RÜCKRUFAKTION FÜR O-RING NEMO AIR SCHNELLKUPPLUNG

Mitteilung von Mares zum Thema Rückruf Mares NemoAir:

Rapallo, 31. Juli 09
WICHTIGE SICHERHEITSMITTEILUNG!

Verehrter Kunde,
hiermit möchten wir Sie darüber informieren, dass wir am O-Ring der Nemo Air Schnellkupplung einen Qualitätsmangel entdeckt haben.
Unter bestimmten Bedingungen kann der O-Ring versagen, wodurch an der Nemo Air Schnellkupplung eine Undichtigkeit entstehen kann. Infolgedessen kommt es zu einem stetigen, wenn auch langsamen Verlust von Atemgas. Da diese Situation möglicherweise zu einem Unfall führen könnte, hat sich Mares entschlossen, das Produkt zurückzurufen. Es gibt bereits eine Lösung in Form eines O-Rings aus einem anderen Material und von anderer Härte, der nachträglich an der Schnellkupplung Ihres Nemo Air montiert werden kann.
Bitte beachten Sie, dass der Fall eines unkontrollierten Abströmens von Atemgas aus dem Hochdruckschlauch durch die Euronorm EN250 geregelt wird, die in Hochdruck-Anschlüssen eine 0,3-mm-Bohrung verlangt. Infolgedessen strömt das Atemgas nur sehr langsam ab und ein Taucher sollte immer in der Lage sein, seinen Tauchgang sicher zu beenden.
ZUR IHRER SICHERHEIT UND ZUR VERMEIDUNG MÖGLICHER SCHWERER UNFÄLLE BITTEN WIR SIE
DENNOCH:
TAUCHEN SIE NICHT MIT EINER SCHNELLKUPPLUNG, DIE VON DIESER RÜCKRUFAKTION
BETROFFEN IST, BIS DER BESTEHENDE O-RING ENTFERNT UND DURCH EINEN NEUEN ERSETZT
WURDE.
Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.mares.com

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Schiffswracks ruinieren Korallenriffe

Fallstudie auf entlegenem Atoll beweist Problemsituation

Zum ersten Mal haben Forscher beweisen können, dass Schiffwracks und andere von Menschen geschaffene Objekte das Potenzial haben, große Mengen von Bioinvasoren in Korallenriffe zu bringen. Diese Eindringlinge können bestehende heimische Arten komplett verdrängen und damit ein völlig neues Biotop mit anderen dominanten Lebewesen bilden. In der Fachsprache nennt man dies “Phase Shift”. Die Studie von Thierry Work und Greta Aeby vom Hawaii Institute of Marine Biology http://www.hawaii.edu/HIMB und James Maragos vom US Fish and Wildlife Service http://www.fws.gov wurde beim jährlichen Treffen der Wildlife Disease Associaton (WDA) präsentiert.

Untersucht haben die Forscher das isolierte Palmyra Atoll im Zentralpazifik östlich von Hawaii. 1991 strandete hier ein Schiff. In dessen näherer Umgebung fielen den Forschern nach einiger Zeit ungewöhnlich viele Seeanemonen der Spezies Rhodactis howesii auf, die bisher auf Palmyra nicht heimisch war. In einiger Entfernung vom Wrack nahm die Zahl der Anemonen dann deutlich ab. In anderen weit entfernten Teilen des Atolls waren diese gar nicht oder nur sehr spärlich vorhanden. Weitere Untersuchungen im Jahr 2001 an Bojen machten deutlich, dass sich die Zahl der Anemonen in den folgenden Jahren noch weiter ausgebreitet hatte.

“Als Phase Shift bezeichnet man einen Vorgang, bei dem eine Lebensgemeinschaft durch eine andere ersetzt wird, weil der Bestand von verschiedenen Arten sich verändert hat”, so der Meeresbiologe Michael Stachowitsch von der Universität Wien http://www.marine.univie.ac.at im pressetext-Gespräch. Es sei sehr interessant, dass eine einzelne Anemonenart ein Atoll derart verändern könne, meint Stachowitsch. Obwohl diese Veränderungen der Populationszusammensetzung langfristig negative Wirkungen haben, ist das Eliminieren von einzelnen Tierarten sehr schwierig. Das sei insbesondere dann der Fall, wenn diese Tierarten über größere Flächen verteilt leben.

Die extensive Invasion von R. howesii und der Rückgang der anderen Arten am Riff mache deutlich, dass Schiffswracks möglichst schnell von Korallenriffen entfernt werden müssen, um eine Veränderung der Artenzusammensetzung zu verhindern. “Warum dieses Phänomen auftritt, bleibt aber ein Rätsel”, so Work. Offensichtlich trage das Eisen des Schiffsrumpfs zum guten Wuchs der Anemonen bei. Andere Umweltfaktoren, die speziell auf Palmyra vorherrschen, dürften aber auch eine wesentliche Rolle spielen. Stachowitsch kann sich auch vorstellen, dass der Aufwuchs am Schiffsrumpf zur Verbreitung von Larven von Tierarten beitragen kann. “Es ist alarmierend, aber es ist nur eines von tausenden Beispielen, von der Ausbreitung gebietsfremder biologischer Arten”, meint Stachowitsch.

Weitere Informationen über das Palmyra-Atoll: http://www.nature.org/wherewework/asiapacific/palmyra/

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