Category: Tauchmedizin

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Hier weitere Info´s …

Wie hätten Sie Ihre Qualle denn gerne? Mit Essig und Öl?

Aktueller Beitrag im Alert Diver:

„Wie hätten Sie Ihre Qualle denn gerne? Mit Essig und Öl?“

 

DAN Europe DAN Instructor

In der amerikanischen Komödie „Nach 7 Tagen – Ausgeflittert“ trifft der bekannte Hollywood-Darsteller Ben Stiller auf ein giftiges, quallenartiges Meerestier. Nachdem er von einer Portugiesischen Galeere (und dabei handelt es sich nicht um eine Qualle, sondern um eine auch Siphonophorae genannte Polypenkolonie) gestochen wird, sieht man Stiller während seiner Flitterwochen in Mexiko schreiend am Strand entlang laufen. Und das einzige, zur Verfügung stehende, lebensrettende Mittel ist das frische Urin seiner Frau. Igitt! Kein Wunder, dass sich die Taucher und Schwimmer der Welt so dringend eine andere Behandlungsmöglichkeit wünschen.

Bei der Portugiesischen Galeere handelt es sich um einen Organismus, der aus einer Kolonie, also aus unzähligen winzigen Einzelorganismen besteht. Eine Qualle dagegen ist ein einziger vielzelliger Organismus. Was allerdings beide verbindet, ist ihr Stich. Und genau darum geht es in diesem Artikel…

An den Tentakeln von Quallen befinden sich Zellen, die mikroskopisch kleine, mit Gift gefüllte, scharfe Harpunen auf jeden abschießen können, der ihnen zu nahe kommt. Für einen Wassersportfan hat das unangenehme Schmerzen und Ausschläge (Rötungen) zur Folge — für die Qualle ist es ein Überlebensmechanismus.

Glücklicherweise ist warmer Urin nicht die einzige Behandlungsmöglichkeit bei Quallenstichen und ähnlichen Verletzungen. Unterschiedliche Quallen haben unterschiedliche Gifte, daher kann sich auch die Behandlung unterscheiden. Tatsächlich haben Wissenschaftler der notfallmedizinischen Abteilung des chirurgischen Instituts der Universität Stanford vor Kurzem herausgefunden, welche Behandlung sich bei den unterschiedlichen Stichen jeweils am Besten eignet. Eine gute Behandlung von Quallenstichen sollte die Schmerzen wirkungsvoll lindern, die Absonderung des Gifts reduzieren bzw. stoppen und eine Entzündung der Haut verhindern.

Leider hat man auf einem Tauchboot oft nur eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten.  In den meisten Notfall- und Erste Hilfe-Kursen wird empfohlen, das Gift zu neutralisieren, indem man die betroffene Stelle zunächst mit Essig aus 4% oder 6% Essigsäure wäscht und sie dann in heißes Wasser eintaucht. Falls das heiße Wasser nicht zum Abklingen des stechenden Schmerzes führen sollte, wird empfohlen kaltes Wasser, Alkohol, Fleischzartmacher oder Natron zu verwenden. Lidocain – ein lokalanästhetisches Kortison –, ein entzündungshemmendes Medikament oder eine sterile Kochsalzlösung — eine dem Meerwasser ähnliche Flüssigkeit, könnten auch helfen.

Falls keines der oben genannten Mittel hilft, dann sollte man das verwenden, worin die Qualle lebt – Meerwasser.  Jede Veränderung der Osmolarität kann zu einer Entladung von Nematozysten führen. Um genau das zu vermeiden, lässt sich Meerwasser auch gut durch Kochsalzlösung bzw. Süßwasser gut durch Leitungswasser ersetzen.

Die gute Nachricht ist: das ist nur Erste Hilfe – sobald man wieder an Land ist, ist man im Behandlungsparadies. Denn da kann man einen Arzt aufsuchen, der einen mit dem echten Zeug behandelt – mit Schmerzmitteln, Antibiotika, Desinfektionsmitteln und allem, was man sonst noch braucht.  Das Risiko einer Ersten Hilfe-Behandlung an Bord liegt darin, dass man bei falscher Behandlung eine Entladung der in der Haut steckenden, noch inaktiven kleinen Harpunen auslösen kann. Und dann kommen die Schmerzen zurück. Aua!

Wenn das Zusammentreffen mit Quallen nur zu Hautausschlägen und Schmerzen führen würde, dann wären sie wohl nichts weiter als ein vorübergehendes Ärgernis.  Manchmal kann das Gift jedoch hämolytische, neurotoxische oder kardiotoxische Komponenten enthalten, die durch einen anaphylaktischen Schock bzw. eine Atem- oder Herzstillstand zum Tod führen können. In dieser speziellen Studie liessen sich 96 Freiwillige am Unterarm von einer Chrysaora chinensis-Qualle stechen. Die Stiche wurden behandelt und die Reaktion auf die jeweilige Behandlung hinsichtlich Schmerzen und Rötung nach einem Punkteschema bewertet. Zur mikroskopischen Untersuchung der Zunahme bzw. Abnahme der Nematozytenentladung, wurden dieselben Behandlungsmethoden auch durch In-vitro-Tests überprüft. Untersucht wurde die Behandlung mit Isopropylalkohol, heißem Wasser, Essigsäure, Fleischzartmacher, Lidocain und Natron.

Überraschenderweise erwies sich der Fleischzartmacher aus Papain am effektivsten. Hierbei handelt es sich um ein Enyzm der Papayafrucht, das auch als starker Verdauungshelfer von Proteinen bekannt ist und von dem man annimmt, dass es das Quallengift aufspalten kann.  Keine der anderen örtlichen Behandlungsmethoden erreichte eine vergleichbare statistische Relevanz, da es Schmerzen und Rötungen reduzierte und keine weiteren Nematozytenentladungen auslöste.

Derweil erwies sich der oft empfohlene Essig keineswegs als gute Option. Natron war bei der Reduzierung des Ausschlags am effektivsten (30 Minuten nach dem Stich). Natron und Papain wirkten in Kombination innerhalb einer Stunde. Essigsäure und Isopropylalkohol führten zu einer Nematozytenentladung während Natron, Papain, heißes Wasser bzw. Lidocain dies nicht taten.  Einfaches Meerwasser löste keine Nematozytenentladung aus und funktioniert vermutlich immer, wenn es darum geht die Haut zu reinigen und dabei keine neuen Stiche auszulösen. Die Wissenschaftler gingen davon aus, dass Nematozytenentladungen mit dem menschlichen Schmerzempfinden korreliert. Daher muss eine Nematozytenentladung bei der Behandlung vermieden werden.

Zur Vermeidung weiterer Nematozytenentladungen wurde von der Verwendung von Essigsäure und Isopropylalkohol zur Reinigung abgeraten.

Diese Forschungsstudie wurde von DAN (Divers Alert Network) inspiriert und finanziert.  Obwohl die Studie und ihres statistischen Tests sehr präzise und professionell durchgeführt wurden, wiesen die Autoren jedoch deutlich auf die Grenzen der Studie hin und darauf, dass die Ergebnisse nicht allgemein gültig und auf alle Arten von Quallen anwendbar seien.

Es gibt also vermutlich noch einige weitere Überraschungen zu entdecken. Halte Dich über die neuesten Entwicklungen der Tauchmedizin auf dem Laufenden, indem du regelmäßig unsere medizinischen Nachrichten liest. Oder reiche deine eigenen Forschungsideen bei DAN ein!

 


 

Referenzen:

Efficacy of Topical Treatments for Chrysaora chinensis Species: A Human Model in Comparison with an In Vitro Model. Wilderness Environ Med., März 2016; 27(1): 25-38. DeClerck MP1, Bailey Y2, Craig D2, Lin M2, Auerbach LJ2, Linney O3, Morrison DE4, Patry W5, Auerbach PS2. – Epub 27. Januar 2016.

DAN Europe bildet italienischen Fußballverband FIGC in Erster Hilfe aus

Roseto degli Abruzzi, 16. Mai 2016 – Der italienische Fußballverband (FIGC) hat sich für DAN Europe als seinen Partner für Erste Hilfe und Lebensrettende Sofortmaßnahmen/Defibrillation entschieden.

Dank dieser Partnerschaft werden nun Fußballtrainer, die für Amateurvereine und mit Jugendlichen arbeiten, in Erster Hilfe ausgebildet und qualifiziert. So wird das Erkrankungs- und Verletzungsrisiko gesenkt.

Schon wenige Wochen nach dem Auftakt letzten Monat wurden 30 Erste Hilfe Kurse mit 230 Ausbildern organisiert. Es wird erwartet, dass diese Zahlen bis Ende des Jahres noch erheblich steigen werden.

„Über die Jahre haben wir mit vielen wichtigen Institutionen zusammengearbeitet, u.a. zum Beispiel mit Pflegepersonal, Polizisten und Rettungsteams. Wir freuen uns sehr über diese Möglichkeit der Zusammenarbeit mit dem FIGC. Dass eine so renommierte italienische Sportorganisation uns vertraut, bestätigt die hohe Qualität unserer Kurse“, sagte Prof. Alessandro Marroni, Präsident von DAN Europe.

Das Ausbildungsprogramm beinhaltet Grundzüge der Anatomie und Physiologie sowie die Überprüfung des Bewusstseinzustands und geht dann über zur praktischen HLW und zum Umgang mit einem plötzlichen Herzstillstand. Im Modul zur Defibrillation werden darüber hinaus rechtliche Dinge sowie die Wartung der Geräte behandelt. Anwender lernen auch was man bei einer Verlegung der Atemwege tun muss und wie man mit äußeren Blutungen umgeht.

Weitere Infos zu den DAN Training Kursen gibt es auf http://www.tauchschule-tauchkurse.de/tauchen/dan_provider_kurse.htm

Ohrenpflege beim Tauchen mit ätherischen Ölen

Ohrenpflege beim Tauchen mit ätherischen Ölen

Das Ohr ist eines der empfindlichsten Organe eines Tauchers. Auch Schnorchler wissen, wie sensibel das Ohr reagieren kann. Deshalb ist hier die richtige Ohrenpflege so wichtig. Viele Tipps und Informationen kursieren im Internet. Wir stellen hier einige Tipps zur Vermeidung bzw. Prophylaxe der Gehörgangsentzündung (Otitis externa) und natürlich Maßnahmen, falls die vorbeugenden Maßnahmen versagt haben vor.

Ein paar Dinge vorweg, so schützt Du Deine Ohren beim Tauchen

Am besten Hände weg vom gesunden Ohr, dort hat nichts anderes als reines Trinkwasser (am besten aus der Flasche, nicht aus Wassertanks auf Tauchschiffen, das ist meist mit Bakterien durchsetzt) etwas verloren! Noch ein paar mehr Tipps:

  • Vermeide jegliche Manipulationen am Gehörgang und verwende keine Ohrenstäbchen
  • Schütze die Ohren vor Wind (Mütze oder Stirnband tragen)
  • Lege das Ohr trocken (z.B. nach dem Tauchen föhnen) – Bakterien mögen es feucht und warm!
  • Spüle Deine Ohren mit sauberen Süßwasser nach dem Tauchen, am besten mit einer 20ml-Spritze
  • im schlimmsten Fall halte Deine Ohren auch während des Tauchens trocken, z. B. durch eine spezielle Tauchmaske (Subgear/Scubapro Pro Ear)
  • Verwende evtl. vorbeugende Ohrentropfen aus fetten und ätherischen Ölen

 

Die Gehörgangsentzündung

Taucher leiden des öfteren an Gehörgangsentzündungen und oft muss deshalb während des verdienten Tauchurlaubs das Tauchen leider eingestellt werden. So mancher Taucher hat auch schon sein geliebtes Hobby an den Nagel gehängt, da er die lästigen und immer wiederkehrenden Gehörgangsentzündungen nicht in den Griff bekommen hat.

Meistens reichen die obengenannten Maßnahmen der Vorbeugung aus und es müssen keine Tropfen verwendet werden. Solltest du trotzdem Sympotme wie Juckreis oder Ohrmuscheldruckschmerz empfinden, hast Du Dir wahrscheinlich eine Gehörgangsentzündung eingefangen.
Weitere Symptome:

  • Juckreiz
  • Ohrmuschelziehschmerz
  • Tragusdruckschmerz
  • Schwellung
  • Sekretion
  • Schwerhörigkeit

 Mediziner empfehlen Otospirin bzw. Panotil-Tropfen. Dies sind Kombipräparate aus Antibiotika und Kortison. Wir empfehlen (auch zur Prophylaxe) eine Mischung aus fetten Pflanzenölen und ätherischen Ölen.

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Ätherische Öle z.B. von Jophiel Aromaöle

Schon die alten Ägypter wussten um die geheimnisvollen Kräfte von ätherischen Ölen. Heute weiß man, dass diese flüchtigen Pflanzendüfte nicht nur der Nase schmeicheln, sondern auch auf Körper, Geist und Seele positive Effekte haben. Ätherische Öle, fachsprachlich auch etherische Öle, sind in organischen Lösungsmitteln lösliche Extrakte oder die organische Phase aus Wasserdampfdestillaten aus Pflanzen oder Pflanzenteilen, die einen starken, für die Herkunftspflanze charakteristischen Geruch haben. Ätherische Öle sind aus vielen verschiedenen Komponenten zusammengesetzt, sie enthalten aber keine Fette.

Wichtige Qualitätskrietriem beim Kauf ätherischer Öle – was sollte auf den Flaschen alles angegeben sein:

  • 100% naturreines ätherisches Öl – nicht NATURIDENTISCH, das ist chemisch nachgebautes Öl, ohne spezielle Wirkung!
  • deutscher und botanischer Name incl. Ursprungsland der Pflanze
  • Pflanzenteil z.B. aus Wurzel, Samen, Schale, Blüten, Blätter und Zweige
  • Anbauweise – kbA = kontrolliert biologischer Anbau – demeter
  • Zusätze, Verdünnungsmittel in % bei zähflüssigen Extrakten 

Wie wirken ätherische Öle im allgemeinen?

  • Abwehr von Bakterien, Viren und Pilzen
  • Abwehr von Insekten und Fressfeinden
  • Anziehung von fortpflanzungsdienlichen Lebewesen
  • Unterstützung in der Wundheilung
  • Ätherische Öle wirken immer auf Körper, Geist und Seele  !
  • Positiver Einfluss auf das Hormon-, Immun- und  Nervensystem !

Ohrentropfen aus ätherischen und fetten Ölen

Fette Öle zeichnen sich durch einen spezifischen Anteil an ungesättigten (stofwechselaktiven) und gesättigten Fettsäuren, Mineralien und Vitaminen aus. Das Pflanzenfett entspricht in seiner natürlichen Zusammensetzung den natürlichen
Bestandteilen des Hautfettes und eignet sich damit besonders für die Pflege der empfindlichen Haut im Gehörgang.

Als Basisöl empfehlen wir Johanniskrautöl – ein Mazarat aus Hypericum perforatum (Johanniskraut). Dieser Auszug wirkt ausgesprochen schmerzlindernd, entzündungshemmend und ist durchblutungsfördernd, antibakteriell und antiviral. In dieses Basisöl mischen wir die ätherischen öle von Lavendel (Lavandula angustufolia), Latschenkiefer (Pinus pumilionis syn. Pinus mugo) und Cajeput (Melaleuca leucadendron).

Mit seinem großen Wirkspektrum auf die Haut fördert das ätherische Lavendelöl den Heilungsprozess im Gehörgang und reduziert den Juckreiz. Außerdem wirkt es zellregenerierend und antibakteriell und dadurch ebenfalls schmerzlindernd. Ohne ein Kortison zu sein besitzt das Latschenkieferöl aufgrund der Kombination seiner Inhaltsstoffe kortisonähnliche Eigenschaften und ist damit entzündungshemmend. Durch die antiseptsiche bzw. desinfizierdende Wirkung des ätherischen Cajeputöls wird diese Mischung vervollständigt. Das Cajeputöl  wirkt zusätzlich schmerzlindernd.

Hier mein Rezept für „Tauchers Ohrenöl“

  • 20 ml Johanniskrautöl (Hypericum perforatum in Ole euopaea)
  • 2 Tropfen Lavendelöl bio (Lavandula angustifolia)
  • 1 Tropfen Cajeputöl bio (Melaleuca leucadendron)
  • 1 Tropfen Latschenkieferöl bio (Pinus pumilionis)

Diese Mischung kann mit einem Tropfer in den Gehörgang zwei mal täglich mit ca. 2 – 3 Tropfen eingebracht werden.

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Latschenkiefer

Autor: Stefan Berger,
SSI Instructor Trainer, DAN Instructor Trainer, Aroma-Experte, Rettungssanitäter, Gesundheits- und Krankenpfleger, Ausbilder Notfallmedizin der Bergwacht Bayern

PFO und Tauchen – eine Herzensentscheidung

PFO und Tauchen – eine Herzensentscheidung

Die SCHWEIZERISCHE GESELLSCHAFT FÜR UNTERWASSERUND HYPERBARMEDIZIN informiert zum Thema PFO und Tauchen wie folgt:

Quelle: Persistierendes Foramen ovale EMPFEHLUNGEN 2012 – 2015 DER SCHWEIZERISCHEN GESELLSCHAFT FÜR UNTERWASSER- UND HYPERBARMEDIZIN „SUHMS“

„Das Foramen ovale ist eine klappenartige Verbindung zwischen dem rechten und linken Vorhof des Herzens. Durch diese in der Embryonalphase jedes Menschen unentbehrliche Öffnung fliesst das Blut unter Umgehung des Lungenkreislaufes bis unmittelbar vor der Geburt. Mit dem ersten Atemzug wird das Foramen ovale überflüssig. Bei etwa 75% aller Menschen verklebt oder verschliesst es sich vollständig in den ersten Lebensjahren. Bei den andern bleibt diese Klappe „wie eine Türe angelehnt“.

HÄUFIGKEIT

Beim PFO handelt es sich um eine Normvariante, die bei über 25% aller Menschen vorkommt. Somit haben auch über ein Viertel aller Sport- und Freizeittaucher ein PFO.

RISIKO

Unter natürlichen Bedingungen kann wegen der lokalen Strömungsverhältnisse kaum etwas durch ein PFO gelangen. Nach vorgängig länger dauernder Druckerhöhung im Brustraum (mehrere Sekunden) kann im rechten Vorhof des Herzens ein genügend hoher Überdruck entstehen, damit sich diese „Türe“ öffnet und so kleinere Blutmengen in die linke Herzhälfte passieren lässt, unter Umgehung des Lungenfilters.
Die beim Tauchen dekompressionsbedingt entstehenden Mikrobläschen werden idealerweise im Lungengewebe gefiltert und dann abgeatmet. Unter oben genannten Bedingungen können Bläschen des venösen Blutes durch ein PFO direkt vom rechten in den linken Vorhof gelangen, also ungefiltert in die arterielle Blutstrombahn, wo sie erneut das Gewebe aufsättigen. Auch durch ihre Volumenzunahme (z.B. durch Verminderung des Umgebungsdruckes oder Fusion mehrerer Bläschen) und durch Aktivierung biochemischer Vorgänge im Blut können diese kleinsten Bläschen im arteriellen Systemkreislauf zu Embolien führen. Entsteht diese Verstopfung in den Adern an kritischer Stelle, wird dies einen Tauchzwischenfall provozieren. Klinisch entsteht der Eindruck einer Dekompressionskrankheit (Decompression illness DCI) unklarer Ursache.
Das Risiko, mit einem offenen Foramen ovale zu tauchen, ist extrem gering, denn das wirkliche Risiko ist nicht das offene Foramen ovale, sondern es sind die zirkulierenden Gasblasen.

EMPFEHLUNGEN

Bei unbekanntem PFO

  • Ein routinemässiges PFO Screening wird bei Freizeit- wie auch bei bei Profi-Taucher/taucherinnen nicht empfohlen.
  • Bei zufällig bekanntem PFO:
  • PFO Grad I: Die Empfehlungen sind die gleichen wie für Taucher ohne PFO.
  • PFO Grad II und III: Tauchen nach den Regeln des „low bubble diving“.

 

Nach Tauchzwischenfall

  • Nach „unverdienter DCI“ muss in jedem Fall eine ausführliche Ursachenabklärung durch einen erfahrenen und speziell ausgebildeten Tauchmediziner erfolgen.
  • Nach Therapieabschluss eines Tauchunfalls erfolgt die Beurteilung der Tauchtauglichkeit grundsätzlich nach den Empfehlungen im Tauchtauglichkeit-Manual SUHMS.
  • Wird das PFO mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als Ursache der DCI beurteilt, ist die Tauchtauglichkeit weiterhin gegeben nach den Regeln des „low bubbble diving“.
  • Im Falle eines weiteren Ereignisses besteht keine Tauchtauglichkeit mehr bis zur erneuten ausführlichen Ursachenabklärung.
  • Die allfällige Empfehlung zum PFO-Verschluss muss im Individualfall mit den persönlichen Bedürfnissen der Taucher und den mit dem Eingriff verbundenen kurz- und langfristigen Risiken in einem Gespräch abgewogen werden. Die Kostenübernahme soll geklärt werden.

15 REGELN DES „LOW BUBBLE DIVING“

Massnahmen, die die Blasenzahl tief halten

  1. Den Tauchgang mit grösster Tiefe beginnen
  2. Keine Jo-Jo-Tauchgänge Kein wiederholtes Auftauchen in den 10 m-Bereich
  3. Aufstiegsgeschwindigkeit in den oberen 10 m auf 5 m/min. reduzieren
  4. Sicherheitshalt in 3-5 m Tiefe während mindestens 5-10 Minuten
  5. Nullzeitgrenzen nicht ausreizen Keine Deko-Tauchgänge
  6. Mindestens 4 Std. Oberflächenintervall bis zumnächsten Tauchgang
  7. Maximal zwei Tauchgänge pro Tag
  8. Mindestens 2 Std. Wartezeit bei geplantem Wechselin eine höhere Höhe über Meer
  9. Meiden von grosser Hauterwärmung nach demTauchgang Sonnenbad, warme Duschen, Sauna usw.
  10. Kälte, Dehydratation und Rauchen vermeiden
  11. Tauchen mit Nitrox nach Lufttabellen O2-Toxizität beachten
  12. Spezielle Tauchcomputer resp. Software vermindern das Risiko

 Massnahmen, die den Übertritt von Blasen in die arterielle Strombahn tief halten:

  1. Keine Anstrengungen in den letzten 10 m des Aufstiegs Körperliche Arbeiten unter Wasser sowie Strömung am Ende des Tauchganges vermeiden
  2. Keine Anstrengungen in den ersten 2 Stunden nach dem Tauchgang (An der Oberfläche Jackett nicht von Mund aufblasen, Gerät im Wasser ausziehen und von Helfenden herausheben lassen, anstrengungsfreier Ausstieg an Land oder ins Boot (kein Pressen!), das Herumtragen von schweren Ausrüstungen vermeiden)
  3. Absolutes Tauchverbot bei Erkältungen Husten oder Forcieren des Druckausgleichs fördert den Übertritt von Bläschen in den arteriellen Kreislauf“

Das sagt die SCHWEIZERISCHE GESELLSCHAFT FÜR UNTERWASSERUND HYPERBARMEDIZIN zum Thema PFO und Tauchen. Andere Autoren empfehlen maximal einen Tauchgang pro Tag, ausserdem eine maximale Tauchtiefe von 20m (Klingmann, Tetzlaf: Moderne Tauchmedizin, Handbuch für Tauchlerher, Taucher und Ärzte, 1. Auflage, 2007, Gentner-Verlag, Seite 559).

Eine 100%-ige Sicherheit mit einem PFO keine weiteren Tauchunfälle zu erleiden gibt es trotz Beachtung aller Regeln sicher nicht. Die einzig sichere Methode ist der Verzicht auf das Tauchen. Wie die Überschrift dieses Artikels  schon sagt, ist die Entscheidung mit einem PFO weiter zu Tauchen sicher auch eine Herzensangelegenheit, aber auch abhängig vom Grad (s.o).  Meist wird das PFO erst nach einem Tauchunfall entdeckt, ob man als Taucher so ein Erlebnis ein zweites mal erleben möchte, das sei jedem selbst überlassen. Jedenfalls sollte der Tauchbuddy und auch die Tauchbasenleitung oder der Tauchlehrer über das PFO Bescheid wissen, wenn schon einmal ein Tauchunfall aufgrund des PFO auftrat. Das richtig große Problem der Dekokrankheit ist nämlich das Erkennen und richtige Deuten der Symptome. Wenn man dann im Ernstfall weiß, dass der Buddy bereits früher einen Tauchunfall hatte, denkt man im Notfall  eher an eine DCS, als wenn man diesen Umstand nicht kennt.

DAN Diving Safety Laboratory (DSL)“ Informationstag am 02.11.2014

DAN Diving Safety Laboratory (DSL)“ Informationstag am 02.11.2014 ab 09.00 Uhr

Sport Eder + Berger und DAN Europe laden Dich zu einem „DAN Diving Safety Laboratory (DSL)“ Informationstag und einem DAN Training Update / Upgrade ein. Gratis dazu: Vollgesichtsmasken-Test im Pool!

DAN Europe DAN Instructor

DAN Europe DAN Instructor

Vortragender: Pascal Kolb (DAN Training Koordinator Deutschland und Repräsentant International Diving Assurance Ltd.).
Auch Du kannst mitmachen und ein DAN Forschungstaucher werden! Mach mit! Hier geht´s zur Anmeldung…

DAN hat der Tauchergemeinschaft eine einzigartige Herausforderung gestellt: Tauchern durch deren Hilfe und ihre aktive Teilnahme an wissenschaftlichen Projekten ein besseres Verständnis für tauchbedingte Probleme zu vermitteln. Freiwillige aus allen Ländern Europas wurden in die Erhebung von Daten mit wissenschaftlich und epidemiologisch geeigneten Methoden eingebunden.

Auf diese Weise werden hunderttausende durchgeführte Tauchgänge in der Datenbank des DAN Tauchforschungslabors gesammelt und ausgewertet, welche die Erforschung einer Vielzahl von verschiedenen Aspekten der Tauchsicherheit ermöglichen.

Teil 1) 09.00h – 13.00h: DAN Training Update / Upgrade für DAN Ausbilder (Anmeldung bis zum 14.10.14 bei DAN Training erforderlich, Kontakt siehe unten)

Diese DAN Training Veranstaltung ist für DAN Instructor und DAN Instructor Trainer ein Angebot ihre Fertigkeiten (zum Beispiel HLW, AED, Erste Hilfe, Notfallsauerstoff, Neuro-Check, etc.) und Ihr Wissen (DAN Training Systematik, Materialien, Zertifizierung, etc.) zu aktualisieren sowie dadurch auch wieder den ggf. verlorenen DAN Lehrstatus wiederzuerlangen (Update – kostenfrei).
Außerdem können DAN Instructor Trainer hier fehlende Module aus dem DAN Training (zum Beispiel HLW/AED bei Kindern, Dive Medicine for Divers – DMFD) erlernen um danach wieder das komplette DAN Programm ausbilden zu können und dadurch den ggf. verlorenen Lehrstatus wiederzuerlangen (Upgrade – kostenpflichtig je nach benötigten Modulen).
Der positive „Nebeneffekt“ dieser Veranstaltung ist das Netzwerken in der Tauchbranche. Als besonderen Service werden in einem kurzen Workshop generelle Details zu Tauchversicherungen (unterschiedliche Versicherungsklassen, Deckungssummen, Ausschlüsse, Obliegenheiten, Schadensregulierung, etc.) einfach erklärt und Fragen beantwortet.

Teil 2) 14.00h – 15.00h: DAN Instructor Trainer Meeting (Anmeldung bis zum 14.10.14 bei DAN Training erforderlich, Kontakt siehe unten)

Exklusiv für (wieder) aktive DAN Instructor Trainer informieren wir an dieser Stelle über weitere Neuigkeiten im DAN Training und wir stehen Dir zum Gedankenaustausch zur Verfügung.

Teil 3) 15.30h – 17.30h (offen für alle tauchenden und nichttauchenden Interessenten) DAN Diving Safety Laboratory

Das DAN Diving Safety Laboratory (DSL – Tauchsicherheitslabor) ist ein mobiles Forschungslabor, das alle notwendigen Instrumente für die Feldforschung und Sammlung von Tauchdaten enthält. Das DSL bietet Dir die Möglichkeit, aktiv in die Tauchsicherheitsforschung eingebunden zu werden. Auf diese Weise werden zigtausende durchgeführter Tauchgänge in der Datenbank des DAN Tauchforschungslabors gesammelt und ausgewertet. Dies wiederum ermöglicht die Erforschung einer Vielzahl von verschiedenen Aspekten der Tauchsicherheit und individueller Risikofaktoren.

Bei dieser Veranstaltung berichten wir von den neuesten DAN Forschungsprojekten und weisen Dich in unsere Arbeitsweise ein.

Das DAN Diving Safety Laboratory (DSL) ist ein Projekt der DAN Europe Foundation zur Verbesserung der Tauchsicherheit und findet in unterschiedlicher Zusammensetzung und mit verschiedenen Durchführenden in Tauchbasen / Schulen und Vereinen statt. Aktive DAN Mitglieder machen diese präventive Arbeit dank ihrer Beiträge möglich. Dive Smarter – mit DAN!
Anmeldungen

Sichere Dir Deinen Platz und melde Dich bitte direkt bei Sport Eder + Berger an: info@sport-eder.de, +49 / 8503 / 8010, Sulzbacher Str. 1, 94152 Neuhaus/Inn. Hier geht´s zum Anmeldeformular…

Für die Teilnahme am DAN Training Update / Upgrade und/oder dem Instructor Trainer Meeting ist bis zum 14.10.14 eine gesonderte Anmeldung (mit Verweis auf diese Veranstaltung) bei DAN Training erforderlich: training@daneurope.org
Für weitere Informationen zum Thema des DAN DSL-Programmes, schreibe an dsl@daneurope.org

Im Anschluss habt ihr die Möglichkeit Vollgesichtsmasken von Oceanreef zu testen!

 

Dekompression: Wahrheit oder Mythos? (Teil 1) – Artikel im neuen DAN Alert Diver Magazin

In der neuesten Ausgabe des DAN Alert Diver findet sich ein spannender Artikel mit dem Thema: „Dekompression: Wahrheit oder Mythos? „

„Viele Taucher glauben, dass die Dekompressionstheorie eine exakte Wissenschaft ist. Dieser Ansicht sind sie vermutlich, weil bei ihr Algorhythmen, Kompartimente und Halbwertzeiten, d.h. also Mathematik eine Rolle spielen. Selbst die aktuellsten Dekompressionsmodelle, die das im Körper vorhandene Gas in seiner freien Form berücksichtigen (VPM, RGBM, etc.), verwenden zur fortgeschrittenen mathematischen Beschreibung des Blasenverhaltens im Taucher physikalische Gesetze wie das Laplace-Gesetz. Und aus diesem Grund glauben Taucher, dass die Dekompressionstheorie eine exakte Wissenschaft ist!

In Anbetracht der Tatsache, dass Mathematik tatsächlich eine exakte Wissenschaft ist (vermutlich die exakteste überhaupt), entgeht ihnen jedoch, dass die Dekompressionstheorie nichts anderes ist als eine vereinfachte mathematische Simulation eines komplexen biologischen Phänomens. Vor diesem Hintergrund kann das mathematische Modell sichere und exakte Ergebnisse liefern. Die Wirklichkeit, die diesen Modellen entspricht, hat aber bislang noch niemand mit eigenen Augen gesehen. Zur Vereinfachung des Konzeptes könnte man also sagen, dass die Biologie, die hinter Dekompression steckt… keine mathematischen Modelle kennt und macht, was sie will!

DAN Kurse

DAN Kurse

Aus diesem Grund beobachten wir, wie mathematische Modelle kontinuierlich überarbeitet, auf den neuesten Stand gebracht und ersetzt werden. Immer mit dem Ziel, das echte biologische Phänomen so getreu wie möglich darzustellen. Jeder gewissenhafte Taucher ist daher in der Pflicht immer auf dem Laufenden zu bleiben und mit den Veränderungen, die von Forschern vorgetragen und wissenschaftlich belegt werden, Schritt zu halten. Sonst riskiert man als Taucher/Taucherin das Leben!

Machen wir uns doch das zu Nutze, was bei der letzten jährlichen Konferenz der EUBS (European Underwater and Baromedical Society) präsentiert wurde und was Dr. Pasquale Longobardi (Medizinischer Direktor des Überdruckzentrums in Ravenna, Italien) dankenswerterweise für uns so umformuliert hat, dass die Leser ihr Wissen nun mit einem zweiteiligen „Richtig-oder-Falsch“-Quiz auf den neuesten Stand bringen können. Hier ist Teil 1.

Mit den traditionellen 5, 10, 20, etc… Minuten hat sich die Halbwertszeitserie bei den traditionellen Dekompressionsmodellen mittlerweile fest etabliert.

FALSCH! Wie J. Kot berichtet, zeigt die Meta-Analyse von Dekompressionsmodellen, dass es etwa alle dreißig Jahre eine entscheidende Veränderung bei den Halbwertszeiten gibt, ohne dass sich dadurch jedoch die Wahrscheinlichkeit eines Dekompressionsunfalls erheblich verändern würde. Außerdem wurde festgestellt, dass die maximale Halbwertszeit für einen Taucher, auch bei Sättigungstauchgängen, zwischen 360 und 420 Minuten liegen kann.

Die Sicherheitskurve (die Grundzeitgrenzen, die – bei unterschiedlichen Tiefen – zeigen, wenn keine Dekompressionsstopps notwendig sind), die von diversen Tauchcomputern angezeigt wird, ist im Grunde bei vielen Geräten identisch.

RICHTIG! Mehr noch als ein Beweis für die Genauigkeit der Dekompressionstheorie, ist das jedoch eine Folge davon, dass diese Modelle an eine „Sicherheitskurve“ angepasst sind, die mit Hilfe von Experimenten ermittelt wurde und die erwiesenermaßen sehr gut funktioniert.
Selbst bei den aktuellsten Dekompressionsmodellen, die das im Körper in freier Form vorhandene Gas berücksichtigen (VPM, RGBM, etc.), wurden Zufälligkeitsmechanismen (kritischer Volumenalgorithmus, kritischer Radius) integriert, damit sich das Modell den experimentellen Ergebnissen anpassen kann.

Die Dekompression, die Sporttauchern bei Routinetauchgängen von ihren diversen Tauchcomputern angezeigt wird, unterscheidet sich von Gerät zu Gerät kaum.

FAST RICHTIG! In Europa sind derzeit rund 50 Computermodelle im Handel erhältlich, aber keiner der Hersteller gibt klar und deutlich an, wie der Computer Dekompression berechnet. Außerdem werden die diversen Dekompressionsmodelle von den europäischen Richtlinien zur Zertifizierung von Tauchcomputern nicht berücksichtigt. M. Sayer testete 43 Tauchcomputer für Tauchgänge von 15 und 30 Metern mit einer Gesamtdekompressionszeit zwischen 0 und 30 Minuten. Bei 94,9% der Tests lag der Unterschied der Dekompressionszeit bei ±10%. In einigen Fällen (bei 1%) lag der Unterschied im Vergleich zu der von anderen Computern durchschnittlich errechneten Zeit bei über 25%. So betrug beispielsweise der maximale Unterschied der Sicherheitskurvengrenzen bei dem 15-Meter-Tauchgang beim konservativsten und dem am wenigsten konservativen Computer ganze 24,3 Minuten. Hier die konservativsten Computer (vom konservativstem bis zum dem am wenigsten konservativen): Mares Icon HD, Mares mit RGBM-Algorithmus, Uwatec mit Bühlmann-Algorithmus; Suunto mit RGBM-Algorithmus. Der am wenigsten konservative (und großzügigste) ist der Oceanic mit Bühlmann/DSAT-Algorithmus.

Für einen Sporttaucher ist bei Tauchgängen mit notwendigen kurzen Deko-Stopps ein Tauchcomputer ausreichend.

FALSCH! Während der, bei der vorherigen Frage bereits erwähnten Tests von Sayer wurden in 1.031 Arbeitsstunden 28 mal die Batterien gewechselt und die Displays von 19 Computern froren (vor allem aufgrund der Batterien) ein. Die Ergebnisse zeigen also eindeutig, dass es bei echten Tauchgängen für jeden Taucher zur Kontrolle der notwendigen Deko-Stopps sehr viel besser ist, zwei Computer zur Verfügung zu haben (zur Abhilfe bei Batteriefehlfunktionen). Darüberhinaus könnte ein Computer dann einfrieren bzw. die Batterien könnten genau dann leer sein, wenn sich nur ein Computer innerhalb der Grenzen der Sicherheitskurve befindet. Daher ist es wichtig, dass bei der Tauchausbildung die richtige Verhaltensweise im Falle einer Computerfehlfunktion behandelt wird.“

AlertDiver.eu, 2014; 56

DAN Diving Safety Laboratory (DSL)“ Informationstag – Event mit DAN Europe bei Sport EDER + BERGER

DAN Diving Safety Laboratory (DSL)“ Informationstag am 02.11.2014  ab 09.00 Uhr

Sport Eder + Berger und DAN Europe laden Dich zu einem „DAN Diving Safety Laboratory (DSL)“ Informationstag und einem DAN Training Update / Upgrade ein. Gratis dazu: Vollgesichtsmasken-Test im Pool!

Vortragender: Pascal Kolb (DAN Training Koordinator Deutschland und Repräsentant International Diving Assurance Ltd.).

danresearch-laboratory

Auch Du kannst mitmachen und ein DAN Forschungstaucher werden! Mach mit! Hier geht´s zur Anmeldung….

DAN hat der Tauchergemeinschaft eine einzigartige Herausforderung gestellt: Tauchern durch deren Hilfe und ihre aktive Teilnahme an wissenschaftlichen Projekten ein besseres Verständnis für tauchbedingte  Probleme zu vermitteln. Freiwillige aus allen Ländern Europas wurden in die Erhebung von  Daten mit wissenschaftlich  und epidemiologisch geeigneten Methoden eingebunden.

Auf diese Weise werden hunderttausende durchgeführte Tauchgänge in der Datenbank des DAN Tauchforschungslabors gesammelt und ausgewertet, welche die Erforschung einer Vielzahl von verschiedenen Aspekten der Tauchsicherheit ermöglichen.

Teil 1) 09.00h – 13.00h: DAN Training Update / Upgrade für DAN Ausbilder (Anmeldung bis zum 14.10.14 bei DAN Training erforderlich, Kontakt siehe unten)

 

Diese DAN Training Veranstaltung ist für DAN Instructor und DAN Instructor Trainer ein Angebot ihre Fertigkeiten (zum Beispiel HLW, AED, Erste Hilfe, Notfallsauerstoff, Neuro-Check, etc.) und Ihr Wissen (DAN Training Systematik, Materialien, Zertifizierung, etc.) zu aktualisieren sowie dadurch auch wieder den ggf. verlorenen DAN Lehrstatus wiederzuerlangen (Update – kostenfrei).

Außerdem können DAN Instructor Trainer hier fehlende Module aus dem DAN Training (zum Beispiel HLW/AED bei Kindern, Dive Medicine for Divers – DMFD) erlernen um danach wieder das komplette DAN Programm ausbilden zu können und dadurch den ggf. verlorenen Lehrstatus wiederzuerlangen (Upgrade – kostenpflichtig je nach benötigten Modulen).

Der positive „Nebeneffekt“ dieser Veranstaltung ist das Netzwerken in der Tauchbranche. Als besonderen Service werden in einem kurzen Workshop generelle Details zu Tauchversicherungen (unterschiedliche Versicherungsklassen, Deckungssummen, Ausschlüsse, Obliegenheiten, Schadensregulierung, etc.) einfach erklärt und Fragen beantwortet.

DAN Europe DAN Instructor

 Teil 2) 14.00h – 15.00h: DAN Instructor Trainer Meeting  (Anmeldung bis zum 14.10.14 bei DAN Training erforderlich, Kontakt siehe unten)

Exklusiv für (wieder) aktive DAN Instructor Trainer informieren wir an dieser Stelle über weitere Neuigkeiten im DAN Training und wir stehen Dir zum Gedankenaustausch zur Verfügung.

 

 Teil 3) 15.30h – 17.30h (offen für alle tauchenden und nichttauchenden Interessenten) DAN Diving Safety Laboratory

Das DAN Diving Safety Laboratory (DSL – Tauchsicherheitslabor) ist ein mobiles Forschungslabor, das alle notwendigen Instrumente für  die Feldforschung und Sammlung von Tauchdaten enthält. Das DSL bietet Dir die Möglichkeit, aktiv in die Tauchsicherheitsforschung eingebunden zu werden. Auf diese Weise werden zigtausende durchgeführter Tauchgänge in der Datenbank des DAN Tauchforschungslabors gesammelt und ausgewertet. Dies wiederum ermöglicht die Erforschung einer Vielzahl von verschiedenen Aspekten der Tauchsicherheit und individueller Risikofaktoren.

Bei dieser Veranstaltung berichten wir von den neuesten DAN Forschungsprojekten und weisen Dich in unsere Arbeitsweise ein.

Das DAN Diving Safety Laboratory (DSL) ist ein Projekt der DAN Europe Foundation zur Verbesserung der Tauchsicherheit und findet in unterschiedlicher Zusammensetzung und mit verschiedenen Durchführenden in Tauchbasen / Schulen und Vereinen statt.  Aktive DAN Mitglieder machen diese präventive Arbeit dank ihrer Beiträge möglich. Dive Smarter – mit DAN!

Anmeldungen

Sichere Dir Deinen Platz und melde Dich bitte direkt bei Sport Eder + Berger an: info@sport-eder.de, +49 / 8503 / 8010, Sulzbacher Str. 1, 94152 Neuhaus/Inn. Hier geht´s zum Anmeldeformular…

Für die Teilnahme am DAN Training Update / Upgrade und/oder dem Instructor Trainer Meeting ist bis zum 14.10.14 eine gesonderte Anmeldung (mit Verweis auf diese Veranstaltung) bei DAN Training erforderlich: training@daneurope.org
Für weitere Informationen zum Thema des DAN DSL-Programmes, schreibe an dsl@daneurope.org

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Im Anschluss habt ihr die Möglichkeit Vollgesichtsmasken von Oceanreef zu testen – sponsored by Oceanreef!

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Mehr Wasser, weniger Bläschen: Wie man Dehydrierung vermeidet – DAN Kampagne

DAN Hydrierung Sicherheitskampagne

Die Lungen waschen nach einem Tauchgang den Stickstoff aus, dieses Auswaschen ist jedoch weniger effektiv, wenn der Taucher dehydriert ist. Das wiederum steigert die Bläschenbildung und ihr Wachstum und kann zu DCS führen.

Dehydrierung Tauchen Stickstoff Dehydration Flüssigkeitsverlust Dekompressionserkrankung Dekounfall Stickstoffsättigung
Mehr Wasser, weniger Bläschen
DAN Europe rief 2013 eine Sicherheitskampagne ins Leben und mit Hilfe dieser Kampagne will DAN die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, wie wichtig Hydrierung beim Tauchen ist. Warum? Weil Dehydrierung ein Risikofaktor ist, der zu einer Dekompressionskrankheit (DCS) beitragen kann. Und wenn etwas die Tauchsicherheit angeht, dann geht es auch DAN etwas an. Der Slogan „Mehr Wasser, weniger Bläschen“ bezieht sich darauf, dass eine gute Hydrierung die Anzahl der Bläschen im Blutkreislauf erheblich reduziert.Bei den Tauchmessen 2013-2014 wurden 3.000 Alu-Trinkflaschen mit dem Slogan der Kampagne an neue DAN-Mitglieder und Mitglieder, die ihre Mitgliedschaft erneuert haben, verteilt. Poster und Banner, die die Taucher daran erinnern sollen genug Wasser zu trinken wurden produziert und an verschiedenen Orten in Ägypten aufgehängt. Denn dort ist Dehydrierung aufgrund des Klimas, der vielen Tauchgänge und der vielen Touristen einer der größten Risikofaktoren einer DCS. Artikel zum Thema Hydrierung wurden in angesehenen Tauchmagazinen veröffentlicht und unsere Sicherheitskampagne wird über verschiedene soziale Medien wie Facebook und Twitter verbreitet. Bei Tauch- und medizinischen Konferenzen werden Präsentationen und Vorträge zum Thema gemacht und zu guter Letzt werden die „More Water, Less Bubbles“-Broschüren bei Tauchmessen, in Tauchzentren und Tauchgeschäften verteilt.

Dehydrierung Tauchen Stickstoff Dehydration Flüssigkeitsverlust Dekompressionserkrankung Dekounfall Stickstoffsättigung

DAN Flyer Hydrierung Sicherheitskampagne

 

DAN schreibt dazu auf seiner Internetseite (Quelle hier…)

„Was ist Dehydrierung und welchen Einfluss hat sie auf die Tauchsicherheit?

Zur Dehydrierung kommt es, wenn Du mehr Flüssigkeit verlierst als Du aufnimmst und das kann medizinische Probleme zur Folge haben.
Generell (vor allem in Fällen chronischer oder schwerer Dehydrierung) können diese Probleme zu Kopfschmerzen, verminderter Leistungsfähigkeit, Reizbarkeit, Verwirrung, Erschöpfung, Muskelkrämpfen, reduzierter Wärmeregulierung, reduzierter Bewusstseinslage, der Bildung von Nierensteinen (langfristig) und sogar zum Schock, d.h. zu einer lebensbedrohlichen Situation führen.
Klar ist, dass diese Probleme einen negativen Einfluss auf die medizinische Verfassung sowohl von Tauchern als auch von Nicht-Tauchern haben und dass eine Dehydrierung also immer vermieden werden sollte.
Für Dich als Taucher gibt es da eine ganz besondere Sorge: Dehydrierung ist ein Risikofaktor, der zu einer Dekompressionskrankheit (DCS) beitragen kann. Warum? Dehydrierung reduziert das Volumen des Blutplasmas und die Durchblutung des Gewebes. So wird das Blut dicker und es fließt langsamer. Da das Blut teilweise für den Transport von Nährstoffen und für den Gasaustausch verantwortlich ist, beeinflusst ein dickeres Blut das Abgasen von Stickstoff und erhöht das Risiko einer DCS.

Wie groß ist das Risiko einer DCS?
Grundsätzlich erhöht Tauchen das Risiko einer Dehydrierung. Während einiger unserer DSL-Projekte haben wir festgestellt, dass viele Taucher vor (und sogar noch nach) einem Tauchgang nicht gut hydriert sind. Unter normalen Bedingungen sollte die richtige Hydrierung jedoch nicht zur Hauptsorge eines Tauchers werden. Aber genauso wenig sollte man sie ignorieren.Wenn man sich allerdings im Tauchurlaub befindet, dann wird dieser Risikofaktor stärker, da man öfter taucht und (für gewöhnlich) das Klima wärmer ist. Entsprechend sollte ein Hauptaugenmerk auf der richtigen Hydrierung liegen.

Warum ändert sich der Risikofaktor während meines Tauchurlaubs?
Natürlich erhöht sich das Risiko nicht einfach deshalb, weil Du im Urlaub bist. Aber es gibt Verhaltens- und Umweltfaktoren, die dazu beitragen, dass der Taucher schneller dehydriert, ohne es zu merken.
Tatsächlich beginnt die Dehydrierung schon sobald Du das Flugzeug betrittst, das Dich zu Deiner Tauchdestination bringt. Die Luft in der Kabine ist viel trockener als die Luft auf der Erde und unsere Lungen müssen zur Befeuchtung der Luft härter arbeiten. Das bedeutet, der Körper verliert an Bord kontinuierlich Flüssigkeit.
Es empfiehlt sich pro Flugstunde 240ml Wasser zu trinken. Wenn Du also von Großbritannien aus nach Ägypten fliegst, müsstest Du 1,2 Liter Wasser trinken um ein gutes Flüssigkeitsniveau beizubehalten. Von Italien nach Ägypten müsstest Du in etwa 750ml trinken. Das sind Mengen, die nicht viele während eines Fluges zu sich nehmen.
Viele Reisende trinken während ihres Fluges auch gerne Kaffee, Cola oder Bier. Diese Flüssigkeiten haben aber einfach nicht die gleiche hydrierende Wirkung wie Wasser. Alkohol und koffeinhaltige Getränke sind Diuretika, deren Konsum zur Dehydrierung führt, da sie Wasser aus den Zellen Deines Körpers absorbieren und die Urinproduktion erhöhen. Die Konsequenz ist, dass der Taucher mit einer leichten Dehydrierung an seinem Zielort ankommt.

Aber das ist erst der Anfang des Urlaubs. Und was wollen Taucher während ihres Urlaubs machen?
Die Sonne genießen, das Meer genießen, so viel wie möglich tauchen und warum nicht ein bisschen Spaß haben und abends etwas trinken?
Schauen wir uns mal an, warum Dich das schneller dehydriert als normal.

Die Sonne genießen:
Die attraktivsten Tauchziele für normale Taucher sind die „Warmwasser-„Ziele mit schönen, großen Korallenriffen und schönen bunten Fischen.An diesen Zielen herrscht ein warmes, sonniges und manchmal feuchtes Klima.
Es ist klar, dass Du unter diesen Bedingungen schwitzt und wenn Du schwitzt, dann verlierst Du Flüssigkeit, die zur Dehydrierung führt wenn sie nicht ersetzt wird.Wenn Du Dir dann auch noch einen Sonnenbrand holst, verlierst Du noch schneller Flüssigkeit. Wenn Du einen Sonnenbrand hast, dann wird Deine Haut rot und heiß (und manchmal wird es schmerzhaft) und Dein Körper reagiert indem er Flüssigkeit in die Haut schickt. Sonne und Wind lassen diese Feuchtigkeit verdunsten und so geht noch mehr Flüssigkeit verloren.
Genau genommen genießt Du bei diesen höheren Außentemperaturen auch den Wind und da die meisten Tauchgänge während eines Urlaubs vom Boot aus gemacht werden, wirst Du Dich über den erfrischenden Wind auf Deiner Haut freuen. Tatsächlich führt der Wind (der Wind selbst oder der Wind, der durch die Geschwindigkeit des Bootes entsteht) jedoch dazu, dass Schweiß und Feuchtigkeit schneller verdunsten und man wiederum schneller bzw. stärker dehydriert.

Meerwasser – Salz:
Wenn Du aus dem Meer kommst, dann trocknet das (Salz-)Wasser und hinterlässt auf Deiner Haut Salzkristalle. Die kann man oft richtig sehen und sie haben die Eigenschaft Wassermoleküle zu absorbieren und einzuschließen. Das bedeutet, sie entziehen Deiner Haut die Feuchtigkeit, die dann aufgrund von Sonne und Winde verdunstet und Dich weiter dehydriert.

Tauchen:
Es gibt drei Dinge, die beim Tauchen selbst zur stärkeren Dehydrierung führen: Schwitzen, Diurese bei Immersion (erhöhte Urinproduktion) und das Atmen von Pressluft.
Während der Anzug Dich während des Tauchens warm hält, erlaubt er es Dir nicht abzukühlen. Kannst Du Dir vorstellen wie viel man unter einem Taucheranzug schwitzt, und das manchmal ganz unbemerkt?
Während eines Tauchgangs führt der höhere Umgebungsdruck und die kältere Wassertemperatur dazu, dass die Blutgefäße in den Extremitäten enger werden und das Blut von den Extremitäten ins Zentrum des Körpers (Herz, Lungen, große innere Blutgefäße) gepumpt wird um ihn warm zu halten. Dieses größere Blutvolumen in seinem Zentrum versteht Dein Körper als Flüssigkeitsüberbelastung. Als Reaktion darauf produzieren die Nieren mehr Urin (was wiederum einen Verlust von Wasser und Salz bedeutet). Das ist auch der Grund dafür, warum Taucher während oder direkt nach einem Tauchgang den Drang verspüren zu urinieren. Man nennt das Diurese bei Immersion. Auch wenn man vielleicht denkt, dass man, wenn man viel urinieren muss, gut hydriert ist, so bedeutet das doch, dass man überschüssige Flüssigkeit verliert.
Ein weiterer Grund für den Flüssigkeitsverlust beim Tauchen ist die Luft, die Du atmest. Wie im Flugzeug, so ist auch die Luft in den Tauchflaschen trocken und Du weißt bereits, dass Du mehr Flüssigkeit verlierst, wenn Du diese trockene Luft befeuchtest. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass Deine Lungen aufgrund der kälteren Wassertemperaturen noch härter arbeiten müssen um die Luft zu erwärmen, dann erhöht sich der Feuchtigkeitsverlust weiter.

Alkohol:
Du bist im Urlaub und da ist es nicht unüblich, dass man Spaß hat und ein paar alkoholische Getränke in seiner Freizeit genießt.Unter Alkoholeinfluss zu tauchen ist nie eine gute Idee. Außerdem führt Alkohol zu einer noch schnelleren Dehydrierung.Wie Du bereits weißt, hat Alkohol (ebenso wie Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke) eine harntreibende Wirkung und erhöht die Urinproduktion. Dadurch musst Du häufiger urinieren und dehydrierst.

Übelkeit:
Erbrechen aufgrund von zu viel Alkoholkonsum, Seekrankheit oder aus anderen Gründen erhöht den Grad der Dehydrierung, weil Du innerhalb kürzester Zeit große Mengen an Flüssigkeit und Elektrolyten verlierst.
Die gleiche negative Wirkung lässt sich bei Reisedurchfall beobachten, einer Darminfektion, zu der es aufgrund mangelnder Lebensmittelhygiene kommen kann.

Medikamente:
Einige Medikamente, und vor allem Blutdruckmedikamente haben eine harntreibende Wirkung und wie Du weißt führt diese harntreibende Wirkung zur Dehydrierung.
Wenn Du Dir jetzt vor Augen führst, dass Du im Tauchurlaub jeden Tag und sogar zweimal täglich tauchst, dann verstehst Du sicher warum das Risiko einer Dehydrierung und damit einer DCS höher ist.
Selbstverständlich ist das Risiko nicht einfach höher, bloß weil Du Urlaub machst, aber es gibt neun Verhaltens- und Umweltfaktoren, die dazu beitragen, dass ein Taucher schneller dehydriert ohne es zu merken.

Woher weißt Du, dass Du dehydriert bist und was kannst Du tun?
Generell ist die Farbe des Urins ein guter Indikator. Es sollte durchsichtig oder leicht gelblich sein. Dunkleres Urin ist normalerweise ein Indikator dafür, dass du dehydriert bist, obwohl die Farbe auch durch bestimmte Medikamente beeinflusst sein kann. Wenig oder kein Urin kann auch bedeuten, dass Du dehydriert bist, obwohl viel Urin kein Indikator für eine gute Hydrierung ist.

Zu den Symptomen einer Dehydrierung gehören:

Leichte bis moderate Dehydrierung:

  • Durst (das bedeutet, Du solltest nicht erst dann trinken, wenn Du Durst hast, denn Durst heißt, dass Du bereits ein bisschen dehydriert bist)
  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Müdigkeit
  • Trockener oder klebriger Mund
  • Dunkler Urin
  • Geringere Urinproduktion

Starke Dehydrierung:

  • Extreme Erschöpfung – Schwäche
  • Extremer Durst und ein sehr trockener Mund
  • Eingesunkene Augen bzw. Augen, die keine Tränen produzieren
  • Acht Stunden ohne Harnlassen
  • Trockene Haut, die nach dem Kneifen nur langsam in ihre ursprüngliche Form zurückgeht
  • Schneller Herzschlag, schwacher Puls
  • Schnelle Atmung
  • Niedriger Blutdruck
  • Reizbarkeit und Verwirrung
  • Krämpfe
  • Reduzierte Bewusstseinslage

Meistens handelt es sich um eine leichte Dehydrierung und die kann man einfach durch das Trinken von mehr Wasser in den Griff bekommen. Zusätzlich zum Wassertrinken kann man auch orale Rehydrationssalze oder isotonische Sportgetränke zu sich nehmen, denn durch sie werden Salze und Elektrolyte ersetzt. Wenn jedoch schlimmere Symptome auftreten, ist sofort medizinische Hilfe nötig.

Wie vermeidet man Dehydrierung?
Es ist besser man vermeidet Dehydrierung anstatt sie zu behandeln. Nur durch ihre Vermeidung, reduzieren Taucher das Risiko einer DCS.Nachdem wir nun über Dehydrierung und ihre Auswirkungen auf den Körper gesprochen haben, können wir hier also zusammenfassen: Du solltest Deinen Körper nach jedem Tauchgang mit Süßwasser abspülen, Deinen Taucheranzug erst kurz vor dem Tauchgang anziehen, Alkohol bzw. koffeinhaltige Getränke vermeiden oder nur in Maßen zu Dir nehmen und Dich vor zu viel Sonne und Sonnenbrand schützen.
Am einfachsten ist es, genug Wasser zu trinken. Wir wollen aber nicht das Plasmavolumen zu schnell erhöhen, denn das führt nur zu einer erhöhten Urinproduktion anstatt zur Rehydrierung des Körpergewebes.
Trink also alle 15-20 Minuten ein Glas Wasser. So bleibt Dein Gewebe hydriert und Du vermeidest den erhöhten Gasaustausch, der zur Bläschenbildung und zu DCS führen kann.
Wie viel Du tatsächlich trinken musst, hängt von vielen Faktoren ab, aber mindestens 2 Liter zusätzlich zu trinken (zusätzlich zu der Menge, die Du normalerweise jeden Tag trinkst) hilft Dir dabei hydriert zu bleiben.
Du kannst auch Lebensmittel mit einem hohen Wasseranteil wie Obst und Gemüse essen.
Einige Firmen verkaufen auch Trinktaschen, aus denen man unter Wasser während eines Tauchgangs trinken kann.

Die DAN Europe „Mehr Wasser, weniger Bläschen“- Sicherheitskampagne.
DAN Europe rief die „Mehr Wasser, weniger Bläschen“-Kampagne Ende 2012 ins Leben.
Artikel wie dieser wurden im Alert Diver-Magazin und auf der Webseite veröffentlicht. Außerdem wurde eine E-Mail-Kampagne für DAN-Mitglieder gestartet, die sie darüber informierte wie sie Dehydrierung vermeiden und damit das DCS-Risiko verringern können.
Bei den Tauchmessen 2013-2014 wurden 3.000 Alu-Trinkflaschen mit dem Slogan der Kampagne an neue DAN-Mitglieder und Mitglieder, die ihre Mitgliedschaft erneuert haben, verteilt.
Poster und Banner, die die Taucher daran erinnern sollen genug Wasser zu trinken wurden produziert und an verschiedenen Orten in Ägypten aufgehängt. Denn dort ist Dehydrierung aufgrund des Klimas, der vielen Tauchgänge und der vielen Touristen einer der größten Risikofaktoren einer DCS.
DCS entsteht durch die Bildung und das Wachsen von Bläschen im Blut und im Körpergewebe, was zu Sauerstoffmangel führen kann. Unter normalen Umständen waschen die Lungen nach einem Tauchgang den Stickstoff aus, dieses Auswaschen ist jedoch weniger effektiv, wenn der Taucher dehydriert ist. Das wiederum steigert die Bläschenbildung und ihr Wachstum und kann zu DCS führen.
Der Slogan „Mehr Wasser, weniger Bläschen“ bezieht sich darauf, dass das Risiko von Bläschenbildung und -wachstum geringer ist, wenn ein Taucher gut hydriert ist.“

Fit-Diver Vilshofen e.V. absolvierten DAN BLS und DAN Oxygen Provider Kurs

Fit-Diver Vilshofen e.V. absolvierten DAN BLS und DAN Oxygen Provider Kurs

Die Diveleader der FIT-Diver Vilshofen e.V. haben sich in Sachen Notfallmanagement weitergebildet und einen DAN Kurs in BLS und Oxygen Provider absolviert. Dabei wurden die bereits hervorragenden Kenntnisse und Fertigkeiten der Teilnehmer durch DAN Instructor Trainer Stefan Berger aufgefrischt.
DAN Kurse DAN BLS DAN Oxygen Provider Erste Hilfe Kurse Passau Freyung

DAN Kurse DAN BLS DAN Oxygen Provider Erste Hilfe Kurse Passau Freyung

Erste Hilfe Kurse  DAN Kurse DAN BLS DAN Oxygen Provider
In einem Kurs DAN Basic Life Support (BLS) wird ein Ersthelfer nicht nur darin ausgebildet, eine Person mit Kreislaufstillstand wiederzubeleben, sondern auch, wie man verhindert, dass jemand in diesen kritischen Zustand gerät. Äußere Blutungen und auch ein Schock können beispielweise zu ernsten Problemen mit Kreislauf und Atmung führen. Der DAN BLS Kurs bereitet dich vor, in korrekter Weise zu reagieren, wenn Unfälle geschehen.
Der Oxygen First Aid for Scuba Diving Injuries ist eine Ausbildung, bei der lernst, mögliche tauchbedingte Verletzungen besser zu erkennen und Sauerstoff-Soforthilfe zu leisten bis der örtliche Rettungsdienst eintrifft und/oder der verletzte Taucher zur nächsten medizinischen Einrichtung gebracht werden kann.
DAN Kurse DAN BLS DAN Oxygen Provider Erste Hilfe Kurse Passau Freyung

Das Divers Alert Network, kurz DAN, ist eine gemeinnützige Organisation, die Tauchern mit fachlich fundierten Informationen und Ratschlägen zur Seite steht. Die Unterstützung basiert auf den jeweils bekannten Tatsachen der Medizin. Die ursprüngliche und vorrangige Aufgabe von DAN ist es, Betroffenen bei Tauchunfällen mit Rat und Tat zu Seite zu stehen, sowie an Maßnahmen zur Vermeidung von  Tauchunfällen zu arbeiten und die Tauchsicherheit zu fördern.

Das 1992 von DAN gestartete Ausbildungsprogramm zur Sauerstoff-Soforthilfe ist heute weltweiter Maßstab für eine Soforthilfe bei Tauchunfällen und es hat sich in unzählbaren Fällen bewährt. Alle Kurse sind durch die Tauchsportverbände anerkannt!

50 Stunden gegen Krebs – Weltrekordversuch (50h Unterwasser-UNO) zugunsten der Kinderkrebshilfe

50 Stunden gegen Krebs – Weltrekordversuch (50h Unterwasser-UNO) zugunsten der Kinderkrebshilfe

In Österreich erkranken pro Jahr an die 250 Kinder an Krebs, allein in Oberösterreich sind pro Jahr ca. 40 Kinder betroffen. Was diese Schreckensnachricht  „Diagnose Krebs“ für Kinder und deren Eltern bedeutet, ist kaum vorstellbar. Den kleinen Patientinnen und Patienten steht ein schwerer, oft langwieriger Weg bevor. Begleitet von einer kräfteraubenden Therapie und Beeinträchtigungen des gewohnten familiären und sozialen Umfeld, verändert sich das Leben der Kinder und Jugendlichen gravierend. Für die Eltern der betroffenen Kinder gesellt sich  zu der Sorge um das erkrankte Kind oft noch eine finanzielle Belastung dazu. Die OÖ. Kinder-Krebs-Hilfe hat es sich zur Aufgabe gemacht diesen Familien mit kompetenter Beratung, Information und Hilfe zur Seite zu stehen.

Unterwasseruno Weltrekordversuch Krebshilfe

Unterwasseruno Weltrekordversuch Krebshilfe

 Die Aktion

Wir wollen mit einem Weltrekordversuch, 50 Stunden Unterwasser UNO zu spielen, unter dem Motto:  „50h Unterwasser für 25 Jahre OÖ. Kinder-Krebs-Hilfe“ einen kleinen Beitrag zur Unterstützung und Hilfe für krebskranke Kinder und deren Eltern leisten.

Dies wird im Rahmen des Feuerwehr Fest der FFW Helfenberg von Freitag, 31. Mai bis 2 Juni statt finden

Den der Reinerlös des Weltrekordversuchs soll der OÖ. Kinder-Krebs-Hilfe zukommen. Damit die Finanzierung von familienorientierten Rehabilitationsaufenthalten für Familien ermöglicht werden kann. Aufgrund von ärztlicher und psychologischer Empfehlungen ist es immer wieder notwendig, dass betroffene Familien sich solcher Maßnahmen unterziehen. Dafür gibt es jedoch in Österreich keine Einrichtung und die Betroffenen fahren zu diesem Zweck für vier Wochen in Einrichtungen in Deutschland. Da die Kosten für diese Maßnahme vom Versicherungsträger nicht für alle Familienmitglieder übernommen werden, unterstützt hier die OÖ. Kinder-Krebs-Hilfe.

Veranstalter:  TRIMIX Tauchen AUSTRIA, der mit anderen Vereinen und Gruppen zusammenarbeitet, um diesen Event zu realisieren.

Das Petermännchen: Man muss es kennen, um es zu meiden

Das Petermännchen: Man muss es kennen, um es zu meiden
(aus dem Buch Animali marini pericolosi (Gefährliche Meereslebewesen) von Prof. Ferruccio Chiesa, IRECO, 2002, Seite 104-106)

aus dem aktuellen Diver Alert, dem Magazin der DAN Europe Foundation

„Petermännchen gehören zu den Osteichthyes der Trachinidae-Familie. Mit einer durchschnittlichen Größe von 20 bis 50 cm sind sie im gemäßigten und kalten Wasser des Mittelmeers, des Nordatlantiks und der Nordsee weit verbreitet. Es handelt sich dabei um die giftigsten Fische in diesen Meeresbereichen. Eine der häufigsten und bevölkerungsreichsten Arten ist das gefleckte Petermännchen (Trachinus araneus), das nur im Mittelmeer auftritt.

Petermännchen Verletzung Tauchen Giftverletzung Erste Hilfe Giftstiche

Petermännchen bewohnen gewöhnlich flache, sandige Meeresböden. Sie liegen meist halb begraben im Sand oder Schlamm, nur der Kopf sichtbar, und lauern auf Beute. Sie sind oft sehr aggressiv, was ihnen den altsächsischen Namen „Viper der See” einbrachte.
Petermännchen sind zwar sehr gute Speisefische, müssen aber äußerst umsichtig gehandhabt werden, da sie zwischen fünf und sieben Rückenstacheln und einen ebenso giftigen Stachel auf dem Kiemendeckel, beidseitig neben den Kiemenöffnungen haben. Die aufrecht stehende Rückflosse dient auch als hervorragende Verteidigungswaffe gegen Tritte oder andere Jäger.

Petermännchen nutzen ihren Giftapparat, um Beute oder Fische, die sich in ihr Territorium begeben, anzugreifen. Taucher haben von Angriffen durch Petermännchen berichtet, nachdem sie sich etwas zu nah an ihr Versteck gewagt hatten.
Die Wirkung des Giftes ist hämolytisch und neurotoxisch. Das klinische Hauptsymptom sind Schmerzen: unmittelbare, brennende Schmerzen, die sich schnell von der Einstichstelle – gewöhnlich eines der unteren Gliedmaßen – ausbreiten, bis hin zum Ansatz der Gliedmaßen.

Der Schmerzhöhepunkt ist nach etwa 20-30 Minuten erreicht und kann in manchen Fällen länger als 24 Stunden andauern, manchmal sogar mehrere Tage, wenn auch in abgeschwächter Form. Die anfängliche Intensität des Schmerzes und das plötzliche Einsetzen können Delirium und kurze Ohnmachtsanfälle auslösen, was für Schwimmer und Taucher das Risiko des Ertrinkens birgt. Örtlich erhältliche Anästhetika und Analgetika sind gewöhnlich nicht sehr effektiv – es ist sinnvoller, den gestochenen Körperteil sofort in sehr heißes Wasser zu legen (so heiß wie es gerade noch erträglich ist). Im Handel existiert kein spezielles Gegengift, deshalb ist die einzige Option eine symptomatische und angemessene Behandlung, je nach Fall an die Bedürfnisse des Opfers angepasst. Die Behandlung mit Antibiotika und Tetanusimpfungen ist unerlässlich.“

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