenen Eisens mit der Meerwasser regelrecht verrostet. Bisher galten diesen unterseeischen Gebirge als unwirtlicher Lebensraum.
“Eine solche hohe Konzentration von Mikroorganismen wäre nicht ungewöhnlich, wenn das Sediment reich an organischer Substanz wäre, die die Organismen zur Herstellung von Biomasse nutzen können”, sagt Co-Autor Wolfgang Bach von der Zentrale für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen http://www.marum.de gegenüber pressetext. “Bei Laven ist aber so gut wie kein organischer Kohlenstoff vorhanden.” Mikroorganismen können in diesen Lebensräumen zur Herstellung von Biomasse nur anorganischen Kohlenstoff nutzen. Vorhergehende Untersuchungen und Inkubationsversuche hätten aber gezeigt, dass dennoch Bakterienansiedlungen in den unterseeischen Felsen möglich sind. “In unseren Versuchen hat sich sehr wohl ein Wachstum gezeigt. Es scheint, dass das Basaltgestein, das bei der Reaktion des enthaltenen Eisens mit Sauerstoff einiges an Energie freisetzt, ein gutes Substrat für Mikroorganismen ist”, erklärt Bach. Die genetischen und statistischen Untersuchungen vor Ort hätten dann auch belegt, dass die Basalt-Biotope deutlich vielfältiger sind als Bakteriengemeinschaften in anderen Ozeanregionen.
Welchen Einfluss diese unbekannte Vielfalt an Mikroorganismen in der Tiefsee auf Stoffwechselkreisläufe in den Ozeanen und das Klima hat, gelte es in der Folge genauer zu untersuchen. “Die Bakterien der Basalt-Biotope bilden eine Schnittstelle zwischen belebter und unbelebter Meeresumwelt, zwischen Biosphäre und Geosphäre”, sagt Bach. “Wie schnell Meeresboden verwittert, wird von den hochspezialisierten Mikroorganismen entscheidend mitbestimmt. Dieser Prozess sei beispielsweise eine wichtige Quelle für den Kalziumgehalt des Meeres, der wiederum darüber entscheidet, wie viel Kohlendioxid der Ozean aufnehmen kann. “Zwar müssen jetzt nicht alle Klimamodelle umgeschmissen werden, für längerfristige Klimazyklen könnte unser Fund aber schon relevant sein”, meint Bach abschließend.
Rechtzeitig zum Saisonstart bietet Scubapro mit dem White Tip Knife ein Messer im neuen Trend – klein, kompakt, jederzeit greifbar. Die 6,4 cm lange Klinge aus Edelstahl bietet zusätzlich eine Sägezangenseite. Im Lieferumfang ist eine selbstsichernde Scheide sowie ein Befestigungskit enthalten. Damit kann das White Tip Knife nicht nur direkt am Jacket befestigt werden, sondern auch am Faltenschlauch.
Schlechte Zeiten sind für die Weltmeere und ihrer Fauna angebrochen. Zu diesem Schluss kommen Experten beim der derzeit in Bonn stattfindenden Convention on Biological Diversity http://www.cbd.int. Der Ruf nach der Ausweitung von Schutzgebieten und Fangquoten hat bei der Konferenz zu schweren Disputen unter den Parteien geführt. Brasilien und Argentinien stehen den internationalen Vorschlägen negativ gegenüber, berichtet BBC-Online. Forscher fordern seit Jahren, die Meere besser zu schützen, um sie auch in Zukunft als Nahrungsquelle nutzen zu können. Besonders die Hochsee, die unter keiner staatlichen Jurisdiktion steht, sondern in der internationales Seerecht gilt, müsse vor der Ausbeutung geschützt werden. Schlüsselziel ist es, bis 2010 die Verringerung zu stoppen bzw. rückgängig zu machen. Nach Ansicht der meisten Experten sehe es allerdings in Wirklichkeit ganz anders aus. “Zunehmendes Interesse an der Thematik kann man feststellen, weil sehr viele der kommerziell genutzten Fischgründe entweder bereits so stark ausgebeutet sind oder unmittelbar vor einem Kollaps stehen”, so Jacqueline McGlade, Direktorin der European Environment Agency EEA http://www.eea.europa.eu . Die vergangenen 18 Monate hätten gezeigt, wie empfindlich die Weltmeere auf den Raubbau und die Klimaveränderung reagieren. Eine Fortführung des derzeitigen Handelns, wird dazu führen, dass die kommerzielle Fischerei 2050 endgültig vorbei sein wird.
Experten fordern daher mit Nachdruck die Einrichtung von Schutzzonen in internationalen Gewässern. Eigentlich hätten regionale Fischerei-Management-Organisationen, so genannte RFMOs, die Aufgabe den kommerziellen Fischfang in ihren Zonen zu organisieren. Bei vielen dieser Organisationen gebe es allerdings nicht das geringste Anzeichen eines “Managements”, meinen Kritiker. Die Alarmglocken schrillen auch deswegen so laut, weil sich auf der Erde nach Berechnungen der Welternährungsorganisation FAO http://www.fao.org 3,5 Mrd. Menschen von Fisch ernähren. Ein Großteil davon lebt in den ärmsten Ländern der Welt.
Sehr kritisch sieht es beispielsweise auch für die Haie der Welt aus. Nach Expertisen der Weltnaturschutzunion IUCN http://cms.iucn.org sind mehr als die Hälfte aller Haie weltweit vom Aussterben bedroht. Elf Spezies sind sogar auf der “High-Risk-List”. Haie sind deswegen stark von Überfischung betroffen, weil ihre Reproduktionsrate sehr gering ist. Ein weiterer Nachteil sei die Tatsache, dass viele der Fische erst sehr spät geschlechtsreif werden. Haie landen sehr oft als Beifang in den Netzen, werden aber auch wegen ihrer Flossen rücksichtslos gejagt. Vor allem der wirtschaftliche Aufschwung in Asien hat die Nachfrage nach den begehrten Flossen immens ansteigen lassen.
“Im Grunde genommen ist das Thema Überfischung nichts Neues, allerdings hat sich die Lage in den vergangenen Jahren immer weiter zugespitzt”, so die Meeresbiologin Antje Helms von Greenpeace http://www.greenpeace.at, im pressetext-Interview. Das erschreckende Resümee ist, dass in der vergangenen Dekade Ausmaß und Geschwindigkeit der Zerstörung rasant zugenommen haben. Die bisher geschaffenen Schutzgebiete – wie jenes rund um Hawaii – sind bei weitem nicht ausreichend, meinen die Experten. “Im Prinzip müssten 40 Prozent der Meeresflächen solche Schutzzonen werden, damit sich die Fischbestände erholen können”, meint Helms. Der Rest der Meere sollte kontrolliert nachhaltig befischt werden. “Von einer solchen Regelung würde die Fischerei am meisten profitieren, denn die Bestände der kommerziell genutzten Fische würden auch außerhalb der großflächigen Schutzzonen rasch zunehmen”, gibt sich Helms überzeugt. Das gewährleiste der “Überlauf-Effekt” (Spillover), der in bestehenden Schutzgebieten dafür sorgt, dass Fischer außerhalb der Sperrzonen bereits nach kurzer Zeit weitaus mehr Fisch fangen als noch zuvor. “Wenn solche Schutzzonen nicht eingerichtet werden, droht in zehn bis 20 Jahren der totale Kollaps.”
Umweltgruppe warnt vor wirtschaftlichen Nachteilen für die Insel
Reykjavik/London (pte/20.05.2008/16:15) – Islands kommerzieller Walfang hat diese Woche erneut begonnen. Nach heftigen Debatten zwischen Fischern und der Regierung wurde die Quote nun auf eine unbegrenzte Zahl von Finn- und 40 Minkewalen festgesetzt. Fischer hatten zuvor die Erlaubnis zum Abschuss von 100 Minkewalen gefordert. Die Entscheidung kommt nach wochenlangen Streitigkeiten auf der Insel im Nordatlantik. Umweltgruppen warnen indessen davor, dass der Walfang die Wirtschaftskrise im nordeuropäischen Land noch verschärfen werde.
Seit dem Ende des Walfang-Moratoriums ist die diesjährige Walfang-Saison die dritte in Folge. Zwar liege die Quote der in Island gefangenen Wale deutlich unter jener Norwegens und Japans, dennoch werfen Kritiker der Regierung des Landes vor, dass sie sich nach außen als natürliches, ökologisch einwandfreies und grünes Land präsentieren. “Wir raten der isländischen Regierung dringend dazu, die Entscheidung über den Walfang nochmals zu überdenken”, äußerte etwa Robbie Marsland vom International Fund for Animal Welfare IFAW http://www.ifaw.org. Die Rückkehr zum Walfang könnte dem Land und damit auch der ohnehin fragilen Wirtschaft der 103.000 Quadratkilometer großen Insel enormen Schaden zufügen. Darunter würde auch der Ruf des Landes weltweit leiden.
Islands Wirtschaft ist ohnehin ziemlich schwach auf den Beinen: Die Inflationsrate liegt bei elf Prozent jährlich, die Zinsen betragen bis zu 15 Prozent. Der Fremdenverkehr als wachsender Wirtschaftszweig setzt bei der Vermarktung des Landes auf dessen ungestörte und unberührte Natur. Whale-Watching hat sich als stark wachsender Zweig etabliert. Die nunmehrigen Bestrebungen Wale zu jagen, stehe diesem Vorhaben nun entgegen. Marsland betont, dass das Whale-Watching als Industriezweig mehr wiege, als der Walfang. Immer lauter werden auf der Insel auch Gerüchte, wonach einige der Politiker eher die Interessen der IFAW vertrete als jene der Fischer. Dies sei auch der Grund gewesen, dass man wochenlang über die Quoten verhandelt habe. Die Entscheidung oblag schließlich dem Fischerei-Ministerium, das mit dem Argument vorpreschte, der Bestand von insgesamt 174.000 Minkewalen im Nordatlantik sei durch die Jagd auf 40 kaum gefährdet.
Ein Hauptargument der isländischen Fischer war dahingehend, dass die Isländer so gerne Walfleisch verzehren. Eine von der IFAW durchgeführte Untersuchung des Gallup-Instituts ergab allerdings, dass nur 1,1 Prozent der Befragten ein- oder mehrmals pro Woche Walfleisch essen, hingegen 82,4 Prozent der 16 bis 24-jährigen Isländer dieses nicht anrühren.
Forscher klären neuen Weg zur Speicherung des Treibhausgases
Eine neue Möglichkeit, das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid in energiereiche und schadfreie Verbindungen umzuwandeln, haben Forscher der Technischen Universität München http://www.tum.de in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universitäten Regensburg http://www.uni-regensburg.de und Freiburg http://www.uni-freiburg.de gefunden. Die Meeresmikrobe Ignicoccus hospitalis baut in ihren Stoffwechselprozessen aus Kohlendioxid höhere organische Verbindungen auf, die Bausteine für Zucker und Aminosäuren sind. Wie genau der einzellige Organismus dies bewerkstelligt, haben die Forscher jetzt aufklären können.
Wenn der Mensch einen Muskel bewegt, wird der sogenannte Citrat-Zyklus in Gang gesetzt, bei dem bestimmte Enzyme Zucker oder Fettsäuren abbauen. Dabei entsteht das Acetyl-Coenzym A, das zur Herstellung energiereicher Verbindungen gebraucht wird, und Kohlendioxid. Der Ignicoccus, der zur Domäne der Archaeen – der “Urform des Lebens” – gehört, macht es genau andersherum. Auf dem Grund der Tiefsee ohne Licht und Sauerstoff nutzt der Mikroorganismus eine Art modifizierten Citrat-Zyklus, bei dem Kohlendioxid aufgenommen und in die für sein Leben nötigen Stoffe umgewandelt wird.
Auch bei dem Stoffwechselprozess der Mikrobe spielt das Acetyl-Coenzym A eine wichtige Rolle, es schleust nämlich das Kohlendioxid in den Kreislauf ein. An einer zweiten Stelle kommt ein weiteres Kohlenstoffatom aus “eingeatmetem” Kohlendioxid zu dem Molekül dazu, sodass am Ende des Reaktionsprozesses eine Acetyl-Verbindung mit vier Kohlenstoffarmen steht. Aufgespalten in zwei neue Acetyl-Coenzym-A-Einheiten, gelangt die eine Verbindung zurück in den Zyklus, während die andere als Grundbaustein für Zucker und Aminosäuren zur Verfügung steht. Mit Hilfe von Isotopenuntersuchungen und Magnetresonanz-Spektroskopie konnten die Forscher dem sogenannten Kohlenstofffixierungs-Prozess in den Mikroben nun auf die Spur kommen. “Dieser sehr zentrale Stoffwechselweg wurde bisher schlicht übersehen”, so Biochemiker Wolfgang Eisenreich von der TU München gegenüber pressetext.
Der Ignicoccus-Organismus lebt in unwirtlichen Bedingungen in der Tiefsee in heißen, vulkanischen Schloten und ist dabei Temperaturen von bis zu 90 Grad Celsius ausgesetzt. Dass er diesen widrigen Umständen trotzen und überleben kann, verdankt er seinen Enzymen und Zellmembranen, die sich an die mörderischen Umgebungsbedingungen angepasst haben. Könnte man derart widerstandsfähige Organismen für industrielle Prozesse nutzen, wäre dies ein Weg zu neuen, Energie sparenden Verfahren, hofft Eisenreich. “Mit unseren Untersuchungen haben wir die Basisinformationen erbringen können, die gebraucht werden, um auf dem Gebiet weiterforschen zu können. Nun sind Biotechnologen gefragt, mögliche industriell verwertbare Verfahren aus unseren Erkenntnissen zu entwickeln und zur Anwendungsreife zu führen”, so der Biochemiker. “Bis dahin ist es sicherlich noch ein ziemlich langer Weg, aber ein Anfang ist gemacht.
Unser Tauchlehrer Alex Geiger hat bei seinem Kurztripp nach Rovinj zu unserer Tauchbasis www.scuba-valdaliso.com einen Katzenhai gesichtet. Dieser posierte auch noch vor der Kamera, sodass Alex mehrer Fotos vom begehrten Objekt machen konnte. Weiteres unter Bilder und Berichte auf www.tauchschule-tauchkurse.de
Wikipedia zu Katzenhaien: “Die Katzenhaie (Scyliorhinidae) sind eine sehr große Familie der Grundhaie, sie besteht aus fünfzehn Gattungen mit ungefähr 89 Arten, die weltweit in den kühlen bis warmen Meeren vorkommen. Nach anderen Angaben könnten es rund 110 Arten sein. Lediglich in den Polarmeeren fehlen sie. Sie kommen ebenso in sämtlichen Wassertiefen vom Flachwasser bis zur Tiefsee vor. Ihren Namen verdanken sie großen Augen, die mit ihren länglichen Pupillen an die Augen von Katzen erinnern und eine Nickhaut besitzen (Augen werden mit dem unteren (!) Augenlid geschlossen). Allen Arten ist gemeinsam, dass sie Eier legen.
Katzenhaie besitzen zwei Rückenflossen (Finnen) sowie Afterflossen, haben einen deutlich lang gestreckten Körper, dessen erste Rückenflosse im Gegensatz zu anderen Haiarten auf der Höhe der Bauchflossen oder dahinter liegt. Eine Ausnahme ist hier der Einflossen-Katzenhai (Pentanchus profundicolus), dem die erste Rückenflosse fehlt.
Eine Reihe von Katzenhaien besitze eine auffällige Färbung. So ist der Korallen-Katzenhai (Atelomycterus marmoratus) von bräunlicher Farbe mit dunkleren Partien und weißen Flecken, während der Gesprenkelte Katzenhai (Halaelurus boesemani) deutliche Sättel auf dem Rücken besitzt. Andere haben dunkle Längsstreifen wie der Pyjamahai (Poroderma africanum) oder ein Kettenartiges, dunkles Muster auf der helleren Haut wie der Kettenkatzenhai (Scyliorhinus retifer).”
Immer wieder erreichen uns Reklamationen von Kunden, die in gutem Glauben im Ausland iQ-Ware gekauft haben und die aus allen Wolken fallen, wenn wir ihnen sagen, dass sie eine Kopie erworben haben. Besonders in Ägypten ist ein Großteil der angebotenen Ware kopiert.
Achte beim Kauf darauf! Nicht überall, wo ein iQ-Fish drauf ist, ist iQ-Qualität drin. Seit kurzem kannst Du in Ägypten Original iQ-Ware kaufen. Allerdings nur in autorisierten Läden, die wir direkt beliefern.
Der Verband Internationaler Tauchschulen (VIT e.V.) hat die Cross-Over Standards für Tauchlehrer nach dem Motto „Ausbildung statt Prüfung“ deutlich vereinfacht. In Anlehnung an die VDST Standards hat Ausbildungsleiter Georg Arends die Cross-Over Standards an die Anforderungen des Tauchmarktes angepasst. So ist bei einem Cross-Over zum TL* des 1976 in München gegründeten CMAS-Traditionsverbandes kein Leistungstest mehr erforderlich. Außerdem können die Kursdirektoren des VIT das Programm für den TL* an einem einzigen Tag abhalten. „Wir haben es bei einem Cross-Over bereits mit ausgebildeten Tauchlehrern zu tun. Diese haben bereits eine Tauchlehrerprüfung abgelegt. Damit müssen wir nicht nochmals alles prüfen. Der Vorteil für den Tauchlehrer liegt auf der Hand: deutlich weniger Zeitaufwand. Damit verbunden sind natürlich geringere Kosten für das X-Over Programm zum VIT“, so Ausbildungsleiter Arends. Das Cross-Over zum VIT kostet 350,– € reine Kursgebühren. Ein Round-Table-Gespräch, ein Kurzreferat und die Beantwortung eines Fragebogens schließen das vereinfachte Procedere ab. Damit hat der VIT einen weiteren großen Schritt Richtung Kundenfreundlichkeit unternommen.
Eine Gruppe aus linz kam zu diesem Schnuppertauchen nach Wegscheid in das Hallenbad. Nach der kurzen theoretischen Einweisung durch unseren SSI Divecon in Spe, Stefan Breitenfellner, ging´s gleich in das erfrischende Nass im Pool. Die SSi Tauchlehrer Lucky Schätzl und Alex Geiger führten zusammen mit Stefan Berger und Stefan Breitenfellner die Einheit im Pool durch. Alle waren sich einig: Tauchen ist genial einfach! Somit starten wir mit den Teilnehmern wieder einen neuen Tauchkurs an unserer Tauchschule. Pilz Harald – Böhm Markus – Steinbauer Barbara – Steinbauer Benjamin – Skrivanek Johannes – Böcksteiner Werner – Scheuwimmer Claus – Pendlmayr Katrin werden an dem Tauchkurs teilnehmen, den wir größtenteils im Freibad Freistadt durchführen. Wir freuen uns darauf!
Braunalgen stoßen bei großer Ozon- oder Lichtbelastung Iod aus
Große Seetangwälder in Küstengebieten können Einfluss auf deren Klima ausüben. Das konnte jetzt ein internationales Forscherteam um Frithjof Küpper von der Scottish Association for Marine Science http://www.sams.ac.uk nachweisen. Die Studie mit Beteiligung europäischer und US-amerikanischer Wissenschaftler zeigt, dass Kelp – eine besonders große Form des Seetang, der zu den Braunalgen gezählt wird – in Stresszustand große Mengen von Iod in die Küstenatmosphäre abgibt, wo es offenbar zur Wolkenbildung beiträgt. Zwar ist bekannt, dass Kelp einer der besten Iod-Speicher ist. Die chemischen Prozesse, die zur Bildung des für den Menschen wichtigen Spurenelementes führen, konnten aber bisher nicht aufgeklärt werden.
“Wenn Kelp bei Niedrigwasser durch extreme Sonneneinstrahlung, Austrocknung oder hohe Ozonwerte besonderem Stress ausgesetzt ist, beginnt die Pflanze sehr schnell damit erhebliche Mengen von Iodid freizusetzen, das in den Pflanzen gespeichert war”, erläutert Studienleiter Küpper. “Diese Ionen machen das für die Pflanzen giftige Ozon und andere Oxidantien unschädlich. Durch diesen Prozess entsteht dann molekulares Iod.” Die neuen Erkenntnisse würden so die biologische Erklärung dafür liefern, warum in der Atmosphäre über Seetangwäldern hohe Konzentrationen von Iodoxid und flüchtigen Halogenkohlenwasserstoffen gemessen werden können. Diese Chemikalien würden überdies als Kondensationskeime agieren, um die herum sich Wolken bilden, erklärt Küpper.
“Die Zunahme von solchen Kondensationskeimen könnte zum Entstehen ‘dickerer’ Wolken führen”, meint Mit-Autor Gordon McFiggans von der School of Earth, Atmospheric and Environmental Sciences an der University of Manchester http://www.seaes.manchester.ac.uk. Diese seien optisch heller und reflektierten mehr Sonnenlicht gen Himmel, sodass weniger Sonnenstrahlen den Grund erreichen. In solch einer speziellen Wolke sei die Zahl kleiner Wassertröpfchen größer, sodass Regen zunächst unterdrückt würde. Das könne schließlich dazu führen, dass sich großflächigere und länger bestehende Wolkenfelder über den Küstengebieten bilden und ein “launischer, typisch britischer Küstenhorizont” entsteht.
Neben der Iod-Abgabe in die Luft, haben die Wissenschaftler aber auch eine Abgabe der Iodionen in das Seewasser als Reaktion auf oxidativen Stress nachweisen können. Die Rolle von Kelp im globalen biogeochemischen Kreislauf von Iod und bei der Zersetzung von bodennahem Ozon sei deshalb nicht zu vernachlässigen, folgern die Wissenschaftler.
SSI ist in Wendelstein in ein anderes Haus umgezogen. Der Umzug wurde notwendig, da sowohl Firma Johnson Outdoors GmbH, als auch SSI so expandierten, dass es zu eng in einem Haus wurde.
Hier das Team:
Robert Stoß, Geschäftsführer
Guido Wätzig, Geschäftsführer
Ronny Kain, Training & Foreign Countries
Michael Haupts, Area Manager WEST
Fred Schneidewind, Area Manager OST
Stefan Guhr, Orders & C-Card Service
Stephan Steinerstauch, Dive Leader Service
Bettina Gronert, Dive Center Service & Export Orders
Das Team wird in den nächsten Wochen von zwei weiteren Kolleginnen verstärkt, die wir Ihnen dann in einer gesonderten Mail vorstellen werden.
Die neue Adresse ab dem 26. Mai 2008 ist:
SSI GmbH
European Service Center
Johann-Höllfritsch-Str. 43
90530 Wendelstein
Tel.: +49 (0) 9129 909938-0
Fax: +49 (0) 9129 909938-50
Bei der SSI Instructor Evaluation am 01.-2.5.08 in Novi Vinodolski stellten Sabine Baumgartner, Sabine Sulimma, Marc Gebhard u. Dirk Dragos unter Beweis, dass sie nun Taucher ausbilden können. In den Pool-, Open-Water- und Theorielehrproben konnten die Teilnehmer wichtige Punkte sammeln. Mündliche Prüfungen zu den Themen Entscheidungsfindung &, SSI-Ausbildungssystem rundeten die Instructor Evaluation in Kroatien ab. Der SSI Certifier Wolfgang Eder nahm die Prüfung ab und begrüßte die neuen Instructoren in der SSI-Familie. SSI Instructor Trainer Klaus Hierl hatte die Kandidaten bestens vorbereitet. Er wurde dabei von Brigitte Assmann unterstützt, die für ihren Kurs zum SSI Divecon Instructor assistierte.
Aggressive Frauen werben um wählerische MännerObwohl männliche Fische gern die dominierende Elternrolle übernehmen, scheint eine Fischfamilie doch aus dem Rahmen zu fallen: Die Syngnathidae, zu denen unter anderem Seepferdchen, Fetzenfische und Seenadeln zählen. In diesen Gattungen übernimmt nämlich der männliche Part die Schwangerschaft. Evolutionsbiologen der Texas A&M University http://www.tamu.edu um Adam Jones gehen derzeit den Auswirkungen der Männerschwangerschaft auf die Geschlechterrolle und die Wahl der Partner auf den Grund. Die Forscher wollen zudem herausfinden, wie die Körperstrukturen entstehen konnten, die diese einzigartige Fortpflanzungsweise ermöglichen. Jones und seine Kollegen hoffen so ein besseres Verständnis für die evolutionären Mechanismen zu erlangen, die über die Jahrtausende hinweg für die Veränderungen in den Strukturen von Organismen verantwortlich zeichnen.
“Wir nutzen die Seepferdchen und ihre Verwandten, um eines der aufregendsten Themen anzusprechen, die die evolutionsbiologische Forschung bietet: Der Ursprung komplexer Eigenschaften”, sagt Jones. “Die Bruttasche der männlichen Seepferdchen, in der die Weibchen während der Paarung ihre Eier ablegen, ist solch eine neuartige Eigenschaft und hatte einen immensen Einfluss auf die Biologie der Spezies. Denn dadurch, dass die Männchen trächtig werden können, hat sich das ganze Paarungsverhalten verändert.” Da die Bruttasche nicht nur eine einfache Hauttasche sei, die den Weibchen statt des Meeresbodens als Eiablage diene, komme der Untersuchung des Spezies hohe Bedeutung und großes Interesse zu. “Die männliche Schwangerschaft ist bei einigen Arten der Seepferdchen und Seenadeln physiologisch sehr komplex”, erklärt Jones. Nachdem die Weibchen ihre unbefruchteten Eier in die Bruttasche abgelegt haben, werden die Eier von einem Gewebe umwachsen, das sie seitens des “Vaters” mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und die Atmung regelt.
Jones Team untersucht nun unter anderem wie sich diese Bruttasche bei den Seepferdchen entwickeln konnte. “Eine große Frage in der Evolutionsbiologie ist, wie eine neuartige Struktur all die nötigen Gene und Teile erhält, die zur Funktionstüchtigkeit nötig sind”, sagt Jones. Die Forscher versuchen herauszufinden, wie die Tasche und die Gene, die für die männliche Schwangerschaft nötig sind, entstanden sind. Scheinbar haben sich nämlich unterschiedliche Typen der Bruttasche entwickelt. So gebe es zwei Hauptabstammungslinien der Seepferdchen und Seenadeln – schwanzbrütende und bauchbrütende – und bei diesen habe sich die Tasche unabhängig voneinander entwickelt.
Die Trächtigkeit des Männchens hat zudem interessante Auswirkungen auf die Geschlechterrollen, so Jones, denn in den meisten Spezies kämpfen die Männchen um die Weibchen, bei den Seenadeln jedoch seien diese Rollen vertauscht. Da hier die Männer schwanger werden und das Angebot an Brutraum begrenzt ist, konkurrieren die Weibchen untereinander um einen Partner. Normalerweise seien es auch die Männchen, die für die Balz starke sekundäre Geschlechtsmerkmale – wie Pfauenschwanz und Geweih – entwickelt haben. Bei den Syngnathidae sind aber häufig die Weibchen farbenfroh gezeichnet, erklärt Jones.
Besonders deutlich seien diese Merkmale bei den weiblichen Vertretern der Art Syngnathus scovelli – auch gulf pipefish – ausgeprägt, deren Paarungsverhalten Jones und sein Team im Labor mittels Mutterschaftsanalyse untersucht haben. Diese Seenadelart paare sich getreu dem Muster der “klassischen Polyandrie”: Jedes Männchen erhält die Eier eines einzelnen Weibchens, diese wiederum können sich aber mit mehreren Männern einlassen. Das habe eine große Konkurrenz unter den Fischfrauen eröffnet, die schließlich die Attraktivste gewinnt. Da Seepferdchen monogam veranlagt sind, sei der Konkurrenzdruck weniger hoch, weshalb die Seepferdchen keine starken sekundären Geschlechtsmerkmale aufweisen. Dennoch habe sich das Verhalten beider Arten verändert: “Die Weibchen entwickeln Kampfgeist, der eher typisches männliches Attribut ist, während die Männer selbst sehr wählerisch werden”, erklärt Jones.
Nach dem neuen Waffengesetz sind feststehende Messer mit einer Klingenlänge von mehr als 12 cm Gegenstände, die in der Öffentlichkeit nicht geführt werden dürfen. Darunter fallen natürlich auch die Tauchermesser! Wer also ein Tauchermesser beim Spazierengehen oder auf Veranstaltungen bei sich trägt, macht sich nach dem Waffenrecht strafbar . Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Gelbuße von maximal 10 000.-€ geahndet werden.
Für uns Taucher gibt es aber nach § 42a Absatz 2 eine Ausnahme von diesem Verbot. Denn zur Ausübung des Tauchsports ist das Tragen von Messern mit einer Klingenlänge von mehr als 12 cm erlaubt. Auch das Führen des Messers im Zusammenhang mit der Tauchtätigkeit ist erlaubt. Verhindert werden soll nämlich nach dem Willen des Gesetzgebers ganz besonders das bloße Beisichführen von Messern in öffentlich zugänglichen Bereichen wie Bahnhöfen, Discos, Bars oder öffentlichen Verkehrsmitteln, in denen ein taucherisches Interesse wohl nicht angenommen werden kann, konflikträchtige Situationen jedoch alltäglich sind.
Veränderungen im Sauerstoffgehalt über die vergangenen 50 Jahre ausgewertet
In einigen Regionen der Weltozeane hat der Sauerstoffgehalt innerhalb der vergangenen fünf Dekaden abgenommen. Das hat ein internationales Forscherteam um Lothar Stramma vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften http://www.ifm-geomar.de nun belegen können. Das deutsch/US-amerikanische Wissenschaftlergespann hat dabei die sogenannten Sauerstoffminimumzonen in den tropischen Ozeanen untersucht, also jene Gebiete, die nur geringe Konzentrationen von Sauerstoff aufweisen. “In den untersuchten Arealen konnten wir eine Abnahme des Sauerstoffgehalts unterhalb der durchmischten Deckschicht zwischen 300 und 700 Metern Tiefe feststellen und generell eine Ausweitung der Gebiete mit wenig Sauerstoff beobachten”, fasst Stramma im Gespräch mit pressetext zusammen.
Schon länger ist bekannt, dass die Sauerstoffverteilung in den Ozeanen nicht gleichmäßig ist. So stechen die Gebiete mit reduziertem Sauerstoffgehalt an den Rändern der tropischen Ozeane hervor. “Für Sauerstoffminimumzonen sind die Datenmengen aber bisher sehr gering, Messungen sind kaum erfolgt”, erklärt Ozeanograph Stramma. Zur Analyse der Sauerstoffveränderungen sind längere historische Zeitreihen von Messungen erforderlich, sowie aktuelle Daten. “Im IFM hatten wir Daten für den tropischen und den Nordatlantik. Kollege Volker Mohrholz vom Institut Ostseeforschung in Warnemünde konnte von einer aktuellen Fahrt im März Daten für den Südatlantik beisteuern”, so Stramma weiter. Die US-amerikanischen Forscher Gregory Johnson von der NOAA http://www.noaa.gov und Janet Sprintall vom Scripps Institution of Oceanography http://www.sio.ucsd.edu hatten Messwerte für den Pazifik und den Indischen Ozean beigesteuert.
“Die größte Sauerstoffabnahme im Tiefenbereich 300 bis 700 Meter wurde im tropischen Nordostatlantik beobachtet, während im östlichen Indischen Ozean die Sauerstoffabnahme eher gering ausfiel”, erläutert Stramma die Ergebnisse der Studien. Ursache für den Rückgang könnten durch den Klimawandel verursachte Umweltveränderungen sein, dies sei jedoch durch weitere Untersuchungen zu klären. “Mit Messungen allein können wir nicht die Ursache der Änderungen erklären. Auch natürliche Prozesse, die auf kürzeren Zeitskalen auftreten, können die beobachtete Abnahme des Sauerstoffgehalt verursacht haben.” Die Beobachtungen der Forscher seien allerdings konsistent zu Modellrechnungen, sodass eine weitere Sauerstoffabnahme zu erwarten sei.
Sollte sich der Trend fortsetzen, sei dies vor allem für die untersuchten tropischen Ozeane bedeutsam, da hier der Sauerstoffgehalt des Wassers generell gering sei und bei einer weiteren Abnahme “große marine Organismen hier nicht mehr leben können”, so Stramma. Auswirkungen auf beispielsweise die Fischerei seien derzeit aber noch nicht zu befürchten. Die Ausdehnung sauerstoffarmer Zonen dagegen könnte längerfristige Auswirkungen auf die marine Tierwelt haben, da sauerstoffarmes Wasser dann allmählich auch an die Oberfläche gelangen könnte. “Ich sage aber bewusst ‘könnte’, denn diese Effekte müssen erst weiter durch andere spezialisierte Gruppen untersucht werden. Wir haben erst einmal den Startschuss gegeben und die tatsächliche Sauerstoffabnahme untersucht”, fasst Stramma zusammen.
Bedingt durch den Kohlenstoffdioxid-Anstieg und die damit verbundene Temperaturzunahme wird auch eine allgemeine Abnahme des Sauerstoffgehalts in den Ozeanen erwartet, da in wärmerem Wasser die Löslichkeit abnimmt. Zudem hat sich das Absinken von sauerstoffreichem Wasser in den polaren Regionen verringert, was zur Folge hat, dass die tiefen Schichten des Ozeans weniger “belüftet” werden.
Meeressäuger können sich nicht schnell genug auf den Klimawandel einstellen
Der Narwal ist durch den Klimawandel offenbar noch stärker bedroht als der Eisbär, der zum Zeichen der globalen Erwärmung geworden ist. Das hat die Analyse eines Forscherteams um Ozeanographin Kristin Laidre aus Washington und den kanadischen Polarbär-Experten Ian Stirling ergeben. Wissenschaftler aus drei Ländern haben die Auswirkungen der Erwärmung auf elf arktische und subarktische Meeressäuger untersucht. Nach dem Narwal und dem Eisbären zählten die Mützenrobbe, der Grönlandwal und das Walroß zu den stärker gefährdeten Tierarten. “Wir wollten uns das gesamte Ausmaß ansehen, denn in der Vergangenheit lag die Aufmerksamkeit vor allem bei den Eisbären”, erklärt Stirling. “Wir sprechen hier ja über ein ganzes Ökosystem, über mehrere verschiedene Arten, die das Eis als Lebensraum nutzen und deshalb sehr angreifbar sind.”
Im Rahmen der Studie untersuchte das Forscherteam unterschiedliche Faktoren, um zu ermitteln, wie widerstandfähig die einzelnen Tierarten gegenüber dem zukünftigen Klimawandel sind. Bezugsgrößen waren unter anderem die Populationsgröße, die Einzigartigkeit des Lebensraums, Nahrungsvielfalt und die Fähigkeit der Tiere sich auf das abnehmende Meereis einzustellen. Dabei schnitt der Narwal am schlechtesten ab. “Der Narwal, der bis zu mehreren hundert Metern tief tauchen kann, ist ein absoluter Spezialist, der perfekt an das Leben im Packeis angepasst ist”, erklärt Studienleiterin Laidre.
Schmilzt das Eis, verändere sich nicht nur der Lebensraum des Wales dramatisch. Auch seine natürlichen Feinde wie der Schwertwal könnten leichter in sein Territorium einfallen.
“Weil der Wal sich strikt an seine Wanderungsrouten hält, ist auch das Nahrungsangebot eingeschränkt und das macht ihn sehr anfällig.” Im Sommer verbringen die Narwale einige Monate weit im Norden in eisfreien, flacheren Küstengebieten und ziehen im Herbst in tiefere, eisbedeckte Gewässer. Selbst im Winter aber bleiben sie meist nördlich des Polarkreises. “Die Wale haben sehr spezielle Migrationswege, die sie niemals verlassen”, sagt Laidre weiter. So ziehen die Narwale Jahr für Jahr zum Übersommern oder Überwintern in die gleichen Gebiete. Dieses Verhalten veranlasst die Forscher zu der Annahme, dass der Narwal sich möglicherweise nicht schnell genug an die Veränderungen in seinem Lebensraum anpassen kann. Allerdings könne man derzeit noch keine Aussagen darüber treffen, wann und ob der Narwal überhaupt aussterben werde. “Selbst wenn ein Großteil der Population einmal aussterben sollte, könnten dennoch einige geeignete Rückzugsgebiete auf unbestimmte Zeit bestehen bleiben”, fasst Laidre zusammen.
“Der Narwal ist leider ein bisher wenig erforschtes Tier”, sagt Vera Reifenstein vom WWF im Gespräch mit pressetext, “deshalb gibt es kaum aktuelle Zahlen über die Populationsgrößen. Man geht von rund 37.000 Tieren weltweit aus.” Zudem findet man den Wal nur an drei bestimmten Orten auf der Welt: um Grönland, entlang der Küste Sibiriens und in der Hudson Bay. Aufgrund der mangelnden Datenlage sei es jedoch schwierig, Aussagen bezüglich des Wachstums der Population und einer möglichen besonderen Gefährdung zu machen. “Sicherlich ist der Narwal durch die Erwärmung gefährdet, aber der Eisbär, von dem es auch nur noch 25.000 Exemplare gibt, ist es gleichermaßen. Der Lebensraum beider Tiere schmilzt ja weg. Denn an Land kommt auch der Eisbär nur schwerlich an seine Nahrung”, so Reifenstein abschließend.