Immer wieder erreichen uns Reklamationen von Kunden, die in gutem Glauben im Ausland iQ-Ware gekauft haben und die aus allen Wolken fallen, wenn wir ihnen sagen, dass sie eine Kopie erworben haben. Besonders in Ägypten ist ein Großteil der angebotenen Ware kopiert.
Achte beim Kauf darauf! Nicht überall, wo ein iQ-Fish drauf ist, ist iQ-Qualität drin. Seit kurzem kannst Du in Ägypten Original iQ-Ware kaufen. Allerdings nur in autorisierten Läden, die wir direkt beliefern.
Der Verband Internationaler Tauchschulen (VIT e.V.) hat die Cross-Over Standards für Tauchlehrer nach dem Motto „Ausbildung statt Prüfung“ deutlich vereinfacht. In Anlehnung an die VDST Standards hat Ausbildungsleiter Georg Arends die Cross-Over Standards an die Anforderungen des Tauchmarktes angepasst. So ist bei einem Cross-Over zum TL* des 1976 in München gegründeten CMAS-Traditionsverbandes kein Leistungstest mehr erforderlich. Außerdem können die Kursdirektoren des VIT das Programm für den TL* an einem einzigen Tag abhalten. „Wir haben es bei einem Cross-Over bereits mit ausgebildeten Tauchlehrern zu tun. Diese haben bereits eine Tauchlehrerprüfung abgelegt. Damit müssen wir nicht nochmals alles prüfen. Der Vorteil für den Tauchlehrer liegt auf der Hand: deutlich weniger Zeitaufwand. Damit verbunden sind natürlich geringere Kosten für das X-Over Programm zum VIT“, so Ausbildungsleiter Arends. Das Cross-Over zum VIT kostet 350,– € reine Kursgebühren. Ein Round-Table-Gespräch, ein Kurzreferat und die Beantwortung eines Fragebogens schließen das vereinfachte Procedere ab. Damit hat der VIT einen weiteren großen Schritt Richtung Kundenfreundlichkeit unternommen.
Eine Gruppe aus linz kam zu diesem Schnuppertauchen nach Wegscheid in das Hallenbad. Nach der kurzen theoretischen Einweisung durch unseren SSI Divecon in Spe, Stefan Breitenfellner, ging´s gleich in das erfrischende Nass im Pool. Die SSi Tauchlehrer Lucky Schätzl und Alex Geiger führten zusammen mit Stefan Berger und Stefan Breitenfellner die Einheit im Pool durch. Alle waren sich einig: Tauchen ist genial einfach! Somit starten wir mit den Teilnehmern wieder einen neuen Tauchkurs an unserer Tauchschule. Pilz Harald – Böhm Markus – Steinbauer Barbara – Steinbauer Benjamin – Skrivanek Johannes – Böcksteiner Werner – Scheuwimmer Claus – Pendlmayr Katrin werden an dem Tauchkurs teilnehmen, den wir größtenteils im Freibad Freistadt durchführen. Wir freuen uns darauf!
Braunalgen stoßen bei großer Ozon- oder Lichtbelastung Iod aus
Große Seetangwälder in Küstengebieten können Einfluss auf deren Klima ausüben. Das konnte jetzt ein internationales Forscherteam um Frithjof Küpper von der Scottish Association for Marine Science http://www.sams.ac.uk nachweisen. Die Studie mit Beteiligung europäischer und US-amerikanischer Wissenschaftler zeigt, dass Kelp – eine besonders große Form des Seetang, der zu den Braunalgen gezählt wird – in Stresszustand große Mengen von Iod in die Küstenatmosphäre abgibt, wo es offenbar zur Wolkenbildung beiträgt. Zwar ist bekannt, dass Kelp einer der besten Iod-Speicher ist. Die chemischen Prozesse, die zur Bildung des für den Menschen wichtigen Spurenelementes führen, konnten aber bisher nicht aufgeklärt werden.
“Wenn Kelp bei Niedrigwasser durch extreme Sonneneinstrahlung, Austrocknung oder hohe Ozonwerte besonderem Stress ausgesetzt ist, beginnt die Pflanze sehr schnell damit erhebliche Mengen von Iodid freizusetzen, das in den Pflanzen gespeichert war”, erläutert Studienleiter Küpper. “Diese Ionen machen das für die Pflanzen giftige Ozon und andere Oxidantien unschädlich. Durch diesen Prozess entsteht dann molekulares Iod.” Die neuen Erkenntnisse würden so die biologische Erklärung dafür liefern, warum in der Atmosphäre über Seetangwäldern hohe Konzentrationen von Iodoxid und flüchtigen Halogenkohlenwasserstoffen gemessen werden können. Diese Chemikalien würden überdies als Kondensationskeime agieren, um die herum sich Wolken bilden, erklärt Küpper.
“Die Zunahme von solchen Kondensationskeimen könnte zum Entstehen ‘dickerer’ Wolken führen”, meint Mit-Autor Gordon McFiggans von der School of Earth, Atmospheric and Environmental Sciences an der University of Manchester http://www.seaes.manchester.ac.uk. Diese seien optisch heller und reflektierten mehr Sonnenlicht gen Himmel, sodass weniger Sonnenstrahlen den Grund erreichen. In solch einer speziellen Wolke sei die Zahl kleiner Wassertröpfchen größer, sodass Regen zunächst unterdrückt würde. Das könne schließlich dazu führen, dass sich großflächigere und länger bestehende Wolkenfelder über den Küstengebieten bilden und ein “launischer, typisch britischer Küstenhorizont” entsteht.
Neben der Iod-Abgabe in die Luft, haben die Wissenschaftler aber auch eine Abgabe der Iodionen in das Seewasser als Reaktion auf oxidativen Stress nachweisen können. Die Rolle von Kelp im globalen biogeochemischen Kreislauf von Iod und bei der Zersetzung von bodennahem Ozon sei deshalb nicht zu vernachlässigen, folgern die Wissenschaftler.
SSI ist in Wendelstein in ein anderes Haus umgezogen. Der Umzug wurde notwendig, da sowohl Firma Johnson Outdoors GmbH, als auch SSI so expandierten, dass es zu eng in einem Haus wurde.
Hier das Team:
Robert Stoß, Geschäftsführer
Guido Wätzig, Geschäftsführer
Ronny Kain, Training & Foreign Countries
Michael Haupts, Area Manager WEST
Fred Schneidewind, Area Manager OST
Stefan Guhr, Orders & C-Card Service
Stephan Steinerstauch, Dive Leader Service
Bettina Gronert, Dive Center Service & Export Orders
Das Team wird in den nächsten Wochen von zwei weiteren Kolleginnen verstärkt, die wir Ihnen dann in einer gesonderten Mail vorstellen werden.
Die neue Adresse ab dem 26. Mai 2008 ist:
SSI GmbH
European Service Center
Johann-Höllfritsch-Str. 43
90530 Wendelstein
Tel.: +49 (0) 9129 909938-0
Fax: +49 (0) 9129 909938-50
Bei der SSI Instructor Evaluation am 01.-2.5.08 in Novi Vinodolski stellten Sabine Baumgartner, Sabine Sulimma, Marc Gebhard u. Dirk Dragos unter Beweis, dass sie nun Taucher ausbilden können. In den Pool-, Open-Water- und Theorielehrproben konnten die Teilnehmer wichtige Punkte sammeln. Mündliche Prüfungen zu den Themen Entscheidungsfindung &, SSI-Ausbildungssystem rundeten die Instructor Evaluation in Kroatien ab. Der SSI Certifier Wolfgang Eder nahm die Prüfung ab und begrüßte die neuen Instructoren in der SSI-Familie. SSI Instructor Trainer Klaus Hierl hatte die Kandidaten bestens vorbereitet. Er wurde dabei von Brigitte Assmann unterstützt, die für ihren Kurs zum SSI Divecon Instructor assistierte.
Aggressive Frauen werben um wählerische MännerObwohl männliche Fische gern die dominierende Elternrolle übernehmen, scheint eine Fischfamilie doch aus dem Rahmen zu fallen: Die Syngnathidae, zu denen unter anderem Seepferdchen, Fetzenfische und Seenadeln zählen. In diesen Gattungen übernimmt nämlich der männliche Part die Schwangerschaft. Evolutionsbiologen der Texas A&M University http://www.tamu.edu um Adam Jones gehen derzeit den Auswirkungen der Männerschwangerschaft auf die Geschlechterrolle und die Wahl der Partner auf den Grund. Die Forscher wollen zudem herausfinden, wie die Körperstrukturen entstehen konnten, die diese einzigartige Fortpflanzungsweise ermöglichen. Jones und seine Kollegen hoffen so ein besseres Verständnis für die evolutionären Mechanismen zu erlangen, die über die Jahrtausende hinweg für die Veränderungen in den Strukturen von Organismen verantwortlich zeichnen.
“Wir nutzen die Seepferdchen und ihre Verwandten, um eines der aufregendsten Themen anzusprechen, die die evolutionsbiologische Forschung bietet: Der Ursprung komplexer Eigenschaften”, sagt Jones. “Die Bruttasche der männlichen Seepferdchen, in der die Weibchen während der Paarung ihre Eier ablegen, ist solch eine neuartige Eigenschaft und hatte einen immensen Einfluss auf die Biologie der Spezies. Denn dadurch, dass die Männchen trächtig werden können, hat sich das ganze Paarungsverhalten verändert.” Da die Bruttasche nicht nur eine einfache Hauttasche sei, die den Weibchen statt des Meeresbodens als Eiablage diene, komme der Untersuchung des Spezies hohe Bedeutung und großes Interesse zu. “Die männliche Schwangerschaft ist bei einigen Arten der Seepferdchen und Seenadeln physiologisch sehr komplex”, erklärt Jones. Nachdem die Weibchen ihre unbefruchteten Eier in die Bruttasche abgelegt haben, werden die Eier von einem Gewebe umwachsen, das sie seitens des “Vaters” mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und die Atmung regelt.
Jones Team untersucht nun unter anderem wie sich diese Bruttasche bei den Seepferdchen entwickeln konnte. “Eine große Frage in der Evolutionsbiologie ist, wie eine neuartige Struktur all die nötigen Gene und Teile erhält, die zur Funktionstüchtigkeit nötig sind”, sagt Jones. Die Forscher versuchen herauszufinden, wie die Tasche und die Gene, die für die männliche Schwangerschaft nötig sind, entstanden sind. Scheinbar haben sich nämlich unterschiedliche Typen der Bruttasche entwickelt. So gebe es zwei Hauptabstammungslinien der Seepferdchen und Seenadeln – schwanzbrütende und bauchbrütende – und bei diesen habe sich die Tasche unabhängig voneinander entwickelt.
Die Trächtigkeit des Männchens hat zudem interessante Auswirkungen auf die Geschlechterrollen, so Jones, denn in den meisten Spezies kämpfen die Männchen um die Weibchen, bei den Seenadeln jedoch seien diese Rollen vertauscht. Da hier die Männer schwanger werden und das Angebot an Brutraum begrenzt ist, konkurrieren die Weibchen untereinander um einen Partner. Normalerweise seien es auch die Männchen, die für die Balz starke sekundäre Geschlechtsmerkmale – wie Pfauenschwanz und Geweih – entwickelt haben. Bei den Syngnathidae sind aber häufig die Weibchen farbenfroh gezeichnet, erklärt Jones.
Besonders deutlich seien diese Merkmale bei den weiblichen Vertretern der Art Syngnathus scovelli – auch gulf pipefish – ausgeprägt, deren Paarungsverhalten Jones und sein Team im Labor mittels Mutterschaftsanalyse untersucht haben. Diese Seenadelart paare sich getreu dem Muster der “klassischen Polyandrie”: Jedes Männchen erhält die Eier eines einzelnen Weibchens, diese wiederum können sich aber mit mehreren Männern einlassen. Das habe eine große Konkurrenz unter den Fischfrauen eröffnet, die schließlich die Attraktivste gewinnt. Da Seepferdchen monogam veranlagt sind, sei der Konkurrenzdruck weniger hoch, weshalb die Seepferdchen keine starken sekundären Geschlechtsmerkmale aufweisen. Dennoch habe sich das Verhalten beider Arten verändert: “Die Weibchen entwickeln Kampfgeist, der eher typisches männliches Attribut ist, während die Männer selbst sehr wählerisch werden”, erklärt Jones.
Nach dem neuen Waffengesetz sind feststehende Messer mit einer Klingenlänge von mehr als 12 cm Gegenstände, die in der Öffentlichkeit nicht geführt werden dürfen. Darunter fallen natürlich auch die Tauchermesser! Wer also ein Tauchermesser beim Spazierengehen oder auf Veranstaltungen bei sich trägt, macht sich nach dem Waffenrecht strafbar . Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Gelbuße von maximal 10 000.-€ geahndet werden.
Für uns Taucher gibt es aber nach § 42a Absatz 2 eine Ausnahme von diesem Verbot. Denn zur Ausübung des Tauchsports ist das Tragen von Messern mit einer Klingenlänge von mehr als 12 cm erlaubt. Auch das Führen des Messers im Zusammenhang mit der Tauchtätigkeit ist erlaubt. Verhindert werden soll nämlich nach dem Willen des Gesetzgebers ganz besonders das bloße Beisichführen von Messern in öffentlich zugänglichen Bereichen wie Bahnhöfen, Discos, Bars oder öffentlichen Verkehrsmitteln, in denen ein taucherisches Interesse wohl nicht angenommen werden kann, konflikträchtige Situationen jedoch alltäglich sind.
Veränderungen im Sauerstoffgehalt über die vergangenen 50 Jahre ausgewertet
In einigen Regionen der Weltozeane hat der Sauerstoffgehalt innerhalb der vergangenen fünf Dekaden abgenommen. Das hat ein internationales Forscherteam um Lothar Stramma vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften http://www.ifm-geomar.de nun belegen können. Das deutsch/US-amerikanische Wissenschaftlergespann hat dabei die sogenannten Sauerstoffminimumzonen in den tropischen Ozeanen untersucht, also jene Gebiete, die nur geringe Konzentrationen von Sauerstoff aufweisen. “In den untersuchten Arealen konnten wir eine Abnahme des Sauerstoffgehalts unterhalb der durchmischten Deckschicht zwischen 300 und 700 Metern Tiefe feststellen und generell eine Ausweitung der Gebiete mit wenig Sauerstoff beobachten”, fasst Stramma im Gespräch mit pressetext zusammen.
Schon länger ist bekannt, dass die Sauerstoffverteilung in den Ozeanen nicht gleichmäßig ist. So stechen die Gebiete mit reduziertem Sauerstoffgehalt an den Rändern der tropischen Ozeane hervor. “Für Sauerstoffminimumzonen sind die Datenmengen aber bisher sehr gering, Messungen sind kaum erfolgt”, erklärt Ozeanograph Stramma. Zur Analyse der Sauerstoffveränderungen sind längere historische Zeitreihen von Messungen erforderlich, sowie aktuelle Daten. “Im IFM hatten wir Daten für den tropischen und den Nordatlantik. Kollege Volker Mohrholz vom Institut Ostseeforschung in Warnemünde konnte von einer aktuellen Fahrt im März Daten für den Südatlantik beisteuern”, so Stramma weiter. Die US-amerikanischen Forscher Gregory Johnson von der NOAA http://www.noaa.gov und Janet Sprintall vom Scripps Institution of Oceanography http://www.sio.ucsd.edu hatten Messwerte für den Pazifik und den Indischen Ozean beigesteuert.
“Die größte Sauerstoffabnahme im Tiefenbereich 300 bis 700 Meter wurde im tropischen Nordostatlantik beobachtet, während im östlichen Indischen Ozean die Sauerstoffabnahme eher gering ausfiel”, erläutert Stramma die Ergebnisse der Studien. Ursache für den Rückgang könnten durch den Klimawandel verursachte Umweltveränderungen sein, dies sei jedoch durch weitere Untersuchungen zu klären. “Mit Messungen allein können wir nicht die Ursache der Änderungen erklären. Auch natürliche Prozesse, die auf kürzeren Zeitskalen auftreten, können die beobachtete Abnahme des Sauerstoffgehalt verursacht haben.” Die Beobachtungen der Forscher seien allerdings konsistent zu Modellrechnungen, sodass eine weitere Sauerstoffabnahme zu erwarten sei.
Sollte sich der Trend fortsetzen, sei dies vor allem für die untersuchten tropischen Ozeane bedeutsam, da hier der Sauerstoffgehalt des Wassers generell gering sei und bei einer weiteren Abnahme “große marine Organismen hier nicht mehr leben können”, so Stramma. Auswirkungen auf beispielsweise die Fischerei seien derzeit aber noch nicht zu befürchten. Die Ausdehnung sauerstoffarmer Zonen dagegen könnte längerfristige Auswirkungen auf die marine Tierwelt haben, da sauerstoffarmes Wasser dann allmählich auch an die Oberfläche gelangen könnte. “Ich sage aber bewusst ‘könnte’, denn diese Effekte müssen erst weiter durch andere spezialisierte Gruppen untersucht werden. Wir haben erst einmal den Startschuss gegeben und die tatsächliche Sauerstoffabnahme untersucht”, fasst Stramma zusammen.
Bedingt durch den Kohlenstoffdioxid-Anstieg und die damit verbundene Temperaturzunahme wird auch eine allgemeine Abnahme des Sauerstoffgehalts in den Ozeanen erwartet, da in wärmerem Wasser die Löslichkeit abnimmt. Zudem hat sich das Absinken von sauerstoffreichem Wasser in den polaren Regionen verringert, was zur Folge hat, dass die tiefen Schichten des Ozeans weniger “belüftet” werden.
Meeressäuger können sich nicht schnell genug auf den Klimawandel einstellen
Der Narwal ist durch den Klimawandel offenbar noch stärker bedroht als der Eisbär, der zum Zeichen der globalen Erwärmung geworden ist. Das hat die Analyse eines Forscherteams um Ozeanographin Kristin Laidre aus Washington und den kanadischen Polarbär-Experten Ian Stirling ergeben. Wissenschaftler aus drei Ländern haben die Auswirkungen der Erwärmung auf elf arktische und subarktische Meeressäuger untersucht. Nach dem Narwal und dem Eisbären zählten die Mützenrobbe, der Grönlandwal und das Walroß zu den stärker gefährdeten Tierarten. “Wir wollten uns das gesamte Ausmaß ansehen, denn in der Vergangenheit lag die Aufmerksamkeit vor allem bei den Eisbären”, erklärt Stirling. “Wir sprechen hier ja über ein ganzes Ökosystem, über mehrere verschiedene Arten, die das Eis als Lebensraum nutzen und deshalb sehr angreifbar sind.”
Im Rahmen der Studie untersuchte das Forscherteam unterschiedliche Faktoren, um zu ermitteln, wie widerstandfähig die einzelnen Tierarten gegenüber dem zukünftigen Klimawandel sind. Bezugsgrößen waren unter anderem die Populationsgröße, die Einzigartigkeit des Lebensraums, Nahrungsvielfalt und die Fähigkeit der Tiere sich auf das abnehmende Meereis einzustellen. Dabei schnitt der Narwal am schlechtesten ab. “Der Narwal, der bis zu mehreren hundert Metern tief tauchen kann, ist ein absoluter Spezialist, der perfekt an das Leben im Packeis angepasst ist”, erklärt Studienleiterin Laidre.
Schmilzt das Eis, verändere sich nicht nur der Lebensraum des Wales dramatisch. Auch seine natürlichen Feinde wie der Schwertwal könnten leichter in sein Territorium einfallen.
“Weil der Wal sich strikt an seine Wanderungsrouten hält, ist auch das Nahrungsangebot eingeschränkt und das macht ihn sehr anfällig.” Im Sommer verbringen die Narwale einige Monate weit im Norden in eisfreien, flacheren Küstengebieten und ziehen im Herbst in tiefere, eisbedeckte Gewässer. Selbst im Winter aber bleiben sie meist nördlich des Polarkreises. “Die Wale haben sehr spezielle Migrationswege, die sie niemals verlassen”, sagt Laidre weiter. So ziehen die Narwale Jahr für Jahr zum Übersommern oder Überwintern in die gleichen Gebiete. Dieses Verhalten veranlasst die Forscher zu der Annahme, dass der Narwal sich möglicherweise nicht schnell genug an die Veränderungen in seinem Lebensraum anpassen kann. Allerdings könne man derzeit noch keine Aussagen darüber treffen, wann und ob der Narwal überhaupt aussterben werde. “Selbst wenn ein Großteil der Population einmal aussterben sollte, könnten dennoch einige geeignete Rückzugsgebiete auf unbestimmte Zeit bestehen bleiben”, fasst Laidre zusammen.
“Der Narwal ist leider ein bisher wenig erforschtes Tier”, sagt Vera Reifenstein vom WWF im Gespräch mit pressetext, “deshalb gibt es kaum aktuelle Zahlen über die Populationsgrößen. Man geht von rund 37.000 Tieren weltweit aus.” Zudem findet man den Wal nur an drei bestimmten Orten auf der Welt: um Grönland, entlang der Küste Sibiriens und in der Hudson Bay. Aufgrund der mangelnden Datenlage sei es jedoch schwierig, Aussagen bezüglich des Wachstums der Population und einer möglichen besonderen Gefährdung zu machen. “Sicherlich ist der Narwal durch die Erwärmung gefährdet, aber der Eisbär, von dem es auch nur noch 25.000 Exemplare gibt, ist es gleichermaßen. Der Lebensraum beider Tiere schmilzt ja weg. Denn an Land kommt auch der Eisbär nur schwerlich an seine Nahrung”, so Reifenstein abschließend.