Guido Wätzig erhält 10% SSI
Guido Waetzig erhält von Robert Stoss und Doug McNeese eine 10% Beteiligung bei SSI® International
Scuba Schools International ( SSI ) , die Premium Ausbildungsorganisation für professionelle Tauchcenter, hat mit Guido Wätzig einen neuen Partner für SSI International gewonnen. Der 1. August 2008 steht für den Beginn einer noch stärkeren Partnerschaft bei SSI zwischen Robert Stoß, Doug McNeese und Guido Wätzig. Dieses Trio hat sich zum Ziel gesetzt, die Marke SSI in Zukunft weltweit noch stärker zu etablieren.
Guido bringt 15 Jahre Erfahrung im Tauchsport mit in diese Partnerschaft ein. Vor allem seine Erfahrung im Bereich Tauchbasen passt perfekt zu Dougs 35 Jahren Erfahrung im Einzelhandel und Roberts 28 Jahren Erfahrung bei den großen Ausrüstungsherstellern. Mit diesem Team und diesem Erfahrungsschatz steht einem schnellen Wachstum von SSI in den Dive Centern und in den Dive Resorts dieser Welt nichts mehr im Weg.
Guido Wätzig war und ist seit 2003 Manager des SSI European Service Centers. Von 1994 bis 1999 leitete er die Tauchbasis in einem “Leading Hotels of the World” in Kenia. Anschließend von 1999 – 2003 sammelte er in Europa einige Erfahrungen als Sales und Marketing Manager bei Scubapro, UWATEC, Oceanic und Seemann. Zusätzlich absolvierte Guido ein Studium zum Diplom Betriebswirt und ist nach wie vor ein begeisterter Taucher, Fotograf und Instructor Certifier.
„Tauchen hat mich schon seit meiner Jugend fasziniert. So war für mich schon immer klar, dass Tauchen das ist was ich in meinem Leben machen will. Nachdem ich einige Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Industrie gesammelt habe, freue ich mich nun über die Chance, SSI International gemeinsam mit Robert und Doug zu führen“, sagt Guido Wätzig, Geschäftsführer, SSI European Service Center.
„Wir freuen uns Guido als Partner zu haben. Innerhalb von 5 Jahren hat er es mit seinem Team geschafft SSI Worldwide in 14 neuen Ländern zu etablieren. Seine Fähigkeit wichtige Dinge zu erkennen und entsprechend zu handeln, zeichnet ihn aus. Zugleich verfügt Guido über viel Enthusiasmus und er teilt unsere Vision für den weltweiten Erfolg von SSI. Dies war also eine leichte Entscheidung für uns Guido zum Partner zu machen“, sagte Doug McNeese, Geschäftsführer, SSI USA.
Robert Stoss, Geschäftsführer und CEO bei SSI und Concept Systems International, fügte hinzu: „Auch ohne Guidos finanzielles Engagement war er schon immer ein Partner für uns. Diese neue Verbindung ist eine natürliche Folge unserer langen Freundschaft und unserer gemeinsamen Vision für die Zukunft des Tauchsports.”
SSI® and Scuba Schools International® sind eingetragene Warenzeichen der Concept Systems International GmbH. SSI ist eine der weltweit führenden Ausbildungsorganisationen für Taucher und die größte Mitgliederorganisation exklusiv für professionelle Tauchcenter.
Twitter It!Fische legen überzählige Gene einfach still
Gesunder Weißfisch lebt mit drei Chromosomensätzen sehr gut
Eine sehr interessante Entdeckung hat ein portugiesisch-deutsches Forscherteam gemacht: Die Wissenschaftler haben herausgefunden, warum der kleine Karpfenfisch Squalius alburnoides über drei Chromosomensätze verfügt und dennoch gesund und fortpflanzungsfähig ist. Beim Menschen führt nämlich nur eine kleine Veränderung der Chromosomensätze zu schweren gesundheitlichen Problemen. Kommt zum Beispiel das Chromosom Nummer 21 drei- statt zweimal vor, führt das zum Down-Syndrom. Offensichtlich gelingt es den Fischen die überzähligen Chromosomen so still zu legen, dass sich keinerlei körperliche Beeinträchtungen daraus ergeben. “Die drei Chromosomensätze sind beim Weißfisch, der aus der Kreuzung zweier verschiedener Arten entsteht, aber auch ein genetischer Unfall”, so Studienautor Manfred Schartl vom Biozentrum der Universität Würzburg http://www.biozentrum2.uni-wuerzburg.de, gegenüber pressetext. Bekannt sind in der Biologie, vor allem bei Fröschen, sogar gesamte Chromosomensätze in fünffacher Ausfertigung. Die Tiere kommen damit aber sehr gut zurecht. “Zusätzliche Kopien anderer Chromosomen oder sogar nur von Chromosomenstücken sind beim Menschen und bei anderen Säugetieren überhaupt nicht mit dem Leben vereinbar, denn die Embryonen sterben bereits im Mutterleib”, erklärt der Experte.
Warum das bei Fischen so ist, hat das Team um Schartl und das Forscherteam um Irena Pala und Maria Coelho von der Universität Lissabon bei zehn Zentimeter großen Squalius, der in Spanien und Portugal vorkommt, entdeckt. “Dadurch, dass der Fisch von jedem Chromosom drei statt nur zwei Exemplare hat, ist auch jedes Gen einmal zu viel vorhanden”, schlussfolgert Schartl. Folglich wäre zu erwarten, dass alle Moleküle, die nach dem Bauplan der Gene produziert werden, in einer zu hohen Konzentration vorliegen. “Doch genau das ist nicht der Fall”, so der Wissenschaftler. “Unsere Daten zeigen erstmals, dass es in den Fischen einen Mechanismus geben muss, über den jeweils eine der drei Kopien eines Gens stillgelegt wird.” Offensichtlich sei diese Möglichkeit der Fehlerkorrektur bei Säugetieren und beim Menschen im Lauf der Evolution verloren gegangen zu sein. “Ansonsten könnte sich ein zusätzlich vorhandenes Chromosom nicht so gravierend auswirken wie beispielsweise beim Down-Syndrom”, meint Schartl.
“Es interessiert uns nun natürlich mit welchen molekularen Mechanismen die Fische ihre überzähligen Gene zum Schweigen bringen können”, erklärt der Forscher. Die Erkenntnisse der Wissenschaftler kann auch für die Humanmedizin von großer Bedeutung sein. “Wenn wir wissen, wie man einen Chromosomensatz stilllegen kann, kann man in solche Fehlsteuerungen eingreifen.” Das könne nicht nur dazu führen, Effekte abzumildern, sondern auch andere genetische Defekte besser zu verstehen. “Auch bei Tumorerkrankungen kann dieses Wissen dann zum Einsatz kommen”, zeigt sich der Würzburger Forscher überzeugt.
Quelle: pressetext.deutschland
Twitter It!Neuartiger Angelhaken soll Schildkröten retten
Bis zu 95 Prozent weniger Beifang prognostiziert
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Ein neuer Rundhaken soll den qualvollen Tod von Meeresschildkröten in der Fischerei verhindern. Nach vierjähriger Testphase mit über 1.300 Fischern im Pazifik hat der WWF http://wwf.de jetzt seinen sogenannten Circle-Hook vorgestellt. Während des Tests wurden die klassischen, J-förmigen Haken durch die Rundhaken ersetzt. “Wir waren von vornherein von diesen neuen Haken überzeugt, aber die Ergebnisse haben uns dann doch verblüfft. Die Fischer konnten in 95 Prozent der Fälle versehentlich gefangene Schildkröten wieder befreien”, erklärt WWF-Fischereiexpertin Karoline Schacht. Bei der traditionellen Fischerei von Tunfisch und Mahi Mahi im Ostpazifik werden Langleinen mit tausenden dieser J-Haken verwendet. Immer wieder vergreifen sich Schildkröten an den Fischködern und verenden dann meist elend, weil sie mit dem Haken im Gedärm nicht mehr zum Luftholen an die Oberfläche schwimmen können. Während die J-Haken wie der Buchstabe “j” aussehen, sind die neuen runder, und die scharfe Spitze ist nach Innen gebogen. Die Haken sind so breit, dass Schildkröten sie kaum schlucken können. Der WWF geht davon aus, dass jedes Jahr schätzungsweise 250.000 vom Aussterben bedrohten Tiere an herkömmlichen Haken oder in Fischernetzen verenden. Mit dem neuen Rundhaken könne dieser so genannte Beifang um bis zu 90 Prozent gesenkt werden. “Der Beifang ist die größte Bedrohung für das Überleben der Unechten Karettschildkröte und der Lederrücken-Schildkröte”, erklären die Tierschützer. Die Zahl der Lederrückenschildkröten-Weibchen sei seit 1980 um 95 Prozent gesunken. “Im Pazifik gibt es vielleicht noch 2.500 Stück”, so der WWF.
“Die Rundhaken müssen weltweit zur Pflicht werden”, fordert Schacht. Denn in der industriellen Fischerei würden an bis zu 100 Kilometer langen Leinen noch immer zehntausende herkömmliche Haken eingesetzt. “Da werden die Fischtrawler zu schwimmenden Folterkammern”, meint die Fischexpertin. In den USA ist der neue Rundhaken in der kommerziellen Langleinen-Fischerei bereits Pflicht. Der WWF fordert auch die europäischen Länder auf, entschiedener gegen den Beifang vorzugehen, denn auch hier ist der ungewollte Fang von Fischen und anderen Meereslebewesen ein großes Problem. Die EU-Kommission will in diesem Herbst einen Gesetzentwurf vorlegen, der die Fischer verpflichten wird, Beifänge erheblich zu reduzieren. Schätzungen zufolge werden jedes Jahr weltweit 30 Mio. Tonnen Fisch und Meerestiere unabsichtlich gefangen und anschließend weggeworfen. “Diese skandalöse Verschwendung muss aufhören”, so WWF-Expertin Schacht.
Neben dem Nutzen für die Ökologie sollen die Rundhaken auch einen positiven wirtschaftlichen Eindruck hinterlassen haben. So berichtet ein Fischer, dass die Circle-Hooks ihm deutlich höhere Fangquoten beschert hätten. Denn während schwere Fische die J-Haken oft verbiegen und sich dann losreißen, halten die runden Haken das Gewicht. Zudem bleiben sie oft im Mund der Fische hängen. Der Fisch stirbt nicht sofort und bleibt so länger frisch.
Quelle: pressetext.austria
Twitter It!Artenvielfalt in der Nordsee auf hohem Niveau
Südwinde spülen Fische in Deutsche Bucht
Die Nordsee ist keineswegs eine Wasserwüste, wie in den vergangenen Jahren mehrfach angenommen wurde. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Johann Heinrich von Thünen-Instituts in Hamburg http://www.vti.bund.de. Seit über 30 Jahren untersuchen sie die langfristigen Veränderungen in der Zusammensetzung der Fischfauna, der im Boden lebenden wirbellosen Tiere wie Schnecken, Muscheln oder Krebse und der Meeresvögel im Nordseeraum. Nach der jetzigen Auswertung der Daten konnten sie überraschende Ergebnisse präsentieren. “Wir konnten eine Vielzahl von Tierarten nachweisen, die in der Nordsee leben, mehr als langläufig angenommen wird”, erläutert Siegfried Ehrich, Leiter der Langzeitstudie, gegenüber pressetext.
Das bedeutet aber nicht, dass in den vergangenen Jahrzehnten viele neue Arten in die Nordsee gewandert seien und sich dort angesiedelt hätten. “Vielmehr haben sich seltene Arten stark vermehrt und wir haben nun mehr von ihnen gefangen als noch vor einigen Jahren”, erläutert Ehrich. Für die sprunghafte Vermehrung dieser Arten macht er vor allem veränderte Umweltbedingungen verantwortlich. “Wir beobachten eine Zunahme von Südwestwinden in der Nordsee. Dadurch haben wir auch veränderte Meeresströmungen”, so der Meeresforscher weiter. Durch diese veränderten Strömungen würden speziell aus südlichen Gefilden viele Tiere von an sich in der Nordsee seltenen Arten in die Deutsche Bucht gespült werden, die sich dort vermehren. Neben einem Anstieg der Lebewesen aus dem Süden konnten die Wissenschaftler aber auch ein vermehrtes Auftreten von Tieren aus eher kälteren, nördlichen Gebieten feststellen. “Das ist uns derzeit noch ein Rätsel, wie es dazu kommt”, gibt Ehrich zu.
Nach Angaben des Forschungsleiters leben derzeit insgesamt 200 Fischarten im gesamten Nordseeraum. Bei ihren Forschungen konnten sie binnen einer halben Stunde 95 Fischarten fangen. Vor 30 Jahren seien es im Schnitt nur gut 80 gewesen. Dieser positive Eindruck könne aber nicht darüber hinweg täuschen, dass ein Teil der kommerziell genutzten Fischbestände wie Kabeljau und Hering seit Jahren überwiegend schwache Nachwuchsjahrgänge hervorgebracht habe und zurzeit nicht nachhaltig bewirtschaftet werden könne. “Hier wäre es beispielsweise sinnvoll, die eingesetzten Netze zu verändern, so dass Kabeljau nicht als zufälliger Beifang abgefischt wird”, sagt Ehrich. Positiv zu vermelden sei aber, dass es gesunde Bestände an Seelachs und Schellfisch in der Nordsee gibt, die momentan sehr gute Fischereierträge liefern.
Quelle: pressetext.deutschland
Twitter It!Altlasten aus 2. Weltkrieg bedrohen Meeresfauna
Mikronesien: Versunkene Wracks als tickende Zeitbomben

Die Auswirkungen des 2. Weltkriegs sind in der Lagune der mikronesischen Insel Chuuk http://www.chuukhistoric.org seit einigen Wochen deutlich spürbar. Aus dem vor mehr als 60 Jahren versenkten Tankschiff Hoyo Maru fließt ständig Öl. Vor knapp zwei Monaten war der dadurch entstandene Ölfilm bereits fünf Kilometer lang. Doch das ist für die Einwohner des kleinen Inselchens nicht das einzige Problem, denn insgesamt liegen um das Eiland 52 Wracks – und niemand weiß wie viel Öl sich in diesen befindet, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe.
In den Gewässern um Mikronesien und den Salomonen tobte der Pazifische Krieg zwischen Japanern und US-Amerikanern extrem heftig. Die Folge sind hunderte Flugzeuge, Panzer und Schiffswracks, die in den flachen Lagunen versenkt wurden oder nach Treffern gesunken sind. Insgesamt schätzen die Experten die Zahl der versenkten Tankschiffe allein auf 380. Nicht bekannt ist, wie viel Treibstoff sich noch an Bord der Schiffe und Flugzeuge befindet. “In den vergangenen 60 Jahren hat sich das ehemalige Schlachtfeld des Krieges in eine wunderbare Unterwasserwelt verwandelt, denn Weichtiere, Korallen und Fische haben sich in den Wracks angesiedelt”, so der Reisebuchautor David Stanley http://www.southpacific.org im pressetext-Interview. “Die gesamte Pazifikregion gehört aufgrund der Artenvielfalt zu den schönsten Tauchrevieren der Welt.” Wie verlustreich die Schlachten zwischen den Feinden waren, wird klar, wenn man den Namen der Seestraße vor der Salomonen-Insel Guadalcanal liest. Diese wurde wegen der vielen Wracks “Iron Bottom” genannt.
Bill Jeffery, Meeres-Archäologe von der australischen James Cook University http://www.jcu.edu.au gehört zum Wissenschaftsteam, das die japanischen Wracks in der Lagune von Chuuk seit 2001 ständig beobachtet. “Ursprünglich dachte man, dass die Ölspuren aus Kerosinfässern stammen, die die japanischen Schiffe an Bord hatten”, meint der Forscher. “Doch das Kerosin ist aller Wahrscheinlichkeit nach längst in die Lagune geflossen.” Was die Forscher allerdings schaudern lässt, ist die gewaltige Menge an Öl, die die 52 versunkenen Tanker als Nutzlast aufnehmen konnten: Insgesamt 32 Mio. Liter Öl – das entspricht etwa drei Viertel der Ölmenge, die von der Exxon Valdez in Süd-Alaska ins Meer gelaufen ist und dort eine Umweltkatastrophe verursacht hatte.
“Was wirklich problematisch ist, ist die Tatsache, dass die Hoyo Maru dort leckt, wo das Öl gelagert wurde”, meint Jeffery. “Allein die Frachtkapazität der Hoyo Maru beträgt 15 Mio. Liter Öl.” Aus den historischen Aufzeichnungen gehe allerdings nicht hervor, wie viel das Schiff noch gelagert hatte als es sank. Das gleiche gelte auch für die restlichen 380 Tankerwracks. “Ewig werden auch die dicken Stahlmäntel die gefährliche Fracht nicht schützen können”, wissen die Experten. Die Korrosion durch das Salzwasser werde die Fracht in etwa 15 bis 20 Jahren freigeben. Neu ist das Problem der Kriegsrelikte im Pazifik nicht. 2003 hatte die US-Regierung zehn Mio. Liter Treibstoffe aus dem Kriegswrack der USS Mississinewa vor der Insel Yap gepumpt, die nach einem Zyklon im Juni 2002 leck gelaufen war (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=021105004 ). Die Frage nach der Bezahlung solcher Aktionen sei berechtigt, denn die Regierung von Chuuk ist außer Stande dafür aufzukommen. “Eine Vielzahl der Wracks liegt in Regionen, in denen die lokalen Regierungen keine Ressourcen haben, mit einer solchen Ölkatastrophe umzugehen”, so Jeffery. Die Forscher wollen nun mit Hilfe der Umweltorganisation Earthwatch http://www.earthwatch.org an die japanische Regierung herantreten. (Ende)
Twitter It!Meeresforscher aus dem Land Bremen entdecken neue Riesenmuschel
Wissenschaftler des Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT), der Universität Bremen und des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft haben zusammen mit philippinischen und jordanischen Kollegen eine bisher unbekannte Riesenmuschel entdeckt. Tridacna costata lebt in Korallenriffen des Roten Meeres und wird bis zu 40 Zentimeter lang. Sie kommt auch fossil vor und hatte früher einen Anteil von 80% an den Riesenmuschelarten im untersuchten Gebiet. Heute gehören nur noch weniger als ein Prozent der gefundenen Muscheln dieser Art an. Ihren Rückgang vor etwa 125.000 Jahren betrachten die Forscher als ersten Nachweis von Überfischung in der Geschichte der Menschheit. Nach den Rote-Liste-Kriterien der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) ist die neue Art – kaum entdeckt vom Aussterben bedroht.
Verwirrung um die Identität einer Riesenmuschel
“Wir haben Riesenmuscheln für Kultivierungsexperimente gesammelt, als uns Besonderheiten an den Tieren auffielen”, berichtet Prof. Dr. Claudio Richter, damals am ZMT beschäftigt und heute Mitarbeiter des Alfred-Wegener-Instituts mit Professur an der Universität Bremen. Im Rahmen eines deutsch-jordanischen Kooperationsprojektes hat sein Team nach Möglichkeiten gesucht, die Riesenmuschel Tridacna maxima zu züchten. Die Muschel ist bei Aquarianern sehr beliebt und eine erfolgreiche Zucht könnte nicht nur die steigende Nachfrage auf diesem Sektor bedienen, sondern auch die dezimierten Bestände im Roten Meer aufstocken. Während ihrer Forschungsarbeiten in diesem Projekt fand Dr. Hilly Roa-Quiaoit von der Xavier Universität (Philippinen), zu dieser Zeit Doktorandin am ZMT, eine Riesenmuschel, die zwar Eigenschaften von zwei im Roten Meer bekannten Arten, aber auch sehr eigene Merkmale aufweist. “Es hat uns schon gewundert, dass bisher niemand über diese deutlich sichtbaren Besonderheiten wie den stark gezackten Schalenrand gestolpert ist”, sagt Richter.
Nachweis einer neuen Tierart
Um die Identität der Muscheln endgültig zu klären, kontaktierten sie den Molekulargenetiker Dr. Marc Kochzius von der Universität Bremen. Roa-Quiaoit und Kochzius führten eine genetische Stammbaumanalyse durch, die deutlich zeigt, dass es sich bei Tridacna costata um eine eigenständige Art handelt. Dies ist die erste Neubeschreibung einer Riesenmuschel seit mehr als 20 Jahren. Weiterführende Untersuchungen zeigten, dass Tridacna costata im Gegensatz zu den beiden Schwesterarten Tridacna maxima und Tridacna squamosa nur auf dem Dach tropischer Riffe im Roten Meer vorkommt und sich anders fortpflanzt.
Fossile Muschelfunde zeigen historische Überfischung
Suchten sie zunächst nur nach einer Möglichkeit, einen neuen Organismus für die Aquakultur nutzbar zu machen, überprüften die Forscher daraufhin auch die fossilen Funde von Muscheln aus dem Roten Meer. Sie entdeckten, dass vor etwa 125.000 Jahren bis zu 80 % der Muscheln in der Region der neu beschriebenen Art Tridacna costata angehörten. “Die Riesenmuscheln sind wahrscheinlich durch eine umfangreiche Nutzung des frühen modernen Menschen stark dezimiert worden³, erklärt Richter. “Tridacna costata lebt festsitzend in flachem Wasser und war somit eine leichte Beute für unsere sich aus Afrika Richtung Mittelmeerraum ausbreitenden Vorfahren.” Riesenmuscheln werden auch heute noch entlang ihres gesamten Verbreitungsgebietes gegessen, aber auch wegen ihrer Schalen gesammelt. Insgesamt zeigt die unerwartete Entwicklung dieses Forschungsprojektes, wie wichtig es ist, dass Wissenschaftler solch unterschiedlicher Disziplinen wie Paläoökologie und Molekularbiologie zusammenarbeiten. “Auch in einem leicht zugänglichen Untersuchungsgebiet wie den Flachwasserzonen des Roten Meeres sind nicht einmal gut sichtbare Arten vollständig identifiziert, weshalb die Grundlagenforschung weiter vorangetrieben werden sollte”, so Richter.
Die Forschungsergebnisse werden in der aktuellen Online-Ausgabe der Zeitschrift “Current Biology” Hier klicken vorgestellt.
Quelle: Presseaussendung AWI
Twitter It!Produktionsverlagerung bei Uwatec
Mit Ihrer Hilfe war die Einführung des UWATEC Galileo Sol die erfolgreichste Markteinführung in der Geschichte des Tauchcomputers! Vom Konzept und Design, über Produktion bis hin zum Marketing, der Galileo Sol steht für höchste Leistung und beste Qualität. Unser Selbstverständnis ist es, außergewöhnliche Produkte in höchster Qualität zu einem fairen Preis auf den Markt zu bringen. Um unserem stetigen Streben nach Spitzenleistung gerecht zu werden, haben wir unsere Geschäftsprozesse optimiert.
Unser Selbstverständnis ist es, außergewöhnliche Produkte in höchster Qualität zu einem fairen Preis auf den Markt zu bringen. Um unserem stetigen Streben nach Spitzenleistung gerecht zu werden, haben wir unsere Geschäftsprozesse optimiert. Hierfür wurde im Besonderen unsere gesamte UWATEC Produktion in Batam, Indonesien zusammengeführt und Halwil in der Schweiz zum UWATEC Forschungs- und Entwicklungs-Center ernannt. Produktions- wie auch Entwicklungs-Prozesse werden dadurch wirtschaftlicher, so dass unsere hohen technischen Standards ohne Preiserhöhungen beibehalten werden können.
In den vergangenen 11 Jahren gelang es uns, die Produktionsabläufe in Batam laufend zu optimieren und so die Qualität unserer Tauchcomputer zu verbessern. Die Konsolidierung der gesamten Tauchcomputer-Produktion in diesem Geschäftsbereich spiegelt unser Vertrauen in unsere eigene Kompetenz wider: gewohnt hohe Qualitätsstandards – auch bei steigender Nachfrage auf dem Markt. Zahlreiche Investitionen und Erneuerungen haben die Produktions-Anlagen in Batam in ein hochmodernes Produktions- und Distributions-Center verwandelt. Alle Prozesse sind auf die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Fachhändler abgestimmt.
Die Entwicklung von neuen, innovativen Produkten liegt wie gewohnt ganz in den Händen von UWATEC Switzerland. Halwil, der Geburtsort der UWATEC Tauchcomputer, wird weiterhin die Heimat unseres innovativen Forschungs- und Entwicklungs-Teams sein. Erst kürzlich wurde wieder die Mannschaft ausgebaut. Dieses Team entwickelte die erfolgreiche Galileo Serie und erinnert damit an das, was von UWATEC erwartet wird: Innovation, starkes Design und hervorragende Funktionen.
Achten Sie in Zukunft auf die Gütesiegel “Designed in Switzerland” und “Made in Indonesia” auf jedem UWATEC Tauchcomputer. Sie können sich dadurch sicher sein, dass Sie ein hochpräzises Instrument erhalten, das in der Schweiz entwickelt und in Indonesien nach schweizerischen Qualitätsstandards produziert wurde.
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