Färöer-Inseln: Walfangstopp wegen kontaminiertem Walfleisch

Gesundheitsexperten warnen vor Genuss der Meeressäuger 

Seit Jahren kämpfen Umweltschützer für einen Fangstopp der friedlichen Meeressäuger. Nun hat die Regierung der Färöer Inselnhttp://www.tinganes.fo im Nordatlantik dazu aufgerufen, ab sofort keine Pilotwale mehr zu jagen. Hintergrund der Geschichte: Die höchsten Beamten des Gesundheitsministeriums haben in selbst durchgeführten Untersuchungen hohe Konzentrationen von Giftstoffen gefunden, berichtet die Online-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins New Scientist.

Die Inseln, die trotz einer eigenen Regierung zu Dänemark gehören, aber nicht EU-Mitglied sind, haben seit Jahren an der seit Jahrtausenden existierenden Tradition des Walfangs festgehalten. Tausende kleine Pilotwale wurden zum Teil mit traditionellen Methoden jedes Jahr getötet und auch von den meisten Färingern verzehrt. Trotz heftiger Proteste von Umweltgruppen haben die Bewohner des Archipels, das auf halber Strecke zwischen Schottland und Island liegt, am Walfang festgehalten und ihn als Teil ihrer Tradition verteidigt. In einem Statement von den beiden Chief Medical Officers Pal Weihe und Högni Debes Joensen heißt es, dass der Verzehr von Walfleisch aufgrund der hohen Gehalte an Quecksilber, PCBs und DDT-Derivaten für den menschlichen Verzehr nicht sicher und daher nicht geeignet sei. 

“Es erfüllt uns mit großer Trauer, dass wir dieses Statement abgeben müssen”, zitiert New Scientist die Botschaft der Gesundheitsbeamten an die Insulaner. “Walfleisch hat die Bewohner unserer Inseln viele hunderte Jahre lang am Leben erhalten.” Als bittere Ironie bezeichnen die beiden Mediziner die Tatsache, dass bei Untersuchungen über die Folgen von Umweltgiften auch unter den Färingern langfristige Gesundheitsschäden festgestellt wurden. Dazu gehören etwa Störungen in der fötalen Entwicklung, Bluthochdruck und Immunsystemstörungen bei Kindern. Zudem konnte auch eine Zunahme von Parkinson-Erkrankungen sowie vermehrt Unfruchtbarkeit bei Erwachsenen festgestellt werden. Die nun erhobenen Daten haben die Studienleiter dazu veranlasst, die zu niedrig angesetzten Grenzwerte bei Quecksilber in anderen Ländern zu kritisieren. Die Umweltverschmutzung, die zu den erhöhten Schad- und Giftstoffen führen, ist nicht auf den Färöer-Inseln verursacht worden, heißt es in der Aussendung.Quelle: pressetext.austria

Algen liefern Nacktschnecken Werkzeug zur Photosynthse

Nahrung verändert zukünftige Ernährungsstrategien

Die ultimative Form der Solarenergie nutzen atlantische Nacktschnecken der Spezies Elysia chlorotica: Sie fressen Pflanzen und ernähren sich fortan photosynthetisch. Das Forscherteam um Mary Rumpho von der University of Maine http://www.umaine.eduhat nun entdeckt, dass die rund vier Zentimeter großen Schnecken in der Lage sind, Gene von der von ihnen verschlungenen Algen für eigene Zwecke – nämlich zur Photosynthese – zu nutzen, berichtet sie im Wissenschaftsmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences PNAS.“Das, was diese Spezies der so genannten Sackzüngler tatsächlich macht, ist etwas Besonderes”, meint die Evolutionsbiologin Heike Wägele von der Universität Bonnhttp://www.evolution.uni-bonn.de im pressetext-Interview. “Dieses Tier ist in der Lage, ein fremdes Organell einzulagern und es zum eigenen Bedarf zu erhalten. Wir sprechen hier von Kleptoplastie” Konkret gehe es um die sogenannten Chloroplasten, den Organellen der Zellen von Grünalgen, die in der Lage sind Photosynthese zu betreiben. “Dabei ist es völlig unklar, wie es diese Tiere schaffen, die gefressenen Algen nicht komplett zu verdauen”, erklärt die Biologin, die die Evolution dieser Nacktschnecken erforscht. “Von den insgesamt 300 Arten Sackzüglern gibt es einige basale Formen, die nicht in der Lage sind, diese Umwandlung so hinzukriegen.” Irgendwann im Laufe der Evolution habe es einen Punkt gegeben, an dem die Tiere diese biologische Meisterleistung geschafft haben. Rumpho hatte in vorhergehenden Studien entdeckt, dass ein Schnecken-Jungtier, das sich zwei Wochen lang von der Alge ernährte, bis zum Lebensende – etwa ein Jahr lang – nichts mehr fressen musste.

Rumphos Team hat nun die Choloroplasten-Gene der Alge Vaucheria litorea – einer Lieblingsmahlzeit der Schnecken – sequenziert und dabei entdeckt, dass die Schnecke ein für die Alge lebensnotwendiges Gen in sich trug. Dabei war sogar die Gensequenz mit jener der Alge ident. Das bedeutet, dass die Schnecke die Gene praktisch aus ihrer eigenen Nahrung “gestohlen” hatte. Eine Möglichkeit wäre, dass die Alge im Verdauungstrakt der Schnecke so verarbeitet wird, dass dabei die Gene der Alge in die DNA der Schnecke transportiert werden. Die Schnecke produziert schließlich jene notwendigen Proteine, die dem gestohlenen Chloroplasten das Überleben – und damit das Weiterfunktionieren – sichert. Möglicherweise spiele aber auch ein Virus eine entscheidende Rolle in diesem Transformationsprozess. Beweise dafür konnte auch Rumphos Team nicht finden. 

Etwas hat die Forscher allerdings schon stutzig gemacht: In den Geschlechtszellen der Schnecke fand man ebenso das Gen der Alge. Möglicherweise kann damit diese Fähigkeit an die Nachkommen weitergegeben werden. “Weltweit gibt es derzeit allerdings niemanden, der das weiß”, meint Wägele abschließend gegenüber pressetext.

Quelle: presseetext.austria

PADI Worldwide gibt die Übernahme von PADI Europe bekannt

PADI Divecenter Passau Sport EDER Tauchschule PADIPADI Divecenter Sport EDERPADI Mitglieder, die derzeit vom Office PADI Europe betreut werden, erhalten weiterhin den gewohnt professionellen Service

Die Verwaltungsräte von PADI Worldwide (Professional Association of Diving Instructors) und PADI Europe freuen sich bekannt zu geben, dass per 31. Januar 2009 ein Übereinkommen getroffen wurde, den Status und die Eigentumsrechte von PADI Europe an PADI Worldwide zu übergeben – vom Lizenznehmer zu einem vollständig integrierten Tochterunternehmen im Besitz von PADI Worldwide.

PADI Mitglieder, die derzeit vom Office PADI Europe betreut werden, erhalten weiterhin den gewohnt professionellen Service und die Dienstleistungen von ihren Ansprechpartnern bei PADI Europe in Hettlingen.

Die Mitglieder von PADI Europe werden in Zukunft durch die PADI Worldwide Unternehmensgruppe unterstützt, die über 110.000 Tauchprofis und mehr als 6.000 Dive Centers und Resorts in 175 Ländern weltweit betreut.

„Wir sind sehr stolz auf das Wachstum von PADI in Europa während den letzten 25 Jahren unter der Führung von Jürg Beeli und Jack W. Lavanchy und freuen uns darauf, unsere Position in Europa noch weiter auszubauen“, sagt Drew Richardson, Präsident und Chief
Operating Officer von PADI Worldwide.

PADI Europe wird zukünftig von der Möglichkeit profitieren, die Stärken der weltgrössten
Unternehmensgruppe für Tauchausbildung, Dive Centers und Resorts zu nutzen und noch mehr Unterstützung und Betreuung für die Mitglieder der Region bereit zu stellen.

„Dieser Übergang ist ein entscheidender Schritt vorwärts, um das Wachstum des Sporttauchmarktes in Europa unter der Marke PADI weiter anzukurbeln“, erklärt Brian Cronin, Chairman und Chief Executive Officer von PADI Worldwide.

Mitarbeiter und Management von PADI Europe arbeiten derzeit eng mit den Mitarbeitern von PADI Worldwide zusammen, um einen sanften und erfolgreichen Übergang für PADI Europe in 2009 sicherzustellen.

Zipfelbob – Events mit Sport EDER

Zipfelbob Minibib Zipflbob MiniBobReady – Zipfl – GO! Sport EDER läutet die Zipfelbob-Saison ein. Am nächsten Wochenende steht die erste Zipfelbobnacht an. Nachdem Zipflbobs und Zipflracer von Sport EDER neu in das Liefer-Programm aufgenommen wurden, kann es jetzt richtig los gehen. Unter dem Motto: Ready – Zipfl – Go!  - Die ultimative Snow Experience bietet Sport EDER Tauchversand eine Winterfreizeitbeschäftigung für jung und Alt..Zipfelracer Minibib Zipflracer MiniBobFür echte Fans des origanlen Zipeflbobs gibt´s heuer eine echte Rakete: der Zipflracer ist da – ein neuer, rasanter Rennschlitten für Teens und Erwachsene. Dieser kompakte Bob hat’s in sich. Er fliegt förmlich durch den Schnee und meistert Buckelpisten in zackigem Slalom, macht aber auch bei gemächlichen Hügelabfahrten eine glänzende Figur. Leicht, wendig und sexy – mit dem Zipflracer wird selbst die kürzeste Bahn zum rekordverdächtigen Eiskanal.Das schreibt Sport EDER über seine Zipfelbobnacht:Allgemeine Infos

Klirrende kalte Nächte und klarer Himmel sind uns am liebsten – soviel Sterne am Himmel gibt es sonst nie zu sehen! Wir wandern auf Schneeschuhen durch die verschneite, wildromantische Winterlandschaft. Nur der flackernde Lichtschein unserer Fackel leuchtet uns den Weg. Bergab brausen wir mit den Zipfelbobs den Hang hinunter – GauZipfelracer Minibib Zipflracer MiniBobdi ist garantiert!

Wie läuft die Zipfelbob-Nacht ab?

Wir treffen uns immer Mittwochs um 19.00 Uhr beim Skiliftparkplatz in Oberfrauenwald (650m). Von dort starten wir unsere Zipfelbob-Nacht zum Sterne zählen. Wir wandern mit Schneeschuhen bis zumAussichtsurm (948m). Die Tour, auf der wir knapp 300 Höhenmeter überwinden, dauert mit der Abfahrtungefähr 2 Stunden, je nach Lust der Gruppe. Am Ende der Abfahrt wärmen wir uns bei Glühwein und Würstchen am Lagerfeuer auf und lassen die Eindrücke noch einmal Revue passieren.

Sie brauchen nur wetterfeste Kleidung, evtl. Wechselkleidung, Rucksack und persönliche Dinge mitbringen. Falls Sie Gamaschen, Stirnlampe oder Stöcke haben, können Sie diese gerne mitbringen.

Was beinhaltet die Zipfelbob-Nacht alles?

Wir stellen Ihnen die Leihausrüstung (Schneeschuhe & Stöcke, Zipfelbob bzw. Snow-Glider, bei Bedarf auch Gamaschen, Fackeln/Stirnlampe) zur Verfügung. Begleiten wird Sie ein ortskundiger Schneeschuh-Guide. 1 Paar „Kesselwarme“, 1 Breze und Glühwein am Lagerfeuer sind ebenfalls im Preis inbegriffen.

Wie viel kostet die Zipfelbob-Nacht?

Die beschriebene Tour kostet 30,– € pro Person. Rabatt für Paare (Schneeschuhwandern ist der ideale Partnersport J): 50,– € statt 60,– €!

Sport EDER´s Speed & Snow Tour:

Zipfelracer Minibib Zipflracer MiniBob

Allgemeine Infos

Tiefschneespass in der Region Bayerischer Wald ohne Ende! Lautlos steigen wir im Tiefschnee den Berg hinauf und zwängen uns durch bizarre Felsformationen am Nordwaldkamm im Dreisesselgebiet um danach wieder mit fahrbaren Untersätzen den Berg hinunter zu brausen!

Wie läuft die Tour ab?

Wir treffen uns am Skiliftparkplatz am Dreisessel. (Anfahrtsbeschreibung Dreisessel: <click> Der Skiliftparkplatz befindet sich direkt neben der Staatsstraße am Fuße des Dreisessel!)
Von dort wandern wir vorbei an bizarren Felsformationen zum Hochstein in der Nähe des Dreisesselbergs hoch. Nach einer Rast mit Brotzeit und Glühwein oder Tee geht´s mit Snowglidern und/oder Schlitten rasant wieder den Berg hinunter. Gaudi ist garantiert! Diese Tour ist besonders für Familien geeignet!

 

Was beinhaltet die Speed & Snow Schneeschuhtour alles?

Wir stellen Ihnen die Leihausrüstung (Schneeschuhe, Snow-Glider oder Schlitten, bei Bedarf auch Gamaschen) zur Verfügung. Begleiten wird Sie ein ortskundiger Schneeschuh-Guide, der für Sie warme Getränke dabei hat. Sie brauchen nur wetterfeste Kleidung, evtl. Wechselkleidung, Rucksack und persönliche Dinge wie z.B. Brotzeit mitbringen. Falls Sie Gamaschen oder Stöcke haben, können Sie diese gerne mitbringen.

Wie viel kostet die Speed & Snow Schlitten-Tour?

Die beschriebene Tour kostet 35,– € pro Person. Rabatt für Paare (Schneeschuhwandern ist der ideale Partnersport J): 65,– € statt 70,– €! Kinder ab 10 bis 16 Jahre: 25,– €!

Bayern: Popularklage gegen Tauchverbote

Mit dem Aktenzeichen 032/08 kommt nun wieder eine gerichtliche Behandlung eines Genehmigungsvorbehalts durch die Kreisverwaltungsbehörden auf die Tagesordnung von Juristen, mit dem Ziel in Bayern das Tauchen dem Gemeingebrauch von Oberflächengewässern zuzuordnen.
Die Popularklage bringt die IG Tauchen in Bayern e.V. ein, vertreten durch deren 1. Vorstand, Rechtsanwalt Sebastian Wiesinger.
Der gewählte Ansatz scheint neu zu sein und schlüssig die Begründung. Bei zitierten 4 Passagen aus dem Wasserwirtschaftsgesetz (1) und der Bayerischen Verfassung (3) ergeben sich deutliche Nachteile für Tauchsportler, die sich im Widerspruch zur in der Verfassung garantierten Grundrechten befinden.
Die ausführlichen und realitätskonformen Klagebegründungen zeigen auf, dass bis dato keine sachlich richtige Beurteilung des Tauchsports erfolgte und einseitig einer Vielzahl anderer Gruppen, auch mit technischen Hilfsmitteln ausgestattet, die Nutzung der Gewässer ohne Einholung einer Einzelgenehmigung möglich ist.
Nach der nun in Bayern erfolgten Verjüngung der politischen Entscheidungsträger sowie mit dem Einzug eines Koalitionspartners ins Parlament dürften die Karten neu gemischt sein, die letztlich zu Korrekturen in Gesetzen führen sollten.
Dass es sich im vorliegenden Fall um keine außergewöhnliche oder gar richtungsweisende Popularklage handelt, sondern nur die längst überfällige Anpassung an die Gemeingebrauchs – Definitionen von Gewässern anderer Bundesländer im Mittelpunkt steht, in denen das Tauchen in öffentlichen Seen keiner vergleichbaren Reglementierung unterliegt, muss auch deutlich herausgestellt werden.
In Bayern gingen die Uhren jahrzehnte lang anders, eine sich dabei gebildete Schicht ultrakonservativer Hardliner hat mittlerweile den Boden unter den Füßen verloren. So könnte der IG Tauchen in Bayern e.V. und allen direkt davon betroffenen Tauchsportlern möglicherweise ein Erfolg am Horizont heraufdämmern. Aber, Geduld ist nach wie vor gefragt.

www.ig-tauchen-in-bayern.de

Auf der BOOT startet SHARKPROJECT seine bisher größte Haischutzkampagne

Die „blaue Armee“ zur Rettung der Meere formiert sich ! – Erstmals alle Taucher im Schulterschluss zur Rettung der Haie. – Spektakulärer Start der neuen SHARKPROJECT-Kampagne auf der BOOT, Düsseldorf

Haie verschwinden zusehends aus unseren Meeren. Zwischen 100 bis 200 Millionen Tiere werden weltweit getötet. Laut einer Studie der Dalhousie Universität Halifax sind in den letzten 6 Jahren rund  80 % der Hochseehaie im Nordatlantik ausgerottet worden. Es ist eine Frage der Zeit, bis die Haie endgültig ausgerottet sind und die Meere sterben.

Es reicht jetzt – meint die internationale Haischutzorganisation SHARKPROJECT und startet zur BOOT in Düsseldorf ihre bisher größte Haischutzkampagne. Der Titel: „MORITURI TE SALUTANT – die Todgeweihten grüssen“ – zeigt die traurigen Fakten. Viele Haiarten sind bereits heute schon nicht mehr zu retten und werden in den nächsten Jahren endgültig verschwinden. 

Im Mittelpunkt der Kampagne – als Symbol für alle extrem bedrohten Haiarten – steht der Dornhai. Ein eher unscheinbarer Hai, der jedoch in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Schillerlocke oder Seeaal noch in vielen Kühltheken zu finden ist. Studien sagen eine Ausrottung der Haiart in wenigen Jahren voraus. Greenpeace und WWF haben den Hai bereits auf die rote Liste ihrer Fischführer gesetzt. Aber nach wie vor ist der Handel und Verkauf noch nicht verboten. Wir haben keine Zeit mehr auf politische Lösungen zu warten“, sagt SHARKPROJECT, „wir müssen jetzt handeln. Und mit „wir“ sind alle Taucher und Tierschützer in Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeint. Warum Taucher ? Taucher erleben die Zerstörung der Meere und den Rückgang der Haie bei jedem Tauchgang. Sie sind mit ihren Berichten, Fotos und Filmen die Botschafter der Meere und sie alle sind aufgefordert, dieser Ausrottung nun ein Ende zu bereiten.

Vereint als „blaue Armee der Meere“ sind sie aufgefordert, selbst aktiv zu werden. SHARKPROJECT stellt dazu umfangreiche Mittel für Schulung, Aufklärung, Events und Kommunikation zur Verfügung. So können Tauchclubs oder Tauchshops informieren und agieren aber auch einzelne Buddyteams können wichtige Arbeit leisten.

Die Zielsetzung der Kampagne ist eindeutig: Bis Ende 2009 sollen Schillerlocke & Co. aus den Kühltheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz endgültig verschwunden sein.

Mit dabei sind alle großen Tauchsportverbände, wie z.B. PADI, VDST und SSI, die die Kampagne mit ihren Mitgliedern unterstützen wollen. Weitere Kooperationsgespräche sind zur Zeit in Vorbereitung. Ziel ist es auch hier, alle relevanten Tauchsport-Gruppierungen in Deutschland, Österreich und Schweiz unter einen „Kampagnen-Hut“ zu bringen.

Dazu gibt es politische Aktivitäten von SHARKPROJECT in allen drei Ländern, viel öffentliche Aufklärung und viele direkte Aktionen. Und dazu braucht SHARKPROJECT Unterstützung. Jeder ist aufgefordert, mit zu helfen. Anmeldungen als „Soldat der blauen Armee“ gibt es auf dem SHARKPROJECT Stand auf der BOOT, ab Mitte Januar auf der Website und natürlich bei allen unterstützenden Tauchsportorganisationen

Gefordert sind nur der Wille, die Zerstörung der Meere in letzter Sekunde noch anzuhalten und natürlich Engagement mit Zivilcourage. Nach dem SHARKPROJECT-Motto „Deutlich und direkt aber nicht militant!“ sind alle Aktionen und Mittel geplant und vorbereitet.

„Wir können es schaffen“, meint SHARKPROJECT „aber nur, wenn wir alle zusammen helfen!“.

Weitere Informationen gibt es ab dem Kampagnenstart zur BOOT 2009 in Düsseldorf – entweder auf dem SHARKPROJECT Messestand, der Website oder bei allen unterstützenden Organisationen und Verbänden.

www.sharkproject.org

Schutz der Meere kommt nur schleppend voran

Sport EDERWeniger als ein Prozent der weltweiten Ozeanfläche unter Schutz

Weltweit steht nur ein Prozent der Meeresflächen unter Schutz. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Umweltorganisation The Nature Conservancy (TNC)http://www.nature.org im Fachmagazin Conservation Letters. Regierungen haben bekannt gegeben, dass bis 2012 die Quote auf zehn Prozent ansteigen soll. Nach Meinung eines Studienautors sei das unter den derzeitigen Voraussetzungen kaum einhaltbar. Erst kürzlich hatten Forscher anhand zahlreicher Studien die Wichtigkeit von maritimen Schutzgebieten unterstrichen.“Für jene von uns, die den ganzen Arbeitsbereich auf den Schutz der Meere abgestellt haben, ist es klar ersichtlich, dass die Unterschutzstellung der Ozeane jener auf dem Land hinterherhinkt”, so Mark Spalding von TNC. Rund zwölf Prozent der Landfläche der Erde sind in irgendeiner Art als Schutzgebiete ausgewiesen. Es sei deprimierend, dass es derart langsam vorangeht. Laut Spalding gebe es jedoch Hoffnung. Erst vor vier Jahren hatten die rund 190 Unterzeichnerstaaten der UN-Biodiversitätskonvention beschlossen, mindestens zehn Prozent der Meeresgebiete zu schützen, die ökologisch wertvoll sind. Unter Schutz stellen bedeutet nicht, dass damit alle Fischereiaktivitäten verboten sind, sondern vielmehr, dass die Nutzung nachhaltig erfolgt. 

Nach Angaben der TNC-Studie variieren die Schutzgebiete in den einzelnen Staaten sehr stark. Neuseelands Küste ist beispielsweise zu 70 Prozent unter Schutz gestellt, während die meisten Mittelmeerländer weniger als zwei Prozent als solche ausgewiesen haben. Lobenswert erwähnt wird auch der westafrikanische Staat Guinea-Bissau, dessen Regierung massiv in die Errichtung eines Schutzgebietes des ökologisch wertvollen Bijagos Archipels investiert hat. Besonders positive Erwähnung finden zudem auch Palau, Mikronesien, Indonesien und einige karibische Inselstaaten. 

Wie wichtig marine Schutzzonen sind, unterstreicht auch der Meeresbiologe Ron O’Dor, Koordinator des Census of Marine Life http://www.coml.org in Washington DC und Wissenschaftler an der Dalhousie Universität im pressetext-Gespräch. “Positive Veränderungen, vor allem die Erholung der Fischpopulationen, sind bereits nach wenigen Jahren in solchen Schutzgebieten deutlich bemerkbar.” Das habe man am ersten marinen Park westlich von Hawaii sehen können. “Auch wenn man der Bush-Regierung in Sachen Umweltschutz nicht viele positive Dinge nachsagen kann, ist die Schaffung vier weiterer großer mariner Schutzzonen im Pazifik beschlossene Sache”, so der Forscher. “Wir müssen auch in der Öffentlichkeit ein verstärktes Bewusstsein dafür erzeugen, dass die Meere lebensnotwendig sind.”

Quelle: pressetext.austria

Titanic-Schwesterschiff als Touristenattraktion

Tauchshop-Online.deSpektakulärer Unterwasser-Wrackpark in Griechenland Das Wrack des großen Schwesterschiffs der Titanic, die Britannic , soll in naher Zukunft zu einem historischen Unterwasserpark umgewandelt werden. Anders als die Titanic liegt das Wrack des 269 Meter langen Schiffs vor der Küste der Kykladen-Insel Kea  in nur 122 Metern Tiefe und ist zudem relativ gut erhalten. Nun gibt es Pläne, dieses Wrack in ein Museum umzuwandeln. Bereits im kommenden Sommer sollen Touristen mit Klein-U-Booten das Schiff besuchen können. Am 21. November 1916 ist die als Kreuzfahrtschiff konzipierte Britannic, die als Lazarettschiff unterwegs war, vor der griechischen Insel nach einer Explosion an Bord gesunken. Von den insgesamt 1.036 Ärzten, Krankenschwestern und Besatzungsmitgliedern sind nur 30 gestorben. Der Rest hat das Unglück überlebt. 1975 hatte der französische Unterwasserforscher Jacques-Yves Cousteau das Wrack entdeckt. Bis dahin interessierte sich niemand für das Schiff. 1996 erwarb der britische Marine-Historiker Simon Mills das Wrack von der britischen Regierung. In Kooperation mit den griechischen Behörden soll das Schiff nun für jedermann zugänglich gemacht werden. 

Die Britannic, die 1914 als drittes Schiff der Olympic-Klasse als Luxusliner konzipiert war, nahm ihren Dienst als Linienschiff aufgrund des Ausbruchs des 1. Weltkriegs niemals auf. Stattdessen wurde sie als Lazarettschiff zwischen dem Nahen Osten und dem britischen Mutterland eingesetzt. Auf ihrer sechsten Fahrt ist das Schiff unter nicht eindeutig geklärten Umständen – entweder durch eine Mine oder von einem Torpedo getroffen – gesunken. Einige Historiker gehen sogar davon aus, dass das Schiff deswegen angegriffen wurde, weil es Waffen an Bord hatte und als Lazarettschiff getarnt war. 

Giorgos Euyenikos, Vize-Bürgermeister der kleinen Insel Kea, die bis dato in erster Linie als Wochenendziel wohlhabender Athener diente, ist von der Idee eines Archäologieparks begeistert. “Jeder Einwohner hier ist mit der Geschichte sehr vertraut, weil jede Familie von dem Schiffsunglück betroffen war.” In schrecklicher Erinnerung ist der Teil des Schiffsuntergangs, bei dem ein Rettungsboot von den rotierenden Schiffsschrauben zermalmt wurde. Für Mills bedeutet das Unterwassermuseum aber auch die Wahrung der Integrität des Wracks – um jener zu gedenken, die bei der Katastrophe ihr Leben verloren haben. Mills hofft mit der Schaffung des Museums auch noch die letzten verbliebenen Zweifel hinsichtlich der Ursache des Untergangs zu lösen.

Quelle: pressetext.austria

FIT-Divers im Mühlviertel

Tauchen Rohrbach Tauchschule FIT-Divers Mühlviertel TauchkurseDie Tauchlehrer von Sport EDER  (Tauchshop-Online.de)Stefan Breitenfellner (SSI Open Water Instructor) und Mike Grasböck (SSI Divecon) haben die FIT-Divers Mühlviertel ins Leben gerufen. Nun haben auch die Taucher von Sport EDER im Mühlviertel kompetente und persönliche Ansprechpartner. Neben regelmäßigen Tauchausfahrten im Rahmen des Sport EDER Aktivprogramms steht auch der Termin für das erste ABC-Training im Hallenbad Freistadt fest: am 27. November um 19.30 Uhr laden die beiden zum Auftakttraining im Schwimmbad ein. 

Fische wählen Leittiere im Konsens

Tauchshop EDER Tauchversand Starke und gesunde Tiere werden bevorzugt

Wenn Fische im Schwarm unterwegs sind, folgen sie einem Leittier. Dieses bestimmen sie durch eine gemeinsame Entscheidungsfindung, wie sich in einem in der Fachzeitschrift Current Biology veröffentlichten Experiment mehrerer Universitäten gezeigt hat. Je größer ihre Gruppe ist, desto mehr achten die Fische auf die Eigenschaften ihres Anführers, wobei möglichst lange, dicke und gesunde Artgenossen bevorzugt werden. 
“Fische kommen auf sehr einfachem Weg zu Führungsentscheidungen”, sagt David Sumpter von der Universität Uppsala http://www.uu.se/en. “Einige gehen einen richtigen Weg, einige einen falschen. Die Masse wägt dann ab, wie viele in welche Richtung geschwommen sind und entscheidet sich für den Weg, den die Mehrheit genommen hat.” Alle verfügbaren Informationen über den Zustand des potenziellen Leittiers seien für die Entscheidung relevant, die jedes Individuum mittrage. Die Gruppenentscheidung spiegle somit eher die Entscheidung aller wider als die eines führenden Individuums oder einer kleinen Führungsgruppe, so der schwedische Biologe. 

Dazu beobachteten die Forscher dreistachlige Stichlinge. Sie setzten ihnen zwei künstliche Fischimitationen vor, die sich von den Tieren wie auch untereinander in Eigenschaften wie Größe, Dicke, Farbe oder in den Hautflecken unterschieden. Auf Grundlage dieser Kriterien urteilen Fische über Stärke und Gesundheit ihrer Artgenossen, ein dicker Bauch deutet etwa auf Erfolg in der Nahrungssuche hin, während Flecken den Hinweis auf Parasitenbefall geben. Je mehr Fische im Versuch beteiligt waren, desto eher fällten die Tiere ihre Entscheidung für den attraktiveren Leiter und konnten dabei auch kleine Unterschiede feststellen. Nur in wenigen Fällen irrte die gesamte Gruppe und folgte dem scheinbar schwächeren Tierimitat. 

“Menschen machen die gleichen Fehler”, stellt Sumpter fest. Dies zeige sich im irrationalen Verhalten der Wertpapierhändler, die oft unfähig zu eigener Abschätzung seien und häufig zu Panikverkäufen verleitet werden, wenn andere verkaufen. “In anderen Szenarien ist solches Verhalten jedoch normal. Anderen zusehen und dasselbe tun, wenn viele scheinbar das gleich machen, ist jedoch im allgemeinen eine gute Strategie”, so der Verhaltensbiologe abschließend.Quelle: pressetext.austria

Oktopusse haben einen gemeinsamen Vorfahren

Census of Marine Life: Ur-Kraken in Tiefsee um Antarktis aufgespürt

Sehr viele der Tiefsee-Oktopusse stammen von einem einzigen Vorfahren ab, der auch heute noch in den eisigen Tiefen des südlichen Polarmeeres lebt. Die Forscher nehmen an, dass sich die Tiere vor 30 Mio. Jahren, nachdem sie von nahrhaften und salzhaltigen Strömungen verteilt wurden, entwickelt haben. Die Studienergebnisse werden anlässlich des vierten Treffens der Forscher vom Census of Marine Life (CoML) http://www.coml.org bei der Weltkonferenz über die Marine Biodiversität in Valencia präsentiert. Mehr als 2.000 Wissenschaftler aus 82 Ländern werden bis 2010 die Ergebnisse der ersten Artenzählung der Meere präsentieren. 

“Die Erforschung der Evolution der Tiefsee-Oktopusse ist Teil eines Programms namens Census of Antarctic Marine Life”, so Ron O’Dor, Co-Senior-Wissenschaftler von CoML gegenüber pressetext. Im vierten Zwischenbericht, der nun vorgestellt wird, spiele die Evolution von Spezies – vor allem jener aus der Tiefsee eine wichtige Rolle. “Uns ist es erstmals gelungen, anhand von molekularen Untersuchungen diese Entwicklung zu dokumentieren und auch zu beweisen”, erklärt der Forscher. Jan Strugnell, Biologin der British Antarctic Survey http://www.bas.ac.uk, konnte die DNA-Analysen durchführen. Demnach sind die Oktopusse in die neuen Ozeanbassins vor etwa 30 Mio. Jahren eingewandert. Damals begann sich das Wasser abzukühlen und Eisschollen zu bilden. Der Grund dafür war ein nach Norden strömender Fluss von kaltem nährstoffreichem Wasser mit hoher Salz- und Sauerstoffkonzentration. Forscher bezeichnen diesen Fluss als Thermohaline Zirkulation. Sie entsteht im Ozean, wenn der Salzgehalt und die Temperaturen in unterschiedlichen Gebieten unterschiedliche Wasserdichten hervorrufen. Wasser ist umso schwerer, je salziger oder je kälter es ist – die gleiche Wasserdichte kann also durch verschiedene Kombinationen der Wassereigenschaften zustande kommen. 

Isoliert und an diese neuen Lebensbedingungen gebunden, haben sich zahlreiche neue Arten entwickelt, wie Stagnell in ihrer Arbeit nachweisen konnte. Einige der Oktopus-Arten haben beispielsweise keine Tinte mehr, da sie diese in der Tiefsee ohnehin nicht brauchen können. Neben den Erkenntnissen über die Kopffüßer in den Gewässern um die Antarktis werden auch andere wichtige Themen beim Expertentreffen diskutiert. Dazu gehören etwa neue Technologien zur Erforschung der Meere sowie die Auswirkungen des menschlichen Handelns auf das Leben in den Ozeanen. Quelle: pressetext.austria

Große Fortschritte bei Zählung der Meeresbewohner

Erste Zwischenbilanz des Census of Marine Life in ValenciaTauchshop

Acht Jahre nach dem Start des Projekts Census of Marine Life http://www.coml.org - einem globalen Meereserforschungsprogramm – verläuft die erste Zwischenbilanz sehr positiv, berichten die Forscher. Der Zwischenbericht wird anlässlich des vierten Treffens der mehr als 2.000 beteiligten Forscher aus 82 Ländern bei der Weltkonferenz über die Marine Biodiversität in Valencia präsentiert. “Wir haben wirklich wesentliche Schritte erreicht und werden 2010 bei der Präsentation des Schlussberichts mit einigen Überraschungen aufwarten”, so der niederländische Meeresbiologe Carlo Heip vom Scientific Steering Committee des Census of Marine Life gegenüber pressetext. In den vergangenen Dekaden habe man in den Meeren gewaltige Veränderungen feststellen können. Diese sind vor allem durch den Verlust der großen Raubfische wie Tun oder Haie mitbestimmt. “Wenn große Räuber fehlen, verändert sich die gesamte Nahrungskette”, so der Wissenschaftler. “Die kommerzielle Fischerei ist in den vergangenen Jahren in immer größere Meerestiefen vorgedrungen und hat neue, bisher nicht gejagte Fischarten für sich entdeckt. Besonders untermeerische Bergrücken, die in internationalen Gewässern liegen, werden nun zunehmend befischt.” Viele der dort vorkommenden Fische weisen extrem langsame Reproduktionsraten auf, weil sie erst spät geschlechtsreif werden. Die Ausbeutung der Ozeane habe in den vergangenen Jahren immer weiter zugenommen. Flotten der EU fischen gemeinsam mit Fangflotten aus China oder Taiwan nun vor den Falkland Inseln, vor der Küste Namibias oder Mauretaniens. “Auch wenn man der Bush-Regierung in Sachen Umweltschutz nicht viele positive Dinge nachsagen kann, ist die Schaffung vier weiterer großer mariner Schutzzonen im Pazifik beschlossene Sache”, so Ron O’Dor, Koordinator des Census of Marine Life in Washington DC und Wissenschaftler an der Dalhousie Universität, im pressetext-Interview. Bereits der erste marine Park westlich von Hawaii habe gezeigt, dass sich der Fischbestand in No-Go-Zonen schnell erholen kann. “Wir müssen auch in der Öffentlichkeit ein verstärktes Bewusstsein dafür erzeugen, dass die Meere lebensnotwendig sind.” Es gebe allerdings nicht nur negative Neuheiten zu berichten, erklärt O’Dor. “Wir haben erstmals in historischen Aufzeichnungen in Dänemark auch Hinweise auf die Fischerei in den vergangenen 500 Jahren bekommen.” Es sei interessant zu beobachten, welche Spezies zu welchen Zeiten besonders intensiv befischt wurden. “Auch daraus kann man ableiten, dass die Schaffung mariner Schutzzonen zur Arterhaltung lebensnotwendig ist.” Wenn eine Art kommerziell ausgestorben ist, bedeute das noch nicht automatisch, dass es gar keine Fische mehr gibt, sondern nur, dass sich die kommerzielle Befischung nicht mehr lohnt. O’Dor betont, dass das Aussetzen der Fischerei in bestimmten Regionen für eine gewisse Zeit in der Regel zu einer raschen Erholung der Bestände führt. Patricia Miloslavich aus Venezuela und eine der Senior Scientists des Projekts beschäftigt sich mit der Verbreitung von Mollusken. “Wir beginnen erst jetzt langsam zu verstehen und uns ein Bild davon zu machen, wie sich die komplexen und weltweit miteinander verbundenen Strukturen der Artenvielfalt im Meer zueinander verhalten”, so die Expertin. Genau das unterstreiche die Bedeutung der Schutzgedanken. 

Der erste marine Zensus werde also nicht nur eine Bestandsaufnahme aller vorhandener Arten sein, sondern auch die Erkenntnis über Zusammenhänge bringen, die scheinbar wenig miteinander zu tun haben, betont Heip. Zahlreiche internationale Organisationen ebenso auch die EU – beispielsweise mit dem MarBEF-Programm http://www.marbef.org - fördern das Projekt. (Ende) 

Mond steuert Paarung von Meeresorganismen

Strandbeleuchtung verhindert Fortpflanzung von Ringelwürmern

Der Mond steuert biologische Rhythmen bestimmter Meeresorganismen, besonders auch das Paarungsverhalten. Das untersucht derzeit Kristin Tessmar-Raible an den Max F. Perutz Laboratories in Wienhttp://www.mfpl.ac.at. Die im Wasser lebenden Ringelwürmer benutzen das Mondlicht zur Abstimmung des Zeitpunktes ihrer Paarung. Bei einer ganzen Reihe weiterer Organismen sind ähnliche Effekte zu beobachten, die auf evolutionär bedingte, gemeinsame Lichtsinneszellen zurückzuführen sind. “Meerswürmer, Weichtiere, bestimmte Fischarten, Krabben und Korallen sind in ähnlicher Weise in ihrer Reproduktion vom Mondlicht gesteuert, selbiges betrifft auch die Fortpflanzung von Braunalgen”, so Tessmar-Raible im pressetext-Interview. Die Hintergründe dieses schon seit Aristoteles bekannten Phänomens sollen nun erstmals entziffert werden. Erkenntnisse auf diesem Bereich sollten bei Überlegungen zum Umweltschutz berücksichtigt werden. “Die nächtliche Beleuchtung von Küstenstädten oder von Hafenanlagen ist um vieles stärker als das Mondlichtsignal”, erklärt Tessmar-Raible. Diese Dauerbeleuchtung könnte verhindern, dass die betroffenen Tiere zum gleichen Zeitpunkt Eier und Spermien ins Wasser abgeben, was die notwendige Voraussetzung für erfolgreiche Befruchtung ist. “Bestätigt sich diese Annahme, hätte das weitreichende Folgen für das ökologische Gleichgewicht. Denn die Nahrungsketten würden sich verschieben und manche an den Küsten angesiedelte Arten könnten ganz verschwinden”, so die Forscherin. 

Mögliche Gegenmaßnahmen des Artenschutzes werden im Labor ausprobiert. Dazu bestrahlt Tessmar-Raible Ringelwürmer mit verschiedenen Lichtquellen. Wird ein Zusammenhang des Paarungsverhaltens mit bestimmten Lichtwellenlängen oder mit der Beleuchtungsdauer gefunden, sollte dies bei der Strandbeleuchtung künftig berücksichtigt werden. 

Der mit 1,2 Mio. Euro dotierte START-Preis des Wissenschaftsfonds, den Tessmar-Raible am gestrigen Montag entgegennahm, ermöglicht ihrer Forschergruppe die vertiefende Weiterführung der Arbeit. “Wir wollen verstehen, wie die mondgesteuerte Rhythmik bei den Meeresorganismen funktioniert – bisher gibt es dazu nur eine Arbeit über Korallen”, erklärt Tessmar-Raible. Die am Oszillator beteiligten Moleküle sollen untersucht werden wie auch die hormonelle Signalübertragung vom Kopf in die Geschlechtsorgane der Würmer. “Schließlich ist auch noch die Frage offen, in welchem Verhältnis die lunaren Rhythmen zur 24-Stunden-Uhr stehen, die ja den Schlafrhythmus bestimmt”, so die Molekularbiologin abschließend.

Quelle: pressetext.austria

Neue Tauchlehrer bei Sport EDER

SSI IEDie Tauchlehrerakademie EDER aus Neuhaus am Inn führte in Wegscheid, Bayerischer Wald, unlängst einen SSI Instructor Training Course durch. SSI & DAN Instructor Trainer Stefan Berger bereitete die fünf Teilnehmer intensiv auf die Instructor Evaluation vor.  Anna Deiner, Christoph Berger, Stefan Breitenfellner, Max Wimmer (allesamt vom Platinum Dive Center Sport EDER) und Ulrich Schmidt (Tauchturmn Seiersberg) waren durch ihren SSI Divecon Kurs bereits bestens auf die Anforderungen im ITC eingestellt. Somit stand auch einem erfolgreichen Verlauf des Kurses nichts mehr im Wege. Bei diesem ITC bildeten sich Alex Geiger und Dieter Wittmann (beide Platinum Dive Center Sport EDER) zu SSI Divecon Instructors weiter. In der anschließenden Instructor Evaluation, von Wolfgang EDER durchgeführt, konnten alle Teilnehmer ihr didaktisches und taucherisches Können unter Beweis stellen und ihre Tauchlehrerurkunden in Empfang nehmen. Vier Teilnehmer belegten auch verschiedene DAN Instructor Kurse. So konnten Max Wimmer, Stefan Breitenfellner, Ulrich Schmidt und Dieter Wittmann von DAN Instructor Trainer Stefan Berger sowohl die Urkunden für den DAN BLS Instructor als auch für den DAN Diving First Responder Instructor entgegennehmen.  Alex Geier belegte den Kurs zum DAN MO2-Rebreather Instructor. Der Sport EDER-Staff wird damit um vier weitere hervorragend ausgebildete Tauchlehrer erweitert und umfasst mittlerweile über 45 aktive SSI Diveleader.


Weitere Infos gibt’s bei Sport EDER, www.sport-eder.de , Neuhaus am Inn, Tel.: 08503 – 80 10, info@sport-eder.de ,

Fischvergiftung: Lichtblick bei Gegenmittel

Ciguatera betrifft jährlich 50.000 Menschen

Geschätzte 50.000 Menschen in tropischen Regionen erkranken jährlich an Fischvergiftungen, die durch Ciguatera-Toxine verursacht werden. Erst kürzlich hat ein internationales Forscherteam vorgeschlagen, eine bereits patentierte Substanz namens Brevenal gegen die neurologischen Symptome, die monatelang anhalten können, zu verwenden. Die jüngsten Forschungsergebnisse über die Behandlung der Erkrankung, die ausschließlich zwischen dem 35 Grad nördlichen und 35 Grad südlichen Breitengrad auftritt, diskutieren Wissenschaftler bei einer Konferenz auf der französischen Pazifikinsel Neukaledonien. 

Erste Berichte über eine solche Fischvergiftung kommen bereits bei der zweiten Expedition des britischen Seefahrers James Cook im Jahr 1774 vor. Die Erkrankung tritt nach dem Genuss von ansonsten ungiftigen Speisefischen auf und führt neben Erbrechen, Übelkeit, Durchfall und Bauchschmerzen zu Hautausschlägen, Taubheitsgefühl in Lippen- und Mundschleimhaut sowie zu neurologischen Symptomen wie der Umkehr des Kalt-Warm-Empfindens. Verursacht wird die Fischvergiftung durch Dinoflagellaten, die in Meeresalgen leben und die verschiedene Toxine produzieren. In Fischen, die diese Algen fressen, reichern sich diese Gifte, die auch durch Erhitzen nicht neutralisiert werden können, an. Das erklärt auch, warum Raubfische besonders hohe Konzentrationen der Toxine in sich tragen. Dieses Ciguatera-Gift wirkt beim Menschen als Nervengift und beeinflusst die Übertragung von Reizen von Nervenzelle zu Nervenzelle. Eine besondere Rolle spielen dabei die Verbindungsstellen zwischen zwei Nervenzellen bzw. zwischen Nervenzelle und Muskel, die so genannten Synapsen. 

Der Forscher Frederic Meunier vom Queensland Brain Institute & School of Biomedical Sciences hat den Versuch angestellt, Brevenal als Mittel gegen Ciguatera einzusetzen. Fast zeitgleich hat der Forscher Dan Baden von der University of North Carolina Wilmington dieselbe Idee geboren. Die beiden Wissenschaftler haben sich zusammengeschlossen und gemeinsam weitergeforscht und festgestellt, dass die Substanz eine wesentliche Eigenschaft des Toxins verhindert. Die Ciguatoxine binden nämlich an spannungsaktivierte Natriumkanäle und verursachen deren permanente Aktivierung. “Es sieht so aus als hätten wir nun einen Weg gefunden, diese Wirkung zu blockieren”, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin Plos ONE http://www.plosone.org. Eines der großen Probleme war bisher das Fehlen eines geeigneten Medikaments. Erst 2002 hatte eine randomisierte Studie ergeben, dass die einzige Arznei im Vergleich zum Placebo keine wesentliche Verbesserung aufwies. Bisher gab es nur die Möglichkeit einer Akuttherapie in Form einer Infusion mit dem Zuckeralkohol Mannit, der die Urinausscheidung und damit die vermehrte Ausscheidung des Gifts förderte. 

Das Forscherteam will nun die Substanz in einer großangelegten Studie untersuchen und daraus ein geeignetes Medikament herzustellen. Brevenal ist eine nicht toxische Substanz, mit der sich die Algen gegen ihre eigenen Toxine schützen. Die Wissenschaftler wollen nun Brevenal synthetisch herstellen, ehe es im Tierversuch untersucht werden soll. 

Quelle: pressetext.austria

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