Category: Biologie

Egal, was wir tun: Der Meeresspiegel steigt

30 bis 70 Zentimeter-Anstieg bis 2100 ist schon vorprogrammiert
 
Drei internationale Klimaforscher kommen zum Schluss, dass der Meeresspiegel weltweit bis 2100 um 30 bis 70 Zentimeter ansteigen wird. Selbst die aggressivsten Methoden wie große Geo-Engineering-Projekte, die einem solchen Anstieg entgegenwirken sollen, werden darauf keinen Einfluss haben, berichten die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins PNAS.

“Steigende Meeresspiegel durch die globale Erwärmung werden mindestens 150 Mio. Menschen, die in Küstenregionen leben, das Leben schwer machen, schreibt Studienleiterin Svetlana Jevrejeva vom National Oceanographic Centre. “Selbst, wenn wir sofort alle Treibhausgasemissionen herunterfahren, wird es zu einem Anstieg kommen”, ergänzt Studien-Co-Autor Aslak Grinstein vom Centre for Ice and Climate http://www.glaciology.net am Niels Bohr Institute der Universität von Kopenhagen gegenüber pressetext. “Dabei spielt die Klima-Trägheit eine entscheidende Rolle.”

Verschiedene Szenarien modelliert

Viele Experten argumentieren, dass man mit Geo-Engineering das gesamte Klimasystem der Erde so beeinflussen kann, dass man die Erwärmung stoppt. Das hat die Forscher dazu veranlasst, die Auswirkungen solcher Projekte auf den Meeresspiegelanstieg zu modellieren. “Dazu haben wir verschiedene Szenarien im 21. Jahrhundert überprüft”, erklärt Grinstein. “Wir haben Messwerte von Tidenunterschieden der vergangenen 300 Jahre zur Hand, um zu rekonstruieren, wie die Meeresspiegel auf verschiedene historische Ereignisse wie etwa vulkanische Eruptionen oder menschliches Zutun reagiert haben.”

“Die natürlichen Meeresspiegelschwankungen, die durch Extremereignisse wie sie durch gewaltige Vulkanausbrüche in den vergangenen tausenden Jahren verursacht wurden, waren in den Auswirkungen viel geringer als jene der anthropogen verursachten Treibhausgasemissionen oder jenen, die selbst unter effektiven Geo-Engineering-Projekten vorhergesagt werden”, kommen die Wissenschaftler zum Schluss.

Geo-Engineering hilft nicht

Bei einer Simulation, bei der alle 18 Monate Injektionen von Schwefeldioxidpartikeln in die obere Atmosphäre eingebracht werden, würden dies den Temperatur- und damit den Meeresspiegelanstieg um 40 bis 80 Jahre bremsen. Eine solche Aerosol-Glocke könnte den Meeresspiegel auf das Niveau von 1990 bringen. Experten warnen aufgrund der Unvorhersehbarkeit auf die Ökosysteme vor solchen Experimenten.

Auch die Idee großer Glasspiegel zur Abwendung der Sonneneinstrahlung bleiben als vage Zukunftsvision erhalten. Als am ehesten tauglich schien ein Umstieg auf Agro-Treibstoffpflanzen und der anschließenden CO2-Lagerung während der Aufbereitung zum Treibstoff. “Wenn man anstatt der Geo-Engineering-Projekte die Treibhausgasemissionen verringern würde, wäre das jedenfalls die sinnvollste Variante”, meint Jevrejeva.

“Die Zukunft sieht alles andere als rosig aus”, meint Grinsted. “In einer vorhergehenden Studie habe ich berechnet, dass die Differenz zwischen dem schlimmsten Szenario und dem bestmöglichen einen Meeresspiegelanstieg von einem halben Meter beträgt. Das bedeutet, dass die Menschen sich darauf einstellen müssen.”

Neues Design unserer Internetseite

Endlich ist es soweit: Nach monatenlangen Programmierarbeiten ist sie nun online, unsere neue und über 250 Unterseiten umfassende Website, www.sport-erder.de

Sport EDER + BERGER

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Viel Wert haben wir bei der Konzeptionierung auf die Benutzerfreundlichkeit (Usuability) und logische Struktur der Seite geleget. Unsere Hauptgeschäftsfelder (Tauchen, Outdoor, Fitness, Snow und Event) sind nun in verschiedenen Farben dargestellt und ganz oben als Button anzuclicken.

Auf der Startseite sind bereits alle Termine zu finden und vie Scroll-Feld auszuwählen. Facebook, Twitter 6 Co haben wir ebenfalls eingebunden, um euch noch schneller und effektiver mit News, Berichten und Angeboten versorgen zu können.

Die Seite des Vereins Dschungelcamp Neuhaus e.V. ist ebenfalls in der Struktur und im Design überarbeitet worden.

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Indischer Ozean: Meeresspiegel steigt massiv an

Forscher: Zumindest zum Teil vom Menschen mitverursacht

Ein Forscherteam der University of Colorado in Boulder hat nachgewiesen, dass in Teilen des Indischen Ozeans der Meeresspiegel signifikant ansteigt. Betroffen davon sind die Küsten in der Bengalenbucht, der Arabischen See, Sri Lanka, Sumatra und Java. Laut den Forschern um die Geophysikerin Weiqing Han ist der Mensch zumindest teilweise dafür verantwortlich.
“Die Studie im Fachmagazin Nature Geoscience bietet einige sehr interessante Aspekte, die auch vielen Wissenschaftlern nicht bekannt sind”, meint Claus Böning stellvertretender Leiter des Forschungsbereichs “Ozeanzirkulation und Klimadynamik” am IFM-Geomar http://www.ifm-geomar.de im pressetext-Interview. Die Hauptursache für den Meeresspiegelanstieg ist weder die thermische Ausdehnung, noch die Gletscherschmelze, sondern die Änderung der windgetriebenen Meeresströmungen.

“Diese sorgen auch dafür, dass der Anstieg sehr inhomogen ist. In manchen Regionen werde es zum Anstieg, in anderen zur Senkung des Meeresspiegels kommen – etwa auf den Seychellen und in Sansibar. “Dieses Muster zeigt eine große Umverteilung der Masse”, erklärt Böning.

Kombinierte Messmethode schafft klares Bild

Die Forscher haben zur Ermittlung des Gesamtbildes eine Kombination aus verschiedenen Messungen und Modellen verwendet. “Mit diesem System lässt sich eine schöne Kausalkette der einzelnen Teile bilden”, meint Böning. Daten wurden aus Pegelmessungen genommen wie sie seit Jahrzehnten zum Teil auch seit Jahrhunderten gesammelt werden,. Ein Nachteil der Pegelmessungen ist jedoch die geringe räumliche Abdeckung. “Diese werden mit Radar-Satelliten-Messungen, wie sie seit 1993 im Einsatz sind, ergänzt”, erklärt Böning.

Zusätzlich haben die Forscher aber auch Modellrechnungen durchgeführt, die die Reaktion des Ozeans auf die Windänderungen der letzten Jahrzehnte simulieren. “Im Vergleich zu den sehr lückenhaften Pegeldaten erhält man dadurch ein homogenes Bild der beckenweiten Meerespiegelveränderungen der letzten fünf Jahrzehnte”, meint der Experte.

“Die Modellrechnungen zeigen zudem die Ursachen der Schwankungen auf und erlauben Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen, die regional sehr unterschiedlich ausfallen können.”

Menschliche Siedlungen betroffen

Han warnt davor, dass vom Meeresanstieg auch menschliche Siedlungen betroffen sein werden. In Bangladesch und Indien verschlimmern sich dadurch die jährlich auftretenden Monsun-Überschwemmungen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies weitreichende Folgen sowohl auf das regionale als auch auf das globale Klima haben wird.

Die Schlüsselrolle in diesem Prozess spielt der Indo-Pazifische Warm Pool, ein Gebiet sehr hoher Meerestemperaturen, das von der Ostküste Afrikas bis zur Datumsgrenze im Pazifik reicht. “In den vergangenen 50 Jahren ist die Temperatur hier um 0,5 Grad Celsius gestiegen. Das ist eine Folge der menschlich verursachten Treibhausgase”, meint Han.

Wenn man dann die Modellrechnungen mit den Pegelunterschieden und den Windrechnungen vergleicht, erhält man ein homogenes Bild”, meint der Experte. Dieses Modell gibt die Ursachen der Schwankungen wider und dient damit als Trend für zukünftige Entwicklungen.” (Ende)

Wie sich Korallen an wärmeres Wasser gewöhnen

Anpassungspotenzial von verschiedenen Genexpressionen abhängig

  Ein Forscherteam der Penn State University http://www.psu.edu ist dem Grund, warum Korallen unter den hohen Meerestemperaturen leiden, auf die Spur gekommen. In einer aufwändigen Studie haben sie erstmals die Entwicklung von Korallenlarven unter verschiedenen Temperaturen beobachten können. Offensichtlich ist eine genetische Variation dafür verantwortlich, ob sich die Larven gut entwickeln konnten oder starben.

Das Team um Iliana Baums hat sich eine in der Karibik einst sehr häufig vorkommende Korallenart namens Montastraea faveolata als Versuchstier ausgesucht. Obwohl diese Art weit verbreitet ist, steht sie seit einigen Jahren auf der Roten Liste, da sie in manchen Regionen um bis zu 90 Prozent zurückgegangen ist. Um genau herauszufinden, was bei der Korallenbleiche, bei der die symbiotisch lebenden Algen die Korallen verlassen und beide dann sterben, geschieht, mussten sie die kurze Zeit während der Massenlaichzeit nutzen. Die Forscher nahmen Proben an zwei verschiedenen Standorten – vor der Küste von Key Largo und vor Puerto Morales in Mexiko.

Unterschiedliche Entwicklung bei höheren Temperaturen

Kernpunkt der Untersuchungen war die Entwicklung der Larven zwölf bis 50 Stunden nach der Befruchtung unter verschiedenen Temperaturen. Dabei konnten die Wissenschaftler feststellen, dass sich die Larven von beiden Fundorten in den ersten 50 Stunden relativ gleich verhielten. Allerdings wies die Hälfte der Florida-Larven unter erhöhten Temperaturen schon nach 46 Stunden Deformationen auf, während hingegen die mexikanischen trotz der höheren Temperaturen keinerlei Veränderungen zeigten.

Standortunterschiede wesentlich

Von großem Interesse für die Forscher ist der genetische Hintergrund der Larven-Entwicklung. “Diese Studie vergleicht die Genexpression von Korallenlarven aus Florida und Mexiko als Antwort auf hohe Wassertemperaturen. Hochinteressant ist die Erkenntnis, dass sich deutliche Unterschiede zwischen den Standorten ergaben, obwohl dieselbe Korallenart untersucht wurde”, meint der Experte Christian Wild, Leiter der Coral Reef Ecology Arbeitsgruppe am GeoBio-Center München http://www.palmuc.de/core, im Gespräch mit pressetext.

“Insofern war offensichtlich auch das genetische Anpassungspotenzial an klimaveränderungsbedingten Umweltstress innerhalb verschiedener Korallenkolonien derselben Art sehr unterschiedlich”, erklärt Wild. Aufgrund dieser Befunde liefert die vorliegende Studie einige wertvolle Hinweise für die derzeit stattfindenden Bemühungen, zerstörte Riffe, vor allem in der Karibik, durch Neuansiedlung von Larven wieder zu restaurieren.

“Unsere Studie macht deutlich, dass die Larvenentwicklung davon abhängig ist, wo die Mutterkolonie herkommt”, erklärt Baum. Das zeigt sich deutlich an den unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Korallenlarven in Mexiko und Florida.

Der Artikel kann im Internet unter http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0011221 heruntergeladen werden.

Küstenvögel tragen Gift vom Meer an Land

Quecksilber und Blei enden im Sediment

Ein Forscherteam der kanadischen Queen’s University http://www.queensu.ca hat festgestellt, dass gefährliche Umweltgifte wie Blei und Quecksilber von Küstenvögeln an Land getragen und dann im Sediment abgelagert werden. Die Biologen um Neal Michelutti vom Paleoecological Environment Assessment and Research Lab (PEARL) haben Proben in zwei Seen auf einer kleiner Insel in der kanadischen Arktis genommen auf der Küstenseeschwalben und Eiderenten brüten.

“Die Vögel, die verschiedene Nahrungsmittel am Meer zu sich nehmen, scheiden an Land auch jeweils einen anderen Cocktail an Giften aus. Diese Gifte können auch Lebewesen an Land beeinträchtigen”, so der Forscher. Küstenseeschwalben ernähren sich vorwiegend von Fisch, während Eiderenten in erster Linie Mollusken fressen. Über die neuen Erkenntnisse berichten die Forscher im Fachmagazin PNAS.

Arktis als Chemielabor

In den Gebieten in denen die Küstenseeschwalben brüteten konnten die Forscher höhere Konzentrationen von Schwermetallen wie Quecksilber und Cadmium finden, während dort, wo die Enten brüteten, höhere Mengen an Blei, Mangan und Aluminium entdeckt wurden. Die Spuren, die die Biologen an den Nistplätzen entdeckten, entsprachen genau jenen, die auch im Gewebe der jeweiligen Vogelart gefunden wurden.

Der Biologe John Smol – ebenfalls von der Queen’s University – bestätigt, dass solche Funde auch an anderen Plätzen in der Arktis gemacht werden konnten. “Der hohe Norden ist ein exzellentes natürliches Labor, um solche Untersuchungen zu machen, da es dort weit und breit keine Industrie gibt”, so der Experte. “Da Küstenvögel weltweit vorkommen, kann man davon ausgehen, dass es dieses Problem auch weltweit gibt”, erklärt der Wissenschaftler.

Vektor von Umweltgiften

“Seevögel sind nicht direkt für die Kontamination der arktischen Seen verantwortlich”, so Studien-Koautor und Biologe Jules Blais von der University of Ottawa. “Sie folgen ihrem natürlichen Verhalten und ihrem Lebenszyklus, wurden aber unabsichtliche Überträger von Umweltgiften während des Industriezeitalters.”

2008 hat ein Forscherteam des Desert Research Institute http://www.dri.edu in Reno festgestellt, dass die Verbrennung von Kohle in Europa und Nordamerika ein Grund für die Schwermetallbelastung im grönländischen Eis ist. In den Eisbohrkernen konnten Umweltgifte bis zum Jahr 1772 analysiert werden.

Umweltschützer warnen

Dass in Polargebieten Umweltgifte auch Jahrzehnte nach deren Freisetzung nachweisbar sind, ist bekannt. Schwermetalle gehören zu den Chemikalien, die sich im Körper anreichern. Diesen Vorgang der Erhöhung der Konzentration von Stoffen in biologischen Systemen nennt man Bioakkumulation. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Weitergabe von Schadstoffen in Nahrungsketten, wobei Stoffe mit einer langen biologischen Halbwertszeit, also solche, die nicht oder nur sehr langsam abgebaut oder ausgeschieden werden, sich bis an das Ende der Nahrungskette sehr stark anreichern können.

“Wie verschiedene Chemikalien in die Nahrungskette gelangen, ist uns ja bekannt. Was aber immer noch weitgehend unbekannt ist, ist die Frage was geschieht, wenn verschiedene Chemikalien gemeinsam auftreten”, erklärt der Chemie-Experte Herwig Schuster von Greenpeace-Österreich http://www.greenpeace.at im pressetext-Interview.

Bio-Kurs in Rovinj erfolgreich abgeschlossen

An 4 kurzweiligen Abenden informierte Kursleiter und Biologe BIO-Uli Erfurth über die unglaublich vielfältige Tierwelt des Meeresgebiets um Rovinj.

Bio-Kurs: Was lebt im Mittelmeer ? mit Bio Uli Erfurth

Bio-Kurs: Was lebt im Mittelmeer ? mit Bio Uli Erfurth

Die Themen reichten dabei von Nesseltier- und Strudelwurmsex, gefährlichen Meerestieren und Erster Hilfe über die faszinierenden Fress-, Fortpflanzungs- und Lebensgeschichten von Pistolenkrebsen, Seegurken und anderen Wirbellosen, den Farben, Formen und überraschenden Geschlechtswechseln von Fischen bis hin zur Nahrungskette des Meeres, an deren Ende Haie und auch der Mensch mit seinen Eingriffen in das Ökosystem steht.

Was lebt im Mittelmeer ?

Was lebt im Mittelmeer ?

Tagsüber standen natürlich das Tauchen und die Praxis mit dem Aufspüren von allerlei unbekannten Organismen im Vordergrund des Programms. Dazu wurden unter Wasser Fotos geschossen und die Ergebnisse anschließend an Land besprochen. So erhöhte sich die Artenkenntnis der Teilnehmer schrittweise, bis sie am Ende der Woche etwa 80 Arten kennen gelernt hatten und zuordnen konnten!

Technik-Show beim Mares Testival

Dusku Runjaijc (Mares Deutschland) hält zur Stunde eine Technik-Show für die Teilnehmer des Mares Testrivals in Rovinj (Kroatien) ab.

Mares Icon HD

Mares Icon HD

Organisiert wird das Testival, mittlerweile zum vierten mal, von der Tauchschule Sport EDER + BERGER und der Tauchbasis Scuba Valdsaliso. Besonderes Interesse besteht am Tauchcompouter Mares Icon HD.

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Einige Korallen könnten Erwärmung überleben

Keine Entwarnung vor Gefahren für empfindliche Ökosysteme

Ein internationales Wissenschaftsteam hat entdeckt, dass bisher unbekannte Algen im Korallenriff möglicherweise auch höhere Wassertemperaturen überleben können. Im nordöstlichen Indischen Ozean konnten die Forscher solche bisher unbekannte Spezies von symbiotisch lebenden Algen in Korallenstöcken feststellen.

Koralle im Roten Meer

Koralle im Roten Meer

“Die Existenz so vieler bisher unbekannter Korallensymbiosen in einem Gebiet, das für die meisten bisher bekannten Korallen zu warm ist, gibt uns Hoffnung, dass zumindest in einigen Regionen der Erde, die Riffökosysteme erhalten bleiben”, so Studienautor Todd LaJeunesse von der Penn State University http://www.psu.edu. Die bisher unbekannten Algen wurden in der Andamanen-See entdeckt, berichten die Forscher im Fachmagazin Journal of Biogeography.

Sensitive Symbiose am Riff

Unabhängig von den Untersuchungen der Forscher um LaJeunesse hat Simon Donner, Professor am Department für Geographie an der University of British Columbia http://www.ubc.ca, bei der derzeit in San Diego stattfindenden Jahreskonferenz der AAAS ein dramatisches Bild über die Zukunft der Korallenriffe gezeichnet. Umweltfaktoren stören die Symbiose zwischen den Korallen und den Algen massiv. Wenn diese Algen sterben, sterben auch die Korallen und bleichen aus.

“Bis vor 30 Jahren war das Phänomen der Massen-Korallenbleiche ein extrem seltenes Ereignis”, so der Forscher, der sich seit Jahren mit dem Thema beschäftigt. “Selbst für den Fall, dass wir sämtliche Emissionen über Nacht einstellen, reicht das Erwärmungspotenzial aus, um das Sterben der Riffe voranzutreiben.”

Riffe als Nahrungsquelle und Schutz vor Fluten

“Bedenkt man, wie viele Millionen Menschen in den Tropen von Korallenriffen abhängig sind, weil sie dort fischen oder weil Riffe ihre Siedlungen vor Fluten schützen, ist der Verlust dieser Habitate ein ernst zu nehmendes Problem”, so Donner. “Kein Forscher behauptet, dass alle Korallenriffe verschwinden werden. Einige werden sicher überleben, allerdings nur in gewissen Regionen, die nicht so stark erwärmt werden.”

Auch der Korallen-Experte Christian Wild von der Universität München http://www.palmuc.de/core/ betont im pressetext-Interview die Notwendigkeit zur sofortigen Reduktion der Emission von Treibhausgasen, insbesonders CO2. Katastrophal wirkt sich auf die marinen Ökosysteme neben der Erwärmung und Ansäuerung auch die begleitende zunehmende Sauerstoffarmut in den Weltmeeren aus.

Man müsse alles unternehmen, um die CO2-Emissionen sofort drastisch zu minimieren. “Dazu kann jeder von uns beitragen durch individuelle Verhaltensänderungen, aber auch durch seine Entscheidung am Wahltag.” Darüber hinaus sei die Schaffung von Netzwerken aus Schutzgebieten aber ein erwiesenermaßen wichtiges Werkzeug, um marine Lebensräume zu stärken, so dass sie sich besser von durch den Klimawandel erzeugten Schädigungen (z.B. Korallenbleichen) erholen können.

Westliche Antarktis droht zu kippen

Abreißen der Eisplatte hätte Anstieg der Meere zur Folge

Die Eismassen in der westlichen Antarktis reagieren besonders empfindlich auf die globale Erwärmung. Forschern der Universitäten Oxford http://www.ox.ac.uk und Camebridge zufolge könnte die Region bald zu einem Kippmoment kommen, an dem sich eine große Schelfeis-Platte vom Festland loslöst und damit in Folge den Gletscherfluss am Kontinent beschleunigt. Die Berechnungen wurden in der Zeitschrift Proceedings of the Royal Society A dargestellt.

Erstmals konnten die Briten in ihrem Modell die dreidimensionale Form der westantarktischen Eismasse berücksichtigen sowie den Verlauf ihrer Übergangslinie, an der sich das Schelfeis von seinem Stein- oder Sedimentuntergrund löst. “Das Volumen des Eises, das allein im abfließenden westantarktischen Inlandseis steckt, entspricht einem Meeresanstieg von rund 3,3 Metern”, warnt Studienleiter Richard Katz. Der instabile Verlauf der Übergangslinie gehe vor allem auf die schrittweisen Klimaänderungen zurück.

Beschleunigung der Gletscher

Das Abbrechen des Schelfeises vom Land ist ein permanenter Vorgang, der mitunter Eisberge von der Größe des Saarlandes erzeugt. “Sobald das geschieht, fällt eine natürliche Barriere für die Inlandeis-Gletscher weg, die somit schneller abfließen können und verdünnen”, erklärt Gerhard Kuhn vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung http://www.awi.de gegenüber pressetext. Die Linie, auf die sich die britischen Experten beziehen, bezeichne den Übergang von Inlandeis zu Schelfeis. “Wandert diese Linie landeinwärts, steigt auch der Meeresspiegel. Vom Schmelzen des Schelfeises wird das Meeresniveau hingegen nicht verändert”, so der Polarforscher.

Die Studienautoren geben zu bedenken, dass derzeitige Modelle noch verfeinert werden müssen, um die Realität beschreiben zu können und genauere Vorhersagen der Zukunft der Antarktis zu ermöglichen. “Es gibt noch viele unbekannte Größen in der Westantarktis”, bestätigt auch Kuhn. Dazu gehöre der Abbau des Schelfeises, der vor allem von unten durch warme Meeresströmungen geschehe, sowie dessen Geschwindigkeit. “Auch der Untergrund, dessen Ankerpunkte das Schelfeis möglicherweise aufhalten können, ist noch wenig erforscht. Wo diese Punkte – etwa durch einen Anstieg des Meeres – überschritten werden, bewegen sie sich schneller.”

Ozeane geben Jahrzehnte altes DDT frei

Trotz des jahrzehntelangen Verbots von Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) in der Landwirtschaft ist das Pestizid immer noch nachweisbar. Einer aktuellen Computersimulation zufolge werden Rückstände des Giftes nun sogar von der Meeresoberfläche emittiert wird. Die Berechnungen zeigen zudem, dass die Verteilung des in der Umwelt noch vorhandenen DDT, das heute praktisch nur noch in einigen tropischen Ländern zum Einsatz kommt, durch Winde und Meeresströmungen in Richtung Norden verlagert wird.

Gerhard Lammel vom Max Planck Institut für Chemie http://www.mpch-mainz.mpg.de und
Irene Stemmler vom Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften http://www.zmaw.de konnten nachweisen, dass das Gift aus dem Meer und den Böden wieder in die Atmosphäre gelangt, und so erneut in einen Kreislauf eintritt.

Immer noch große Mengen von DDT nachweisbar

“Das DDT sitzt in Böden oder wird mit Meeresströmungen langsam verlagert und wartet aber sozusagen auf den nächsten Zyklus durch die Atmosphäre – weil es nicht oder nur sehr, sehr langsam abgebaut wird.”, so Lammel gegenüber pressetext.

“Wir haben ein Computermodell erstellt und konnten die Zirkulation des DDT zwischen den Ozeanen und der Atmosphäre im Zeitraum von 1950 bis 2002 simulieren”, so Stemmler im pressetext-Interview. “Dabei konnten wir feststellen, dass das DDT, das in den Tropen emittiert wurde, in mehreren Zyklen Richtung Norden wandert.”

Atmosphärischer Ferntransport von Schadstoffen

Die Emissionen aus den Ozeanen sind nach Angaben der Forscher so gering, dass sie keine gesundheitsschädliche Wirkung für den Menschen haben. “In den wärmeren Zonen kann das DDT schneller aus dem Meerwasser verdunsten. Das führt zu tendenziell höheren Konzentrationen in den kälteren Regionen.

Mit mehreren Zyklen ist der atmosphärische Ferntransport besonders effektiv – der so genannte Grashüpfer-Effekt”, erklärt die Forscherin. Anreicherung in den Nahrungsketten kann zu erhöhten und schädlichen Konzentrationen in Wildtierorganismen führen. Besonders in der Arktis wird dies beobachtet. “Da es bisher nur sehr wenige Studien über DDT in der Meeresumwelt gibt, ist es schwierig das Modell zu verifizieren”, schreiben die Forscher.

DDT gegen Malaria

Zwischen 1940 und 1970 wurden geschätzte 1,5 Mio. Tonnen DDT als Pestizid in der Landwirtschaft, aber auch gegen Malaria eingesetzt. Aufgrund der hohen Toxizität der Substanz wurde der Einsatz in den meisten Industriestaaten in den 70er-Jahren verboten. Weltweit ist die Verwendung von DDT in der Umwelt seit Inkrafttreten der Stockholmer Konvention im Jahr 2004 nur noch einigen Ländern zur Bekämpfung von krankheitsübertragenden Insekten, insbesondere den Überträgern der Malaria gestattet.

Seesterne fressen viel CO2

Bodenlebende Meerestiere nehmen mehr auf als bisher bekannt

Bodenlebende Meerestiere wie etwa Seesterne, Seegurken und Seeigel nehmen viel mehr Kohlenstoff auf als bisher bekannt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Forschern der University of Southampton http://www.soton.ac.uk im Fachmagazin ESA Ecological Monographs http://www.esajournals.org. Rund 0,1 Gigatonnen Kohlenstoff werden von den Stachelhäutern – so der Name des Tierstamms – jährlich aufgenommen. Sie bilden damit eine beachtliche Kohlenstoffsenke.
Im Vergleich dazu nehmen die pelagischen Organismen – alle Phytoplankten und Algen – zwischen 0,4 und 1,8 Gigatonnen Kohlenstoff jährlich auf. Der Mensch pustet jährlich rund 5,5 Gigatonnen Kohlenstoff in die Luft.

Seestern
Seestern

Universell vorhandene Lebewesen

“Echinodermaten, so der lateinische Namen für die Stachelhäuter, gehören zu den vielfältigsten Lebewesen im Meer”, so Bettina Riedel, Meeresbiologin an der Universität Wien http://www.marine.univie.ac.at, im pressetext-Interview. “Sie sind weltweit in jeder Zone, von den Tropen bis zu den subpolaren und polaren Meeren, vorhanden.” Das Forschungsergebnis sei jedenfalls sehr überraschend, meint Riedel.

Stachelhäuter haben vielfältige Erscheinungsformen. Zum Tierstamm, der rund 6.300 Arten umfasst, gehören Seelilien, Seesterne, Schlangensterne, Seeigel und Seewalzen. Zum Aufbau ihres Kalkskeletts benötigen die Tiere Kalziumkarbonat, das sie aus dem Meerwasser nehmen.

Überraschendes Ergebnis

Das Forscherteam um Mario Lebrato hat bei adulten Stachelhäutern zunächst untersucht, welche Mengen an Kalziumkarbonat sie absorbieren und vor allem, was mit dem Kalk passiert, wenn die Tiere sterben. Dazu haben sie zahlreiche Stachelhäuter aus verschiedenen Regionen des Atlantischen Ozeans gesammelt, gereinigt, tiefgefroren, anschließend zu Pulver vermahlen und analysiert.

In ersten Berechnungen haben die Wissenschaftler für jene Tierarten, die sie gesammelt haben, die Kohlenstoffmenge festgestellt und sie anschließend hochgerechnet. Das Ergebnis bezeichnen auch andere Forscher, die nicht an der Studie teilgenommen haben, als überraschend. “Ich war überrascht über das Ausmaß der Werte. Der Forschungsansatz ist jedenfalls schlüssig”, so der Ozeanograph Justin Ries von der University of North Carolina in Chapel Hill.

“Diese Werte öffnen uns die Augen. Ich denke, dass es sogar noch größere Mengen sind”, meint der Meeresbiologe Craig Smith von der University of Hawaii in Manoa. “Der Grund dafür ist, dass in den äquatorialen Regionen eine noch höhere Stachelhäuter-Biomasse existiert, die bisher kaum erforscht ist.”

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Biber im Dschungelcamp aktiv

Die Biber an Rott und Inn haben für den Winter vorgesorgt. Dazu wird entlang dem Gewässer kräftig gearbeitet. Bäume bis zu einem Durchmesser von 1 m legt der Holzfäller Biber um und zwar so, dass die Baumkronen ins Wasser fallen und ihm dort als Nahrung dienen, Seine Burg hat der Biber mit Ästen und Schlamm so abgedichtet, dass er im Winter eine warme Wohnung hat.

Biber

Biber

Der Biber kann bis zu 1,40 m lang und 35 kg schwer und bis zu 20 Jahre alt werden. Sein braunes Fell ist mit 23.000 Haaren pro Quadratzentimeter (Mensch: bis zu 600 Haare pro cm2) sehr dicht und schützt vor Nässe und Auskühlung. Der Pelz wird regelmäßig gereinigt und mit einem fetthaltigen Sekret, dem Bibergeil (Castoreum), gepflegt.

Die Spuren des Biber

Die Spuren des Biber

Mit seinem spindelförmigen Körper, einem breiten, abgeplatteten, mit lederartiger Haut bedeckten und unbehaarten Schwanz, Kelle genannt, und den Schwimmhäuten ist das Tier perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Die Kelle dient als Steuer beim Abtauchen sowie zur Temperaturregulation und als Fettdepot. Beim Tauchen werden Nase und Ohren verschlossen, so können Biber bis zu 20 Minuten tauchen.

Gefällte Bäume

Gefällte Bäume

Der Biber ist ein semiaquatisches Säugetier, das heißt sein Lebensraum sind fließende und stehende Gewässer und deren Uferbereiche. An Land bewegt er sich aufgrund seines plumpen Körperbaus nur langsam. Sein Körperbau ist dem Leben im und am Wasser ausgezeichnet angepasst (Kelle als Steuer und Antriebsruder, Schwimmhäute an den Hinterfüßen, bis zu 23.000 Haare pro Quadratzentimeter Körperoberfläche und 12.000 Haare pro Quadratzentimeter am Rücken, Möglichkeit das Fell einzufetten, Geschlechtsorgane im Körperinneren, effiziente Ausnutzung des Sauerstoffs wodurch er bis zu 20 Minuten lang tauchen kann). Der Biber besiedelt Fließgewässer in allen Größenkategorien, vom Fluss 1. Ordnung bis hin zum Entwässerungsgraben. Ebenso kann er alle Formen von Stillgewässern annehmen, vom Weiher oder Altwasser bis hin zum See. Stehen ihm nur mangelhafte Lebensräume zur Verfügung zeigt sich der Biber mitunter sehr anpassungsfähig und siedelt sich auch an außergewöhnlichen Plätzen an, beispielsweise inmitten von Ortschaften oder direkt an Autobahnen, wo dann Gehölzpflanzungen nicht selten die wichtigste Nahrungsquelle darstellen.

Biber leben in Einehe. Das Revier einer Biberfamilie, die aus dem Elternpaar und zwei Generationen von Jungtieren besteht, umfasst je nach der Qualität des Biotops 1 bis 3 Kilometer Fließgewässerstrecke. Die Reviergrenzen werden mit dem sogenannten Bibergeil, einem öligen Sekret aus einer Drüse im Afterbereich, markiert und gegen Eindringlinge verteidigt.

In der Biberburg leben die Altbiber mit bis zu vier Jungen, oft noch mit Jungtieren aus dem Vorjahr. Im Mai wird der behaarte und von Geburt an sehende Nachwuchs geboren, davor müssen die vorjährigen Jungen den Bau verlassen haben. Die jungen Biber sind anfangs wasserscheu, werden aber von der Mutter einfach ins Wasser geworfen und so an das Leben im Wasser gewöhnt. Nachdem sie in der Regel zwei Monate lang von der Mutter gesäugt wurden, erlangen sie nach etwa drei Jahren die Geschlechtsreife. In dieser Zeit werden sie von den Eltern aus dem Revier vertrieben und können dann über 100 km weit wandern. Im Mittel liegt die Wanderstrecke bei 25 km. Jetzt suchen sie sich einen Partner und gründen selbst ein Revier.

Biberdamm

Biberdamm

Im Biberrevier befinden sich in der Regel zwei bis vier (manchmal bis zu zehn) Wohnbaue unterschiedlichster Form. Ist die Uferböschung steil genug, gräbt sich der Biber eine Höhle hinein, und vernetzt sie mit sogenannten Biberröhren. Das können Fressröhren, Fluchtröhren und Spielröhren sein. Der Eingang zum Wohnkessel ist immer unter dem Wasserspiegel, der Wohnkessel selbst liegt über Wasser. Der Wohnraum im Inneren kann einen Durchmesser bis zu 120 cm und eine Höhe bis zu 60 cm erreichen. Die Biberburg dagegen besteht aus abgenagten Ästen, Zweigen und Schlamm. Nicht selten ist sie vollständig von Wasser umgeben. Im allgemeinen liegt der Eingang unterhalb der Wasseroberfläche. Fällt die Burg trocken, wird sie verlassen, da sonst Feinde Zugang zu ihr hätten.

Der Inn

Der Inn

Biber sind für ihre Dammbauten bekannt, mit denen sie Bäche aufstauen und künstliche Teiche anlegen. Diese Regulierung gibt den Bibern einen sicheren Wasserstand um ihre Burg herum. Gleichzeitig wachsen im Teich Wasserpflanzen, die dem Biber als Nahrung dienen.

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Eiszapfen am Ufer

Biber halten keinen Winterschlaf, sondern eine Winterruhe, deshalb muss auch im Winter für Nahrung gesorgt werden. Direkt vor dem Eingang der Burg werden von den Bibern im Herbst Zweige und Äste zwischengelagert. Wenn die Teichoberfläche gefriert, kann der Biber die gelagerten Äste unter dem Eis erreichen und sich von der Rinde ernähren.

Der Biber verwendet beim Abholzen eine “Sanduhrtechnik”; dabei wird das Holz in Form einer Sanduhr benagt, bis der Baum fällt. Je nach Härte des Holzes kann ein Biber in einer Nacht einen bis zu 50 cm dicken Baum fällen.

Meeresschwämme füttern ganzes Korallenriff

Forscher kommen Riff-Paradoxon näher

Einem Wissenschaftsteam vom Niederländischen Institut für Meeresforschung http://www.nioz.nl ist es gelungen, mehr über den Energiekreislauf in Korallenriffen herauszufinden. Der Meeresforscher Jasper De Goeij hat mit seiner Kollegin Fleur Van Duyl entdeckt, dass einige Schwämme täglich große Mengen von gelöstem Kohlenstoff aus dem Wasser filtern. Das Besondere daran war, dass die Schwämme aber nicht gewachsen sind.

Die Forscher wollten daher herausfinden, was die Schwämme mit den großen Mengen an Kohlenstoff machen und haben in Aquarienversuchen entdeckt, dass sie in kurzer Zeit große Mengen neuer Zellen bilden und die alten Zellen zum Großteil abstoßen. Für die in der Umgebung lebenden Tiere sind die abgestoßenen Zellen ein “gefundenes Fressen”, denn sie ernähren sich in der sonst sehr nährstoffarmen Umgebung davon, berichten die Forscher im “Journal of Experimental Biology”.

Erklärung des Riff-Paradoxons

“In dieser Studie stellen niederländische Kollegen einen weiteren Ansatz zur Erklärung des so genannten Riff-Paradoxons vor”, so der Korallenexperte Christian Wild, Leiter der Coral Reef Ecology Arbeitsgruppe am GeoBio-Center München http://www.palmuc.de/core, im pressetext-Interview. “Dieser Widerspruch zwischen sehr hoher Produktivität und extrem geringen Nährstoffkonzentrationen in Korallenriffökosystemen fasziniert Korallenriffforscher seit vielen Jahrzehnten.” Der Artikel im Fachmagazin sei ein sehr wichtiger Beitrag, um das Funktionieren von Korallenriffökosystemen besser zu verstehen.

“Bestimmte Schwämme, die in dunklen Riffhöhlen leben, scheinen dabei eine besondere Rolle zu spielen, indem sie jeden Tag zirka die Hälfte ihres eigenen Gewichts an organischen Substanzen, die im Wasser gelöst sind, aufnehmen”, erklärt Wild. “Diese wertvollen gelösten Stoffe, vor allem Zucker und Aminosäuren, können von den meisten Rifforganismen nicht verwendet werden und wären ohne die Schwämme daher großteils verloren für das Ökosystem Korallenriff.”

Schwämme verfügen über schnellste Zellteilungsraten überhaupt

“Die Schwämme allerdings benutzen diese Nahrung offensichtlich nicht um zu wachsen, sondern um große Mengen spezieller Zellen zu bilden”, so Wild. Dies laufe mit Zellteilungsraten von zirka fünf Stunden ab. “Damit gehören sie zu den schnellsten überhaupt beschriebenen Zellteilungsraten.” Diese Geschwindigkeit werde noch nicht einmal von den meisten Bakterien erreicht.

“Die dabei entstehenden Kragengeißel-Zellhäufen werden dann aber nicht in den Schwammkörper eingebaut, sondern nach außen abgegeben, wo sie von verschiedenen Rifforganismen wie etwa Krebsen, Schnecken und Fischen konsumiert werden”, so Wild. “Im Endeffekt verwandeln diese Schwämme also eine unsichtbare, sehr kleine und kaum aufzunehmende Nahrung in Futterbrocken, die von vielen Konsumenten im Riff genutzt werden können”, führt der Experte aus.

Bio-Intensivkurs: Was lebt im Mittelmeer mit Uli Erfurth

Bio-Intensivkurs mit uli Erfurth, Bionaut: Was lebt im Mittelmeer?

Bio-Intensivkurs mit uli Erfurth, Bionaut: Was lebt im Mittelmeer?

Bio-Intensivkurs: Was lebt im Mittelmeer mit Uli Erfurth im Rahmen des Mares Testivals Vol. 4

Nach drei vergangenen mit viel Humor und Lachen ausgefüllten Kursen in Rovinj hier ein weiteres Bio-Angebot für alle, die schon immer mehr über unser „Hausmeer“ und seine Biologie erfahren wollten! Wir garantieren Spaß und immer erlebnisreiche Tauchgänge! Und nie wieder trockene Mittelmeer-Logbucheinträge wie ‘Höhle mit nettem Bewuchs, Wracktauchgang. „Punkt“…’!
Denn an 4 kurzweiligen Abenden informiert Kursleiter und Biologe BIO-Uli Erfurth über die unglaublich vielfältige Tierwelt des Meeresgebiets um Rovinj. Die Themen reichen dabei von Nesseltier- und Strudelwurmsex, gefährlichen Meerestieren und Erster Hilfe über die faszinierenden Fress-, Fortpflanzungs- und Lebensgeschichten von Pistolenkrebsen, Seegurken und anderen Wirbellosen, den Farben, Formen und überraschenden Geschlechtswechseln von Fischen bis hin zur Nahrungskette des Meeres, an deren Ende Haie und auch der Mensch mit seinen Eingriffen in das Ökosystem steht.
Tagsüber steht natürlich das Tauchen und die Praxis mit dem Aufspüren von allerlei unbekannten Organismen im Vordergrund des Programms. Dazu werden unter Wasser Fotos geschossen und die Ergebnisse anschließend an Land besprochen. So erhöht sich Deine Artenkenntnis schrittweise, bis du am Ende der Woche etwa 80 Arten kennen gelernt hast und zuordnen kannst! Bei einigen Tauchgängen wird dich BIO-Uli auch begleiten und auf „Besonderheiten“ hinweisen. Ein BIO-Nachttauchgang in der Bucht verspricht wie immer ganz besondere Funde und Erlebnisse!
Wer will, nimmt kleine Sammelbehälter mit in die Tiefe. Die Beute, Nacktschnecken, Gespensterkrebschen usw., kannst du unter Stereolupen bis zu 20-fach vergrößert betrachten und studieren – einmalige Erlebnisse und ein völlig neuer Blickwinkel sind garantiert!
Auch Fotografieren ist möglich!

Das Seminar ist anerkannt als „Spezialkurs Meeresbiologie“ der CMAS und VDST (Voraussetzung für den ÜL und CMAS**** Taucher). Die Brevetierung von anderen Verbänden (z.B. als SSI Speciality / PADI Underwater Naturalist) ist möglich.

Preis beinhaltet:

  • 16 kurzweilige Kurseinheiten
  • Benutzung von verschiedenen Bestimmungsbüchern
  • BIONAUT-Sticker, interessante Kurs-CD, umfangreiche Foto-CD

Dein Mini-Kursplan:

  • Mo. 29.3. mittags: BIO-Theorie 1, Nachmittags-TG, abends: BIO-Geschichten 2-3
  • Di. 30.3.: Nachmittags-TG; Neues entdecken unter dem Mikroskop;
  • abends: Unterhaltsames aus dem BIO-Universum 4-5
  • Mi. 31.3. Nachmittags-TG; Kleines „riesig“ unter Stereolupen;
  • BIO-Briefing zum erlebnisreichen Nachtauchgang! Experimente mit der Beute!
  • Do. 1.4. abends: spannende BIO-Theorie 6

Unser Angebot

  • Mindestteilnehmerzahl: 8 Personen – maximal 16
  • 129,– € — 119,– € für Buddys
  • Frühbucherpreis bis 31.12.2009: nur 99,– €

Weitere Info´s hier …

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Taucher Cartoon Comic / Uli Erfurth, Ulli Erfurt, Ulli Ehrfurt

Seepferdchen reitet durch den Atlantik

Seepferdchen in Rovinj

5.000-Kilometer-Reise fasziniert Forscher

Tausende von Kilometer durch den Atlantik gereist  – Die epische Reise eines Seepferdchens hat Forscher dazu veranlasst, im Fachmagazin Journal of Fish Biology zu berichten. Das kleine Tier, das an der Westküste des Atlantiks heimisch ist, wurde von Fischern rund 5.000 Kilometer von seiner Heimat, vor den Azoren, gefunden. Die Wissenschaftler nehmen an, dass sich das Seepferdchen auf treibendes Seegras angehaftet hat und so den weiten Weg zurücklegen konnte.

Genproben haben gezeigt, dass es sich beim Tier nicht um einen Vertreter der beiden europäischen Seepferdchen handelt, die vor der Küste Spaniens und Portugals heimisch sind. Beim gefangenen Tier handelt es sich um ein Hippocampus erectus, dessen Verbreitungsgebiet vor der amerikanischen Atlantikküste liegt. “Wir waren erstaunt ein solches Seepferdchen tausende Kilometer von seinem Verbreitungsgebiet zu finden”, meint der Molekular-Biologe Paul Shaw vom Royal Holloway der University of London http://www.rhul.ac.uk.

Die DNA des vor den Azoren gefangenen Seepferdchens ist nahezu identisch mit jener von Hippcampus erectus, die vor der Ostküste der USA gefangen wurden. “Sie unterschieden sich wesentlich von den Arten, die vor den Azoren heimisch sind”, erklärt der Forscher. Es sei das erste Mal, dass ein solches Tier im Ostatlantik gesichtet wurde.

Bedrohte Fischchen stehen unter strengem Schutz

“Seepferdchen gehören schon aufgrund ihres Aussehens zu den außergewöhnlichsten Fischen”, so die Greenpeace-Meeresbiologin Antje Helms im pressetext-Interview. Alle Seepferdchen stehen auf der so genannten IUCN Roten Liste, da sie vom Aussterben bedroht sind. “Die gesamte Gattung Hippocampus ist zudem im Appendix des Washingtoner Artenschutzabkommens gelistet. Das bedeutet, dass der Handel mit den Tieren verboten ist”, so die Expertin.

Es gibt mehrere Gründe, warum Seepferdchen vom Aussterben bedroht sind. In vielen asiatischen Ländern gelten getrocknete Seepferdchen als potenzfördernde Medizin. Millionen Tiere müssen dafür jährlich sterben. Bis vor wenigen Jahren blühte auch noch der Souvenirhandel mit den Fischen. “Stark in Bedrängnis sind zudem die Seegraswiesen, dem Habitat der außergewöhnlichen Tiere.”

Rätselhafte Tiere

Dass Seepferdchen sich mit ihrem Schwanz an Seegras und anderen Pflanzen anhaften, ist bekannt. Unbekannt ist aber immer noch, wie die verschiedenen Arten sich in den Meeren entwickeln konnten. Lucy Woodall vom Royal Holloway der University of London arbeitet seit Jahren am Project Seahorse, um mit genetischen Studien die Wanderung der Tiere zu erforschen.

“Es gibt einige Berichte darüber, dass sie mit Flößen von treibendem Seegras mitgeschwommen sind”, so Woodall. Es sei allerdings unwahrscheinlich, dass es vor den Azoren noch mehr amerikanische Seepferdchen gibt. Man müsste, um auf Nummer sicher zu gehen, allerdings weitere Untersuchungen vornehmen”, so die Expertin. Aufgrund ihrer optimalen Tarnung sei es jedoch sehr schwer Seepferdchen auszumachen.

Mares Testival Vol. 4

Mares Testival Vol 4 vom 28 März bis 2. April 2010 in Rovinj

Sport EDER & BERGER veranstalten auch in der Karwoche 2010 wieder das Mares Testival in Rovinj an der istrianischen Adria. Die eigene Tauchbasis Scuba Valdaliso eignet sich für dieses Vorhaben hervorragend.

Mares Testival 2010 in Rovinj

Mares Testival 2010 in Rovinj

Bereits zum 4. Mal findet das Saison-Opening Event vom 28. März bis 2. April 2010 statt. Wie immer gibt´s ausreichend Möglichkeiten das gesamte Mares Equipment zu testen und zu beurteilen. Dusko Runjaijc, Mares Deutschland, wird wieder persönlich vor Ort sein.

Eine Woche lang Tauchtraining auf hohem Niveau, Specialtys zum Spitzenpreis und testen, testen, testen! Eine
intensive Trainingswoche für Taucher jeder Brevetierungsstufe. Spezielle Vorbereitungstauchgänge für SSI
Divecons und CAMS TL-Assis. Unser High-Light: der Bio-Intensivkurs mit Uli Erfurth.

Hier gibt´s das Programm des Mares Testival 2010 in Rovinj zum download

Das Programm:

  • Testmöglichkeit Mares Tauchequipment
  • Bio-Intensiv-Kurs mit Uli Erfurth
  • DAN Provider & Instructor Kurse
  • SSI Divecon Training & CMAS TL-Assi Training
  • SSI ITC & IE
  • SSI Specialtys mit 50% Rabatt (nur bei Voranmeldung!)

Das besondere High-Light dürfte im nächsten Jahr der Bio-Entdeckerkurs: “Was lebt im Mittelmeer?” mit Uli Erfurth sein. Der Urlaubskurs für alle, die mehr über das Mittelmeer erfahren wollen! Für erlebnisreichere Tauchgänge!

Nie wieder nur: ‘Seegras, bunter Bewuchs in der Höhle und ‘ne Nacktschnecke’! Denn in kurzweiligen Shows informiert “Bio-Uli” über die überraschend vielfältige Tierwel

t der mediterranen Unterwasserwelt. Die Themen reichen von Quallen- und Strudelwurmsex, gefährlichen Meerestieren und Erster Hilfe über die faszinierenden Freß-, Fortpflanzungs- und Lebensgeschichten von Pistolenkrebsen, Nacktschnecken,Seegurken und anderen Wirbellosen, den Farben, Formen und überraschenden Geschlechtswechseln von Fischen bis hin zur Nahrungskette des Meeres, an deren Ende der Mensch mit seinen Eingriffen in das Ökosystem steht.

Natürlich steht aber die Praxis mit dem Aufspüren und Sammeln von allerlei bekannten und unbekannten Organismen unter Wasser in entsprechenden Bio-Tauchgängen im Vordergrund des Programms. Ihr lernt während eures Aufenthalts über 100 typische Tier- und Pflanzenarten des Mittelmeers kennen, darunter wenigstens 30 Fische!

Vortrag: Jenseits der Angst Erfahrungen & Erlebnisse mit Haien

Für die diesjährige Herbsttour kommt Sharkproject wieder mit einem spannenden Vortrag zu Euch. Die international bekannten UW-Filmer und Fotografen Andrea Ramalho und Ralf Kiefner zeigen in dem neuen Sharkproject-Multimediavortrag: Haie, wie Sie sie noch nie gesehen haben. Erfahren Sie mehr über das Verhalten der mächtigen Räuber und erleben Sie die spannenden Abenteuer der beiden Vortragenden hautnah mit.

In vielen bisher noch nie gezeigten Bildern und Filmen entsteht ein völlig neues Bild über die meist gefürchteten Tiere der Welt. In 90 Minuten Vortrag wird aus dem Menschenfresser in unserem Kopf ein scheuer, intelligenter Räuber, der vor allem eines verdient – Respekt und Schutz. Denn der Vortrag vermittelt auch ein beklemmendes Bild über die drohende Ausrottung der Haie und die ökologischen Folgen für die Meere.

Ralf Kiefner und Andrea Ramalho sind mit ihrem Vortrag unterwegs im Auftrag der internationalen Haischutzorganisation SHARKPROJECT. Die Tour geht über 10 Stationen in 3 Ländern und ist vor allem eines – spannend bis zur letzten Minute.

Ebenfalls mit dabei – Verantwortliche der nationalen Sharkproject-Organisation. Die Eintrittsgebühr von Euro 12,– für Erwachsene unterstützt die Haischutzaktionen von Sharkproject International e.V. – ausgezeichnet mit dem DZI-Spendensiegel für besonders empfehlenswerte Organisationen.

Sichern Sie sich jetzt ihre Eintrittskarte, denn in der Vergangenheit waren die Sharkproject-Vorträge immer ausverkauft.

Hier reservieren…

Die Tourdaten im Überblick:
14.10.2009                        Hamburg (D)
16.10.2009                      Euskirchen (D)
17.10.2009                      Fulda (D)
18.10.2009                      Mühlheim am Main (D) = 2 Veranstaltungen
19.10.2009                      Erlangen (D)
21.10.2009                      Wien (A)
22.10.2009                      Marchtrenck (A)
23.10.2009                      Innsbruck (A)
24.10.2009                      Winterthur (CH)
25.10.2009                      Bern (CH)

RÜCKRUFAKTION FÜR O-RING NEMO AIR SCHNELLKUPPLUNG

Mitteilung von Mares zum Thema Rückruf Mares NemoAir:

Rapallo, 31. Juli 09
WICHTIGE SICHERHEITSMITTEILUNG!

Verehrter Kunde,
hiermit möchten wir Sie darüber informieren, dass wir am O-Ring der Nemo Air Schnellkupplung einen Qualitätsmangel entdeckt haben.
Unter bestimmten Bedingungen kann der O-Ring versagen, wodurch an der Nemo Air Schnellkupplung eine Undichtigkeit entstehen kann. Infolgedessen kommt es zu einem stetigen, wenn auch langsamen Verlust von Atemgas. Da diese Situation möglicherweise zu einem Unfall führen könnte, hat sich Mares entschlossen, das Produkt zurückzurufen. Es gibt bereits eine Lösung in Form eines O-Rings aus einem anderen Material und von anderer Härte, der nachträglich an der Schnellkupplung Ihres Nemo Air montiert werden kann.
Bitte beachten Sie, dass der Fall eines unkontrollierten Abströmens von Atemgas aus dem Hochdruckschlauch durch die Euronorm EN250 geregelt wird, die in Hochdruck-Anschlüssen eine 0,3-mm-Bohrung verlangt. Infolgedessen strömt das Atemgas nur sehr langsam ab und ein Taucher sollte immer in der Lage sein, seinen Tauchgang sicher zu beenden.
ZUR IHRER SICHERHEIT UND ZUR VERMEIDUNG MÖGLICHER SCHWERER UNFÄLLE BITTEN WIR SIE
DENNOCH:
TAUCHEN SIE NICHT MIT EINER SCHNELLKUPPLUNG, DIE VON DIESER RÜCKRUFAKTION
BETROFFEN IST, BIS DER BESTEHENDE O-RING ENTFERNT UND DURCH EINEN NEUEN ERSETZT
WURDE.
Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.mares.com

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